Minimaler Gebrauch von Kräutern und Gewürzen in Skandinavien

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Die traditionelle skandinavische Küche bestand ursprünglich aus Getreidepudding/Grütze, Brot, Milchprodukten, Schweinefleisch, Hering, Obst und Gemüse.

Was Gewürze betrifft, so wurden in Skandinavien von je her sehr wenig Gewürze benutzt, was man heutzutage immer noch an der isländischen Küche sehen kann. Da Island ja so weit weg und relativ abgeschnitten im Nordatlantik liegt, kann man immer noch auf dieses Land schauen, wenn man in die skandinavische Vergangenheit blicken will. Nicht nur wegen der Verbindung zu Dänemark, sondern vor allem auch wegen der norwegischen Wurzeln, die natürlich auch wieder mit den Färöern und mit Dänemark verbunden sind. Wenn wir uns die Sprache anschauen, die Kultur und eben auch die kulinarische Seite, dann können wir noch heute sehen, wie alles im Grunde verbunden ist und wie es sich langsam entwickelt hat und wie sehr Dänemark sich schon von den ursprünglichen Wurzeln der nordischen Brüderschaft entfernt hat.

Was die kulinarische Seite betrifft, so versuchen wir hier auf dem Hof, uns von traditionellen Gerichten inspirieren zu lassen, die aus gesunden Zutaten bestehen. Wir lassen uns zwar ebenfalls von modernen Tendenzen inspirieren, sind aber dennoch sehr konservativ in dem, was wir zubereiten und servieren. Das Essen muss gesund sein, gut schmecken und auch denen, die körperlich viel leisten müssen, wie beispielsweise Fahrradtouristen, genügend Nährstoffe liefern.

Natürlich backen wir auch Kuchen und Gebäck und wir ernähren uns auch nicht völlig fisch- und fleischlos, doch hauptsächlich besteht bei uns das Essen aus gesunden Dingen.

Was Gewürze betrifft, so sind wir uns der Wirkung der unterschiedlichen Gewürze sehr bewusst und benutzen manche daher gar nicht und andere wiederum nur in sehr kleinen Mengen. Schließlich sind Kräuter und Gewürze im Grunde Arzneimittel und mit denen geht man vorsichtig um.

Was Kräuter betrifft, da gibt es dann auch wieder jene, die gewisse Vitamine, Spurenelemente und dergleichen haben, die man sonst nicht so bekommt und daher verwenden wir beispielsweise viel Schnittlauch, Petersilie und Dill.

Dill ist sowieso das skandinavische Kraut schlechthin und die Schweden sind absolute Weltmeister darin, dieses Kraut zu züchten und auch zu verbrauchen. Es wird also nicht nur zu Fisch und Schalentieren gegessen, sondern beispielsweise auch zu Kartoffeln. Der schwedische Dill schmeckt einfach auch unheimlich gut!

Dänischer Dill, den man hier so im Geschäft kaufen kann, schmeckt hingegen nach gar nichts und somit kaufen wir den nie, sondern bunkern riesige Mengen, wenn wir in Schweden oder hier irgendwo auf dem Lande sind und frieren das dann alles ein, denn leider, leider gedeiht in meinem Garten weder Dill, noch Rhabarber, was wirklich jammerschade ist.

Das muss wohl am PH-Wert liegen, denn andere Kräuter und viele verschiedene Beeren haben überhaupt kein Problem, hier zu wachsen, aber der Dill will einfach nicht und der Rhabarber ist so mickrig, dass es auch nur für ein paar Kuchen reicht und dann ist auch schon wieder Schluss. Aber ich glaube, da liegt es wohl eher daran, dass die wilden Tiere immer die Wurzeln abfressen, genau wie die Rehe immer die Rinde der neu gepflanzten Bäumchen abknabbern müssen…

Quelle: Dieser Blogpost ist ein veränderter Auszug aus Sommer auf dem Brombeerhof

Sommer auf dem Brombeerhof

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Bildnachweis: alle Bilder: NVP-Verlag

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