Ein skandinavischer Weihnachtskalender

Um illustrieren zu können, wie wir hier in Skandinavien Advent und Weihnachten verbringen, haben wir mit ganz viel Liebe ein Buch erschaffen, das in etwas mehr als 24 Kapiteln die Geschichte der Oma Amalie erzählt, wie sie diese Zeit mit ihren Enkelkindern und dem Skipper-Ole verbringt.

Man erlebt mit, wie die Oma es sich in ihrem kleinen Gehöft in der schwedischen Wildnis gemütlich macht, aber darf auch den Leuchtturm vom Skipper-Ole besuchen und dann ist danoch das dänische Weihnachtsfest…

Ausser einer gemütlichen und spannenden Geschichte, die sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder geeignet ist, enthält das Buch auch eine Reihe von Rezepten und Aktivitätsanleitungen (u.a DIY-Tipps/Bastelanleitungen) für das, was in Schweden und Dänemark in der Weihnachtszeit so typisch ist.

Nachfolgend kann man einen kleinen Auszug aus dem Buch lesen: einen Tag (der 3. Dezember) bei der Oma Amalie in Schweden:

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3. Dezember – Im Wald

Nach einem reichhaltigen, gemeinsamen Frühstück war Mama nun wieder aufgebrochen. Mads und Linnea waren im Begriff gewesen, um die Wette zu weinen, denn so gemütlich die Nacht in Omas Federbett auch gewesen war, sie konnten überhaupt nicht verstehen, warum die Mama sie jetzt hier ganz alleine ließ, wo sie doch sonst die Oma so selten zu sehen bekamen, dass sie sich kaum an sie erinnern konnten. Doch Oma Amalie nahm die Gitarre zur Hand und sang ihnen ein Weihnachtslied, das sie noch nie gehört hatten: „A baby just like you“ und dann fingen sie doch recht bald wieder an zu lächeln.

Danach zeigte sie ihnen ihr kleines Gehöft. Es war eines dieser kleinen Anwesen, die man in Dänemark „Husmandssted“ nannte. Das Land reichte lediglich für eine kleine Familie, um sich vom Garten und ein paar Tieren zu ernähren.

Viel Vieh hatte die Oma heute nicht mehr, nur noch eine Kuh, drei Ziegen, ein paar Schafe und zwei Dutzend Hühner. Doch die hielten sie auch auf Trapp. Mads und Linnea waren ganz erstaunt, als sie den alten Stall betraten. So etwas hatten sie noch nie gesehen, denn schließlich wohnten sie in Dänemark ja in der Stadt!

Zwar war es nur eine Kleinstadt und auch nicht weit vom Meer und vom Wald entfernt, doch so richtig in einem Stall waren sie noch nie gewesen, nur einmal mit dem Kindergarten und das war bei einem modernen Großbauern. Da hatte alles ganz anders ausgesehen und war so furchtbar hell gewesen.

Aber hier war alles dunkel, überall war Holz und Heu und obwohl es ein wenig unheimlich wirkte, irgendwie war es auch urgemütlich und schön warm war es auch, fand Linnea, die schon wieder dabei war, ein wenig zu frösteln.

Schnell halfen sie der Oma, Eier für das Mittagessen einzusammeln, denn heute sollte es Pellkartoffeln, Rührei und einen grünen Salat geben. Eigentlich mochte Mads ja gar keine doofen grünen Blätter, doch mit den selbst gesammelten Eiern schmeckten sie wirklich toll.

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Euselia

Nach dem Essen hatten sie ein kleines Mittagsschläfchen machen sollen, doch weder Mads, noch Linnea, waren müde genug, um sich hinzulegen.

Da fiel der Oma das Päckchen ein, was sie ja von ihnen erhalten, aber noch nicht ausgepackt hatte.

Schnell holte sie es hervor, packte es vor den Kindern aus und lobte den wunderschönen Adventskranz.

Er bekam einen Ehrenplatz auf dem alten Klavier und Mads und Linnea strahlten über beide Backen.

Als sie die Kinder fragte, wo sie denn all die schönen Dinge gefunden hatten, erzählten sie ihr vom Wäldchen in der Nähe ihres Elternhauses und da kam Amalie die Idee, den Kleinen den hiesigen Wald zu zeigen.

Den Nachmittag verbrachten sie damit, mit dem Bollerwagen umherzustreifen, um Tannenzapfen, Reisig und Kleinholz zu suchen, da die Oma ja noch einen uralten schwedischen Kachelofen im Haus hatte, der Tag und Nacht versorgt werden musste.

Als die kleinen Schmutzfinken glücklich, aber übermüdet, wieder ins Haus zurückkamen, wollte die Oma sie in die Wanne stecken, doch was war das denn? So etwas hatten Mads und Linnea auch noch nie gesehen! Das Wasser kam ja gar nicht aus einem ganz normalen Wasserhahn, sondern aus einem kleinen Ofen, der auch mit Holz geheizt wurde! Auch war das Badezimmer überhaupt nicht warm und der Fußboden so eiskalt, dass im Bad Nebelschwaben über der Wanne schwebten! Doch das war lustig, so konnte man sich in der feuchten Luft verstecken, Burgen aus Seifenblasen bauen und nach Herzenslust plantschen!

Schön warm abegrubbelt hatte die Oma sie nun neben dem Ofen in der guten Stube platziert, als sie das Abendbrot zubereitete.

Zeit, etwas Besonderes zuzubereiten hatte sie an jenem Abend nicht, also gab es lediglich Butterbrote – mit selbstgemachter Butter, Tomatenscheiben und gehackter Zwiebel. Sie war überrascht, wie sehr es den Kleinen mundete, ganz so als hätten sie tagelang nichts gegessen!

Zum Nachtisch holte sie ein Glas selbstgemachte Blaubeermarmelade aus der Speisekammer. Sie musste lachen, als sie die verschmierten Gesichter sah. Wie lange war es doch her, dass ihre eignen Kinder mit Blaubeer-Gesichtern auf der Küchenbank gehockt hatten und nicht wussten, wohin mit den kleinen klebrigen Fingern!

Auch an jenem Abend kam sie nicht sehr weit mit der Gute-Nacht-Geschichte. Die Kleinen waren einfach zu erschöpft von ihrem Waldspaziergang!

Das Weihnachtslied, das die Oma sang

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Jiangmillington

A baby just like you

Text: www.metrolyrics.com/a-baby-just-like-you-lyrics-john-denver.html

Von John Denver und Joe Henry

Von dem Album „A Christmas Together“

Das Essen, das sie zu Mittag assen: Pellkartoffeln mit Rührei und grünem Salat

Kartoffeln mit Schale kochen und abpellen.

Für das Rührei etwas Butter in der Pfanne schmelzen und per Person 3 Eier in die Pfanne schlagen.

Gehackte Petersilie, Schnittlauch und Dill unter das Ei mischen und alles gut verrühren.

Für den Salat eine Sauce aus 4 EL Sahne, dem Saft 1 Zitrone, etwas Pfeffer, Salz, Zucker, Dill und 2 EL Distelöl anmachen und kleingeschnittenen Kopf- oder Eisbergsalat darin wenden.

Der Advenrtskranz, den die Kinder bastelten:

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Gellinger

Man braucht:

4 selbstglühende Plastikkerzen

2 – 8 Tannenzapfen

Winzige Tannenzweige

Hagebutten, getrocknete Beeren oder Pilze, kleine Äste, Blätter oder anderes aus dem Garten

Muscheln und Strandgut

Holzanhänger, wenn man eine Bonboniere nimmt

Bastelanleitung:

Dies ist ein sehr einfacher Adventskranz, damit kleine Kinder ihn anfertigen können.

Hat man eine Bonboniere, dann befestigt man zuerst die Holzanhänger mit Tesa-Film auf der obersten Schale.

Man verteilt danach die Zweige und alles andere aus dem Wald auf den Schalen der Bonboniere.

Auf die oberste Schale kommen die 4 Kerzen.

Hat man nur einen Teller und keine Bonboniere, würde ich die Holzanhänger ganz weglassen.

Zum Schluss mit Muscheln und Strandgut dekorieren oder alternativ Pfefferkuchen nehmen um Akzente zu setzen.

Quelle:

Schwedische Weihnachten im Leuchtturm

Schwedische Weihnachten im Leuchtturm – Eine Adventskalendergeschichte

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