Das Dharma-Gesetz

Der untere Text ist ein Auszug aus einem der Solkrogen-Romane. In einem Brief an ihre Freundin Beatrice macht Protagonistin Katharina sich Gedanken darüber, was ihr Dharma ist. Ihr Freund Ture hatte zuvor einige Monate in Indien verbracht und ihr von dort aus das kleine Büchlein “The Spirituel Laws of Success” von Deepak Chopra geschickt.

Nachdem sie eine äusserst merkwürdige Begegnung mit einem Mann hatte, der sich als Fan ihrer Kunst entpuppte, denkt sie etwas tiefer über den Sinn des Lebens und über ihre eigene Aufgabe als Künstlerin nach:

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Diese Begegnung hat mir wirklich zu denken gegeben. Nicht nur, dass ich mir Gedanken darüber machte, wie privilegiert man selbst sein mag, ohne es zu merken! Mir wurde auch klar, dass ich mit etwas so Einfachem, wie einem flachen, eingerahmten Stück Leinwand, die Herzen meiner Mitmenschen erreichen konnte.

 

Was hatte Ture gesagt? Das Dharma-Gesetz würde all meine Zweifel auslöschen, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Das Dharma-Gesetz! So so…! Woher weiß er überhaupt, dass ich je Zweifel hatte? Er kennt mich doch wirklich zu gut! -Viel besser, als mir lieb ist!

Ach was, er hat’s gut gemeint, wollte seine neugefundene Erleuchtung mit einer alten Freundin teilen. Ich sollte kein Spielverderber sein… Außerdem ist die Zeit wirklich reif, neue Pläne zu schmieden! Wo war das Buch überhaupt?

 

Nach etlichem Stöbern und Suchen kam es wieder zum Vorschein und ich begann, erneut darin zu lesen. Es war zweifellos angefüllt mit weisen Worten, die einem in so mancher Lebenssituation den Weg weisen konnten! Doch ich wollte mich auf das Dharmagesetz konzentrieren. “Dharma” soll das Sanskrit-Wort für “Lebensziel” oder “-aufgabe” sein. Weiter stand dort, dass ein jeder Mensch ein ganz besonderes Talent besitzt, mit dem er der Menschheit dienen kann.

Zu diesem Zweck muss man zuerst einmal SICH SELBER finden und  danach das TALENT, was einen so besonders macht und von allen anderen Menschen auf dieser Erde unterscheidet.Schließlich überlegt man sich dann, wie man der Menschheit damit am besten DIENEN kann.

 

JFK sagte zu seiner Zeit “Don’t ask what your country can do for you, but what you can do for your country!”. In diesem Sinne schreibt Deepak Chopra ebenfalls, dass die treibende Frage nicht jene sein sollte, was für mich selber drin ist, sondern: “Wie und wo kann ich helfen?”! Reichtümer vieler Art sollen den überströmen, der aus Überzeugung das Richtige tut.

 

Er schreibt noch so vieles mehr und auf so liebevolle Art. Es ist leicht zu vernehmen, welch ein wundervoller und ausgeglichener  Mensch er sein muss!

 

Doch was war nun mein Dharma? Nach kurzem Überdenken kam ich zu dem Schluss, dass meine kreativen Fähigkeiten zweifellos mein einzigartiges Talent ausmachen müssten. Zu den Menschen hinauszureichen, sie mit Hilfe meiner Kunst zu berühren und ihnen Hoffnung und positive Botschaften zufließen zu lassen – das war das, was ich eigentlich schon immer gewollt hatte. Auf diese Weise gedachte ich, die Welt verbessern!

Morgen gleich wollte ich damit anfangen und Bilder malen, was die Leinwand hielt! Kontakte würde ich knüpfen und mich endlich wieder um neue Ausstellungen kümmern. Meine Kunst werde ich unter’s Volk bringen -da, wo sie hingehört!

 

Quelle:  Solkrogen 3 – Nordische Abenteuer

Solkrogen 3 - Nordische Abenteuer

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