Warum der Mensch als Baby Süsses und Fruchtiges bevorzugt

Der nachfolgende Text stammt aus einem der Solkrogen-Bücher (Roman-Serie) und ist daher recht “aufmüpfig” verfasst, weil die Romanfigur eine gewisse Lebenseinstellung, samt Frustrationen hat, die sie zu rechtfertigen und zu verteidigen wünscht.

Dennoch enthält dieser Roman-Auszug eine interessante Aussage bezüglich dessen, was dem Menschen als Baby als geschmackliche Vorlieben in die Wiege gelegt wird.

Somit bietet dieser Romanauszug eine interessante Diskussionsgrundlage:

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Natürlich hatten Mama und Sophie-Louise auch Pumkin-Pie gebacken, jedoch nicht für meine Wenigkeit, sondern, weil es einfach zu Thanksgiving dazu gehörte und unser Vater, Jonathan, ihn ja von klein auf gewohnt war und es für ihn nie Thanksgiving ohne diese blöden Kuchen war. Mich konnte man mit dem Zeug eher jagen und so hatte ich für andere herbstliche Kreationen gesorgt, die wesentlich schokoladiger und fruchtiger schmeckten, wie beispielsweise mein Brownie-Dessert mit Schokoladencreme, die Brombeer-Kürbis-Marmelade und dem Kürbis-Apfelmus. Überall Kürbis drin, um Thanksgiving gerecht zu werden, aber so diskret, dass es einen nicht gleich umhaut.

Und es schien, dass das gut so war, denn die meisten Kleinen hatten wohl ähnliche geschmackliche Vorzüge, wie ich!

Nun ja, ich mochte schon immer Baby-Essen am Allerliebsten und sah auch als erwachsener Mensch keinen Grund, dies zu ändern. Kaffee, Tee, Alkohol, extrem gewürzte Speisen oder gar stark schmeckende Süßigkeiten (wie beispielsweise Lakritze) konnten mir gestohlen bleiben.

Ich würde noch nicht einmal meine Toilette mit mit einem salmiakhaltigen WC-Reiniger putzen!

Da war mir etwas Fruchtiges doch schon viel lieber. Schmeckte einfach sauberer und erfrischender und so nahm ich die Witze vieler Leute gern in Kauf, die meinen Geschmack als ausgesprochen kindlich belächelten.

Ist sicher auch wahr. „Kindlich“ ist höchstwahrscheinlich eine recht passende Bezeichnung, denn das ist es ja schließlich, was ein Mensch in den ersten Monaten und Jahren seines Lebens bevorzugt: Nahrung, welche den natürlichen Instinkten des Homo Sapiens Sapiens* entspricht.

Alles, was scharf, scheußlich und grässlich schmeckent, steht einfach nicht auf dem natürlichen Speiseplan und wird erst später (und meist schrittweise) in unser Leben eingeführt.

Dies geschieht in der Regel mit Hilfe von Gruppenzwang oder gar emotionaler Erpressung. Gleichaltrige lassen uns fühlen, dass wir weder cool, noch erwachsen sind, wenn wir keine Genussmittel zu uns nehmen und dann haben wir eigentlich nur noch die Wahl, mitzumachen oder ausgestoßen zu werden.

Das Gleiche geschieht in vielen Familien.

Dabei ist gewürztes Essen ursprünglich eingeführt worden, um schlecht gewordene Zutaten zu verstecken. Früher gab es kaum Konservierungsmethoden, also hatte man nur die Wahl zwischen „verschleiern und lange genug kochen“ oder eben „gar nichts zu essen“.

So hart warren die Zeiten damals und daher kann man dann doch schon verstehen, dass die Mutter der Familie es nicht mochte, wenn jemand mäkelte oder nicht aufaß und sich somit der emotionalen Erpressung bediente. Schließlich war es ja schwierig genug, überhaupt etwas auf den Tisch zu bekommen und wenn es was gab, dann war es wichtig, dass das nicht verschwendet wurde!

Doch in heutigen Zeiten ist es aber schade, dass die Mehrzahl der Menschheit immer noch an alten Traditionen hängt, welche ja einst aus Not entstanden sind und sich auch immer noch direkter und indirekter Nötigungen anderer fügt, anstatt sauberes Wasser und sauberes, gesundes Essen vorzuziehen.

Denn heute ist es uns ja endlich einmal möglich, gesunde Lebensmittel zu erwerben und zu essen!

Tausende von Jahren lang war das nicht der Fall. Doch heute könnten wir, wenn wir wollten, tatsächlich nur von Wasser, Obst und Gemüse, Nüssen und anderen kerngesunden Rohwaren leben und somit unsere Lebensspanne um viele, viele Jahre verlängern.

Es ist vielleicht das erste Mal in der Geschichte, wo wir diese Chance haben und dann ist es natürlich schade, wenn die Meisten sie nicht nutzen, einfach nur weil sie einst erpresst wurden und heutzutage zum Gewohnheitstier geworden sind.

Nun ja, jedem das seine! Was mich betrifft, so hatte ich, selbst heute noch, damit zu leben, dass man mich entweder als „grüner Idiot“ oder gar als „Baby“ belächelte.

Doch andere haben eben damit zu leben, dass ihr Körper unter den Konsequenzen der ungesunden Nahrungsmittel leidet.

Ich hatte schon genügend Konsequenzen, die mir das Leben unnötig schwer machten. Wenn ich dann noch wieder anfangen würde, zu trinken oder einfach nur so ganz normal leben würde, wie Otto Normalverbraucher es tut, dann würde ich höchstwahrscheinlich überhaupt nicht mehr aus dem Bett kommen und vor Schmerzen nicht mehr wissen, wohin.

Also war ich doch schon ganz froh, dass Ture mir damals seine „veganische Macke“ schmackhaft gemacht hatte. Zwar bin ich nie zum Veganer geworden, doch ich denke, sein „Grünfutter-Fimmel“ hat mir letztendlich vielleicht sogar das Leben gerettet oder zumindest ist es dadurch wesentlich erträglicher geworden.

Pumpkin Pie

http://www.simplyrecipes.com/recipes/suzannes_old_fashioned_pumpkin_pie/

*Homo Sapiens Sapiens

http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_sapiens_(Begriffsklärung)

http://en.wikipedia.org/wiki/Anatomically_modern_humans

On life expectancy

http://ktwop.com/2012/12/27/the-first-200-year-old-human-has-already-been-born/

http://www.dailygalaxy.com/my_weblog/2009/03/can-humans-live.html

http://www.express.co.uk/life-style/health/85160/Is-it-possible-to-live-200-years

http://health.usnews.com/health-news/family-health/living-well/articles/2009/02/20/10-health-habits-that-will-help-you-live-to-100

http://dailyhealthpost.com/20-healthy-habits-to-help-you-live-to-100/

http://www.heart.org/HEARTORG/GettingHealthy/PhysicalActivity/FitnessBasics/Physical-activity-improves-quality-of-life_UCM_307977_Article.jsp

http://www.darkpharma.nl/uploads/7/3/2/8/7328594/death_by_modern_medicine.pdf

 

Quelle: Solkrogen 9 – Weihnachten in Dänemark

Solkrogen 9: Weihnachten in Dänemark

 

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