Das englische Weihnachtsfest

Der unten stehende Text ist ein sehr stark gekürzter Auszug aus der Geschichte “Bens englisches Weihnachtsfest”. Es wurde dem Buch Englische Weihnacht entnommen. Dort findet man diese Geschichte sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache.

Quelle: Englische Weihnacht

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und:

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Das britische Weihnachtsfest

Ich will aber noch nicht schlafen gehen!” maulte Ben und zwickte seinen einäugigen Teddy neben sich. Er war gerade mal sechs Jahre alt und war mit den üblichen Worten zu Bett gebracht worden:

Gute Nacht mein lieber Ben, schlaf’ schön und träum’ was schönes…”

Unten im Flur hatte die große Standuhr bereits Mitternacht geschlagen, aber Ben hatte überhaupt keine Lust, auch nur ein Auge zuzumachen, denn schließlich war ja Heiligabend!

Wie jedes englische Kind wusste auch er, dass Santa Claus gerade dabei war, sein Zuhause am Nordpol zu verlassen, über die Tannenspitzen mit seinem Schlitten sausen würde, die acht Rentiere zogen, um den Kinder überall auf der Welt Geschenke unter den Baum zu legen. 

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Seine Mutter in der letzten Woche so viel zu tun hatte und den Weihnachtskuchen (Christmas cake) und den Weihnachtsnachtisch (Christmas pudding) machte…

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Bens Mutter hatte das ganze Haus mit Mistelzweigen und Stechpalme geschmückt und viele Weihnachtskarten geschrieben…

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Wie liebte er doch die Wochen vor Weihnachten! Obwohl es ihm schwer gefallen war, sein Taschengeld für Geschenke zu sparen, so hatte sich doch ein kleines Sümmchen angehäuft.

Für ihn waren die Geschäfte in Weihnachtszeit einfach zauberhaft.

Alles glitzerte und funkelte in den schönsten Dekorationen und bunte Lichter erleuchteten überall.

Einmal durfte er sogar den Weihnachtsmann im Einkaufszentrum besuchen…

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Ja, der Weihnachtsmorgen! Allein der Gedanke daran ließ ihn im Bett hüpfen! Er würde früh aufstehen, die Treppe hinunterschleichen, bevor auch nur einer der anderen wach war.

Wie viel Spaß es doch machen würde, alle Geschenke zu öffnen, dann zur Kirche zu gehen, um dem Gottesdienst beizuwohnen und schließlich das Weihnachtsessen zu genießen, welches aus Truthahn, Preiselbeerensauce, Kartoffeln, Gemüse und ‘Christmas Pudding’ mit Rum Sauce, ‘Mince Pie’-Törtchen und Sahne bestand!

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Heute früh hatte er schon seine eigenen Geschenke unter den Baum gelegt. Das hatte er natürlich auch heimlich machen müssen, damit Mummy und Daddy nicht wussten, dass sie von ihm waren…

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Huch, was war das?! Ben fuhr kerzengerade hoch und presste seinen Teddy an sich. Er war sich sicher, Schlittenglocken gehört zu haben und traute sich kaum zu atmen. Ganz leise schlich er zum Fenster, schob den Vorhang vorsichtig zur Seite, um nach draußen spähen zu können.

Doch alles, was er sah, war der klare Sternenhimmel.

Das erinnete ihn an das Krippenspiel, bei dem er mitgemacht hatte.

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Er dachte an die Hirten, wie sie dem hellen Stern folgten und er stellte sich die drei Könige vor, die dem neugeborenen Jesuskind Geschenke brachten. Ja natürlich: es war genau deshalb, warum man zu Weihnachten Geschenke bekam!

Oh ja Geschenke! Wie jedes Jahr hatte er eine Wunschliste geschrieben und sie zusammen mit seinem Weihnachtsstrumpf an den Kamin gehängt.

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Ben dachte ab all die Gechichten, die sein Großvater vom Weihnachtsmann erzählt hatte und dennoch hatte ihn  nie jemand gesehen.

‘Aber ich werde ihn sehen! Da bin ich mir ganz sicher.’ Ein zweites Mal schaute er durch das Fenster. Diesmal sah es da draußen noch dunkler und leerer aus. Plötzlich erloschen die Lichter von Mrs. Jones Baum. Wie dunkel es jetzt war! So furchtbar dunkel, ja richtig tiefe Nacht! Ben schaute erneut gen Himmel.Wo war er doch nur? Wo war ‘Father Christmas’ abgeblieben?

Ein Frösteln überkam ihn, er huschte zurück ins Bett und drückte seinen noch etwas warmen Teddy sehnsüchtig an sich…

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Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Mummy verwundert die Gardinen aufzog und den kleinen Ben, noch immer tief schlafend, in seinem Bettchen fand…

Autorin: Marie Grundy

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