Samsø

Vom Brombeerhof aus kann man viele unterschiedliche Orte in Dänemark besuchen. Um nach Samsø zu kommen, muss man erst einmal nach Kalundborg fahren und dann die Fähre hinüber nehmen. Man kann es als tageausflug planen, aber da es auf Samsø viel zu sehen gibt und die Fähre nicht so oft fährt, bietet es sich auch an, eine Nacht auf der Insel zu bleiben.

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch Goldene Herbsttage auf dem Brombeerhof, jedoch sind nicht alle Bilder so aus dem Buch übernommen, wie sie dort aufgeführt sind.

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Diesen Sommer waren wir auf der Insel Samsø. Für ein Buch wollte ich ein paar idyllische Bilder von Kühen machen. Also ging ich zu den Kühen auf die Weide und zunächst waren die gar nicht so freundlich und sahen mich eher als Bedrohung an.

Wie bekommt man bloß eine Kuh dazu, doch mal bitteschön für die Kamera ein wenig zu lächeln?

Also redete ich mit ihnen, in der Hoffnung, dass das irgendwie ankommen würde und sie vielleicht doch noch dazu zu überreden seien, für ein paar Bilder zu posieren. Das ist mir schon bei anderen großen Tieren gelungen und verlief auch hier gar nicht so schlecht. Nach kurzer Zeit war das Eis gebrochen – nämlich als der Anführer näher kam. Da wollten sie dann alle plötzlich mit dabei sein und wurden zutraulicher und sogar ganz lieb.

Das Ganze endete leider damit, dass sie alle richtig traurig waren, als wir wieder weggingen.

Wer hätte das gedacht, dass Kühe so sensibel sein und solche Gefühle hegen würden? Ich jedenfalls nicht!

Als ich dann zum Auto zurück kam, meinte mein Mann: „Ich nehme an, du bist dir darüber im Klaren, dass das gar keine Kühe waren, sondern Bullen!“ Nun egal, lieb waren sie trotzdem. Doch… im Ernst!

Ich habe aber auch schon Bullen getroffen, die weitaus mehr das Bedürfnis hatten, ihr Territorium zu verteidigen, als sie gewillt waren, mit Menschen zu klönen.

Bei manchen würde ich also doch lieber Vorsicht walten lassen! Es kommt wohl immer darauf an, wie der Bauer sie behandelt…

Goldene_Herbsttage_auf_dem_Brombeerhof_image32

Dort auf der Nordinsel von Samsø leben sie mehr oder weniger im Paradies.

Die nördlichste Spitze ähnelt „Grenen“ (der Spitze Nordjülands, etwas nördlich von Skagen gelegen.).

Auf Samsø ist aber alles viel gemütlicher, idyllischer und auch persönlicher.

Wenn man von Nordby, der nördlichsten Stadt (na ja, trotz des imposanten Namens ist es dennoch eher ein winziges Dorf), nach Issehoved (so heißt die Nordsitze Samsøs) fährt, dann geht es zunächst den Hügel hinauf.

Links und rechts liegen Felder und man hat einen wunderschönen Ausblick gen Osten, auf die Nordby Bucht.

Danach ändert sich die Landschaft. Hier sind jetzt überall Hügel und irgendwie sieht es ein wenig nach Heidelandschaft aus, obwohl, „Erika Lyng“ ist da eigentlich keines, soweit ich mich erinnern kann.

Billede091

Die Hügel sind einfach wundervoll, so etwas muss man erlebt haben! Mann kann sich das sonst gar nicht vorstellen, wie idyllisch das ist. Ganz oben angekommen ist ein Parkplatz, auf dem man gut ein Picknick machen kann. Auch gibt es dort viele Wanderwege, die an der Küste entlang führen. Von dort kann man große Teile der Küste Jütlands sehen. Sogar Århus ist am Horizont sichtbar.

Überall weiden Kühe und Schafe. Es ist vielleicht einer der schönsten Plätze auf der ganzen Welt. Der Sonnenuntergang ist nahezu magisch und auch der Sonnenaufgang. Daher denke ich, sind die Kühe dort einfach glücklicher als anderswo, selbst wenn sie in Wirklichkeit Bullen sein sollten!

Übrigens Samsø wird auch „Græskarøen“, „die Kürbisinsel“, genannt und das kommt daher, weil sie die Speisekammer des dänischen Königreiches ist und von hier nicht nur Kartoffeln, Zwiebeln, rote Beete und Erdbeeren kommen, sondern in jüngsten Jahren eben auch die Kürbisse.

Überall am Strassenrand stehen kleine Verkaufsstände, von denen Bauern und Hobbygärtner ihre Ernte verkaufen. Wenn man dort Yrlaub macht, kann man sich auch gut etwas für zuhause mitnehmen oder zumindest das Reiseproviant ergänzen.

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