Fish and Chips

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Für Zwischendurch

Zu Weihnachten isst man ja nicht nur Pute, sondern muss ja schließlich jeden Tag etwas essen. Darum haben wir ein paar kleine englische Gerichte ausgesucht, die für die Zeit vor und zwischen den Feiertagen ideal sind, wenn man keine Lust mehr hat, noch mehr Pute oder Truthahn zu essen.

Der typische Engländer isst Fish&Chips ja immer ohne Salat. „Mushy Peas“ gibt es allerhöchstens dazu. Da ist leider keine richtige Erbsensuppe und auch kein Erbsenpüree, wie wir es kennen, sondern so ein Mittelding, das mehr oder weniger nach gar nichts schmeckt, aber immer noch wie dicke, grüne Erbsensuppe aussieht. Mein Tipp: Wenn Sie Erbsen dazu haben wollen, nehmen Sie entweder TK-Erbsen oder einfach deutsches Erbspüree aus der Dose. Das schmeckt besser.

Bei uns wird aber immer Salat zu den Fish&Chips gegessen und somit haben wir das Rezept für einen unserer Lieblings-Wintersalate hinzugefügt. Der schmeckt auch gut zu dem darauffolgendem Gericht. Obwohl… einen anderen Salat haben wir dazu natürlich auch!

Dass die Briten so wenig frisches Obst und Gemüse essen, liegt teilweise am 2. Weltkrieg, aber auch daran, dass früher mit „human waste“ gedüngt wurde und somit war es auch nicht ungefährlich, Salat oder rohes Obst und Gemüse zu essen.

Nachdem die Menschen daran erkrankt oder gar gestorben waren, wollte man ganz sicher gehen und kochte alles bis es mehr oder weniger tot war.

Heutzutage ist natürlich alles anders, doch alte Gewohnheiten halten sich hartnäckig.

Die Fish&Chips sind aber wirklich etwas ganz Leckeres und in England werden sie mit „Batter“ (einer Teig-Art) mariniert, was anders schmeckt, als herkömmlich panierter Fisch. Aber es ist sehr, sehr lecker.

Fish and Chips

Zutaten für 4 Personen:

FISCH

500 g portionsweise zurechtgeschnittenes Dorschfilet

BATTER

2 Eier

175 g Mehl

2 dl Milch

Zucker

Salz

CHIPS

2 kg Kartoffeln

Öl

Zubereitung:

BATTER aus 2 Eiern, 175 g Mehl, 2 dl Milch, etwas Zucker und Salz zubereiten.

Den Fisch darin wenden und so lange bei nicht zu hoher Temperatur frittieren, bis er ganz durch, aber die Kruste noch immer gold-farbig, ist.

Für die CHIPS 2 kg Kartoffeln schälen, waschen, in flache Boote schneiden, 30 Min. im Wasser liegen lassen.

Öl auf 160 Grad erwärmen und die Chips darin halb gar kochen. Chips abkühlen und abtropfen lassen. Öl auf 190 Grad erhitzen und Chips fertig braten, bis sie eine goldene Farbe haben und durch sind.

Tipp:

Entweder mit „Tartar Sauce“ oder mit „Salt&Vinegar“ (Salz und Malzessig) würzen.

Es heißt übrigens „Salt&Vinegar“ weil es ganz wichtig ist, dass zuerst das Salz rauf kommt und dann erst der Essig, ansonsten bringt es den Engländer nämlich leicht auf die Palme, weil er sich über die schwabbelige Konsistenz beschweren wird, die der Essig anrichtet, wenn man diese uralte Hausregel nicht befolgt!

Tartar Sauce

Ohne „Tartar Sauce“ geht in England gar nichts! Na ja… jedenfalls bei uns, da wir diesen säuerlichen Geschmack total lieben. Wir essen sie nicht nur zu Fish&Chips, sondern auch zu Salat und auf Sandwiches und zu Fleisch oder vegetarischen Gerichten schmeckt sie auch hervorragend.

Interessant ist aber, dass sie im Grunde aus Frankreich kommt und „Sauce Tartare“ heißt.

Wer aber in Deutschland wohnt, hat auch Glück, denn die deutsche Remoulade ist fast genauso lecker. Alles, was ihr fehlt, um so wie die englische oder französische Variante zu sein, sind lediglich fein gehackte saure Gurken (oder Salzgurken) und ein paar Kapern.

Zutaten:

Deutsche Remoulade (beispielsweise 100 g)

Salzgurken (beispielsweise 40 – 60 g fein gehackte Gurken)

Kapern (beispielsweise 6-12 Kapern, gerne auch zerkleinert)

Zubereitung:

Deutsche Remoulade mit klein gehackten Salzgurken und Kapern verfeinern.

Tipp:

Alternativ eine gute Mayonnaise mit Malzessig und gehackten Salzgurkenstückchen verfeinern. (Das muss man in Skandinavien machen, da es hier eine ganz andere Sorte Remoulade gibt.)

Quelle:

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Das britische Weihnachtsfest

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