Dänisches Wienerbrød und dansk Julekage

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Dänisches Wienerbrød

wurde früher in Deutschland als Plundergebäck bezeichnet. In der Tat traten die „Danish Pastries“ bald ihren Siegeszug um die ganze Welt an. Heutzutage werden sie in den USA einfach als „Danish“ geführt.

Leider ist es aber so, dass sie damals zwar wunderbar schmeckten doch im Jahre 2014 enthält ein solches Punderstück meist mehr als 10 E-Nummern und Fettstoffe niedriger Qualität, was nicht nur ungesund ist, sondern auch scheußlich schmeckt. In der Bäckerei sind diese Gebäckstücke recht teuer. Das hat zum einen damit zu tun, dass, obwohl die Zutaten sehr einfache sind und es auch nicht schwer ist, Wienerbrød selber herzustellen, es eben doch eine Weile dauert, bis man den Teig fertig hat.

Dennoch… das gekaufte Wienerbrød lässt im geschmack sehr zu Wÿnschen übrig. Ursprünglich schmeckte das Wienerbrød aber einmal ganz fantastisch. Man kann es heute zwar nicht mehr kommerziell erwerben, aber man kann es immer noch selber machen und dann weiß man, warum dieses einfache Gebäck einst so berühmt wurde. Wenn man nämlich gute Zutaten benutzt, schmeckt es hervorragend. In der Tat ist es so lecker, dass man gar nicht genaug davon bekommen kann!

Ich muss aber zugeben, dass meine eigenen Wienerbrødrezepte stark vereinfacht wurden.

Teig

100 g geschmolzene Butter mit 300 g Mehl, 1 Ei, 50 g Hefe, 1 dl Milch, 1 EL Zucker und ½ TL Salz verrühren, Teig kneten und zugedeckt aufgehen lassen.

Teig zu 2- 4 Kugeln formen und breite Teigstangen daraus formen und auf einem eingefetteten Backblech platzieren. Die beiden Viertel in der Mitte der Teigstange mit Remonce bestreichen, mit Nüssen bestreuen und dann die beiden äußeren Viertel drüber falten, Teig nochmals etwas aufgehen lassen und bei 200 Grad Celsius ca. ½ Std. backen. Dann mit einem verrührtem Ei einpinseln und noch weitere 10-15 Minuten backen, je nach Größe der Kuchen.

Remonce

nennt man die klebrige Masse, die oft für dänisches Gebäck verwendet wird und ein klein wenig an dünnflüssiges Marzipan erinnert. Meist besteht sie aber nur aus beispielsweise 100 geschmolzener Butter mit 100 g braunem Zucker oder Rohrzucker.

Ich nehme aber oft weißen Zucker, den ich karamellisiere. Das passiert ganz automatisch, wenn man Zucker und Butter erwärmt und aufpasst, dass es nicht anbrennt. Manchmal tue ich auch ein wenig Marzipan- oder Haselnussmehl hinzu.

Wenn Weihnachten ist, dann kann man dem Ganzen gerne etwas Zimt oder Lebkuchengewürz hinzufügen und manche Menschen streuen auch Rosinen über die Remonce.

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Julekage

Gleicher Teig und gleiche Vorgehensweise wie oben, doch diesmal Sukat, Zitronat, fein gehobelte Mandeln und Rosinen über die Remonce streuen. Auch sollte die Remonce mit Lebkuchengewürz gewürzt sein.

Ein solcher Weihnachtskuchen ist übrigens immer rund.

Wieweit er oben offen oder bedeckt ist, entscheiden Geschmack und Fantasie. Man kann beispielsweise den Teig überfalten und einschneiden, so dass ein wenig Remonce durchkommt.

 

Quelle: Solkrogen 9 – Weihnachten in Dänemark

Solkrogen 9: Weihnachten in Dänemark

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