Verliebt in Nüsse

Meine Liebe zu Nüssen fing sehr früh an. In meiner Kindheit stand ein Walnussbaum vor meinem Fenster und ein weiterer diente als eine Art Veranda nicht weit vom Haus entfernt. Der gut bewachsene Garten war damals schon in „Outdoor Living Spaces“ eingeteilt, lange bevor so etwas modern werden sollte.

Ich liebte das! Es war sooo gemütlich und das Licht wurde immer so stimmungsvoll durch die Blätter gefiltert, sobald die Sonne schien. Diese beiden großen Nussbäume dienten uns als natürlicher Sonnenschutz und wenn es regnete, konnte man immer noch eine Weile unter den Bäumen sitzen, bevor man tatsächlich nass wurde.

Und dann war da dieser betörende Duft! Der Duft vom grünen Walnusslaub und der von der weichen, grünen Schale, die die harte, braune Nussschale umgibt, sind wirklich etwas ganz besonderes. Meine Mutter schwor darauf, dass die ätherischen Öle Mücken weghielten. Ich weiß nicht, ob sie das wirklich tun, doch irgendetwas Gutes haben sie mit Sicherheit an sich, denn immerhin wurden Walnussschalen auch von nordamerikanischen Indianern als Medizin verwendet.

Selbst heute noch gehe ich ab und an zu einem unserer Walnussbäume und reibe mit den Fingern an den Blättern – einfach nur, um diesen wundervollen Duft einatmen zu können!

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Wenn man die Nüsse ernten will, dann findet man allerdings recht schnell heraus, dass damit schon eine ganze Menge Arbeit verbunden ist. Nicht nur muss man sie zum richtigen Zeitpunkt ernten, man muss sie auch so lagern und trocknen, dass sie nicht schlecht werden.

Die grüne Schale geht nämlich gar nicht so einfach ab, also wartet man in der Regel, bis sie schwarz ist. Das ist auch gut so, denn die Nuss soll ja schließlich auch innen reif sein. Aber selbst danach muss man die Nüsse noch in der Sonne oder am Ofen trocknen, ansonsten können sie leicht schimmlig werden.

Mit den Haselnüssen ist es bei uns nicht viel einfacher und wir ernten sie meist auch gar nicht, weil wir wissen, dass die Eichhörnchen und andere wilde Tiere sie brauchen, um den Winter zu überleben.

Nüsse und Kerne gibt es heutzutage so unheimlich viele, dass der Verbraucher die Qual der Wahl hat.

Vermutlich sind Pinenkerne, die aus dem Mittelmeerraum stammen, und Macademianüsse, die von „down under“ kommen, die exklusivsten Sorten, die wir uns in der heutigen Zeit gönnen.

Nusssorten

www.issgesund.at/gesundessen/lebensmittel/nuesse–nussarten-nusssorten.html

Als ich noch Kind war, waren aber Bucheckern etwas ganz besonderes und auch sehr exotisches für mich, obgleich sie „nur mal schnell um’s Eck“ wuchsen. Doch sie schmeckten sehr, sehr intensiv und so ungewöhnlich, dass sie wirklich ein kulinarisches Erlebnis waren und hinzu kam, dass man sie ja nur in winzig kleinen Mengen genoss. Ich habe aber auch von Soldaten gehört, die während des 2. Weltkrieges davon lebten, als die Rationen knapp wurden.

www.helpster.de/sind-bucheckern-essbar-wissenswertes-zu-den-verwendungsmoeglichkeiten_121328

Obgleich sie recht energieintensiv sind, enthalten Nüsse viele wertvolle Nährstoffe (und auch die richtigen Fettsäuren!) und stärken somit Herz und Kreislauf. Bis zu 80 Gramm soll man angeblich täglich davon essen, um sich fit und gesund zu halten. Auf jeden Fall ist es eine gute Idee, ungesunde Süßigkeiten ganz wegzulassen und sie mit Nüssen und Trockenfrüchten zu erstatten.

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Mit Ausnahme der Kalorien können aber auch Allergien die Lust am Nüsse essen einschränken oder auch sogenannte Aflatoxine.

Das sind Giftstoffe, die von Schimmelpilzen gebildet werden, welche sich leider in oder auf der Oberfläche von manchen Nüssen befinden. Erdnüsse, Paranüsse und auch Pistazien sind dafür bekannt, dass sie leicht befallen werden. Persönlich würde ich aber sagen, dass man das durchaus schmecken, riechen und teilweise auch sehen kann. Also sooo heimtückisch ist dieser Befall nun auch wieder nicht, obwohl er immer als sehr bedrohlich dargestellt wird. Man darf nur nicht erlauben, dass die Giftstoffe Überhand nehmen und sollte auf jeden Fall die befallenen Nüsse wegwerfen.

de.wikipedia.org/wiki/Aflatoxine

Natürlich sind Nüsse am Gesündesten, wenn man sie roh und vor allem frisch isst. Im Herbst sind sie auch noch nicht ranzig und somit schmecken sie einfach himmlisch, wenn man sie roh zum Frühstück oder einfach zwischendurch isst.

Ein gesundes Frühstück kann so aussehen:

6 bio-Orangen und eine rote Grapefruit (auch bio*) pressen und als Saft trinken

Obstsalat aus 40 g Walnüssen, 20 g Mandeln, 20 g Haselnüssen, 1 Banane, 2 Äpfeln, 1 Birne, 2 Kiwis, 1 Mandarine und 4 Datteln zubereiten und mit einer ausgepressten bio-Zitrone begießen.

1 bis 2 Gläser Wasser dazu trinken.

Natürlich ist es immer am Besten, wenn alle Zutaten aus dio-dynamischem Anbau stammen, doch das Wichtigste ist, dass man überhaupt Nüsse, Obst und Gemüse zu sich nimmt! Daher kann man oft sagen: besser gespritzt, als gar kein Obst/Gemüse. Es kann jedoch nicht geleugnet werden, dass Zitrusfrüchte zu den Obstsorten gehören, die am stärksten belastet sind. Also wenn man meint, sich nicht alles in bio-Qualität leisten zu können, bei Zitrusfrüchten ist der Unterschied am Größten und da schmeckt man ihn auch auf Anhieb.

Ein solches erstes Frühstück ist übrigens für alle geeignet, die ein normales Gewicht (oder Übergewicht) haben und aber nicht unter Allergien, Diabetes oder anderen Krankheiten leiden, die beispielsweise einen „angeschlagenen Stoffwechsel“ hinterlassen haben.

Wer Untergewicht hat, kann das Gleiche essen, sollte aber weitaus großzügiger mit der Nussmenge umgehen. In der Tat sind Nüsse eine sehr gute Möglichkeit, zuzunehemn, für Menschen, die beispielsweise Magersucht haben. Dass sie sich „dick und hässlich“ fühlen ist ja oft etwas, worüber viele solcher Leute klagen und ja, ich kann sie gut verstehen, denn wer auf ungesunde Art zunimmt, fühlt sich wirklich so. Das ist nicht nur Einbildung.

Glücklicherweise kann man sich dann aber gesunde Lebensmittel aussuchen, die den Körper auf vernünftige Art wieder aufbauen! Nüsse und Avocados sind da perfekt. Sonnenblumenkerne, Sesam, etc. sind auch sehr zu empfehlen und so gibt es so vieles, das gut tut und gesund ist. Man muss es nur recherchieren.

Der Grund, warum ein Obst-Nuss-Frühstück für die meisten Menschen gesund ist, liegt nicht nur an den gesunden Fettsäuren, den vielen Vitaminen und einer Fülle von anderen, äußerst wertvollen Nährstoffen. Ein solches, leichtes Frühstück wirkt auch entschlackend. Wenn man so etwas jeden Tag am Morgen zu sich nimmt und den Kaffee gegen frisch gepressten Orangensaft austauscht, dann wird der Körper sich in dieser Zeit entschlacken.

Wer es anfangs nicht aushält, „nichts solides“ zu essen, der kann beispielsweise 2 Stunden später ein zweites Frühstück zu sich nehmen, bei dem er eventuell ein belegtes Brot isst und eben auch Kaffee trinkt. Aber dann hat der Körper schon mal zwei Stunden gehabt, in denen er sich regenerieren konnte und das ist besser als gar nichts.

 

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