Haus, Wohnung oder Ferienhaus in Norwegen kaufen – mit Links

Was Sie in diesem Artikel finden:

Um Ihnen die Navigation etwas leichter zu machen, können Sie hier auf einem Blick sehen, über welche Themen Sie dieser Artikel informiert:

  • Generelles übers Land und die Lebensumstände
  • Welche Lage wird gewünscht?
  • Wer kann in Norwegen ein Haus oder ein Ferienhaus erwerben?
  • Finanzielles
  • Wie kommt ein Kauf zustande?
  • Immobilientypen
  • Zuschüsse
  • Sprachliches und Immobiliensuche – mit vielen Links, Vokabular und Wörterbuch
  • Worauf sollte man beim Hauskauf achten?
  • Vermietung

pexels-photo-358589.jpeg

Generelles übers Land und die Lebensumstände

Norwegen ist wunderschön, was die Natur anbelangt. Das Land hat 25.000 Kilometer Küste und somit ist es nicht unmöglich, in der Nähe des Wassers zu wohnen.

Jedoch kommt es hier sehr auf die Lage an. Es gibt absolut idyllische Locations in Toplage, die heutzutage 11 Monate im Jahr wie ausgestorben sind, weil dort die Ferienhäuser der Reichen liegen.

Dann gibt es das Gegenteil: Gebiete, die so abseits liegen, dass deshalb keiner da mehr wohnen will, obwohl es dort im Grunde wunderschön ist. Doch das Leben in rauer Natur erfordert, dass man mit ihr auch auf täglicher Basis klarkommt. Obwohl heutzutage sehr viele Tunnel existieren, kann es einem in manchen, sehr abgelegenden, Gebieten immer noch passieren, dass man im Winter nur schwer wegkommt, weil dann der Weg über die Berge abgeschnitten ist und man allerhöchstens mit dem Postschiff (Hurtigruten) wegkommt.

Früher war das noch viel extremer. Da gab es viele einfache Bauern, die das Tal, in dem sie geboren waren, ein ganzes Leben lang nicht verliessen. Das beschreibt beispielsweise die norwegische Autorin Berte Bratt sehr tr effend in ihren Jugendromanen.

norway-mountain-sky-blue.jpg

Welche Lage wird gewünscht?

In und um Oslo, Bergen, Trondheim, Stavanger und Trøndelag herum sind die Immobilienpreise natürlich am höchsten und Norwegen ist ein sehr teures Pflaster!

Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch, aber auch die Gehälter. Das macht es bespielsweise für deutsche Handwerker interessant, die in Deutschland Geringverdiener sind, sich in Norwegen aber durchaus ein Haus und ein Leben in schönster Natur mit ihrer Familie leisten können.

Doch wie gesagt, was man sich leisten kann, hängt nicht nur davon ab, was man verdient, sondern auch von der Lage der Immobilie.

Was allerdings die Lebenserhaltungskosten betrifft, ist es so, dass viele Norweger in Schweden einkaufen. Die Schweden kaufen in Dänemark ein und die Dänen dann wiederum in Deutschland. Obwohl sich das Letztere heute nicht mehr viel nimmt, denn in Deutschland sind die Lebenserhaltungskosten seit der Einführung des Euros so gestiegen, dass heutzutage vieles in Dänemark billiger ist.

pexels-photo-811029.jpeg

Wer kann in Norwegen ein Haus oder ein Ferienhaus erwerben?

Seit Januar 2004 ist Norwegen Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR oder EØS in Skandinavien).  Daher ist es für Deutsche und für andere EU-Bürger grundsätzlich möglich, Immobilien und Grundstücke in Norwegen zu erwerben.

Generell kann gibt es allerdings einiges zu beachten.

Um leerstehende Objekte zu vermeiden, erlassen immer mehr Siedlungen eine Konzessionspflicht.

Unter anderem ist es momentan generell so, dass wenn ein Grundstück mit der darauf stehenden Immobilie nicht größer als 100.000 m² ist (und davon nicht mehr als 20.000 m² landwirtschaftlich genutzt werden dürfen), steht einem Kauf nichts entgegen. Andernfalls muss man sich bei den örtlichen Behörden eine gebührenpflichtige (momentan 0,3 Prozent des Gesamtpreises) Konzession besorgen. Auch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man konzessionspflichtige Immobilien und Grundstücke nur als Hauptwohnsitz erwerben kann und somit innerhalb eines Jahres dort einziehen muss. Das Gleiche gilt beispielsweise auch für Andelsboliger. Auch hier muss man tatsächlich drin wohnen.

Darüber hinaus sollte man beachten, dass für den Erwerb einer Immobilie in Norwegen eine norwegische Identifikationsnummer nötig ist. In der Regel kann man sie problemlos durch den Makler erhalten, der das Objekt zum Verkauf ausgeboten hat. Beachten Sie auch, dass er auf eine Summe von 10 Millionen Kronen versichert sein sollte.

Es ist zu empfehlen, dass man sich rechtlichen Beistand sucht, obgleich dieser nicht unbedingt für die Unterzeichnung eines Vertrages notwendig ist. Nicht nur ändern Regeln und Gesetze sich ständig, man sollte auch den Markt gut genug beurteilen können und unter anderem auch wissen, welche steuerlichen Konsequenzen das Ganze hat.

pexels-photo-577697.jpegFinanzielles

Generell kann man sagen, dass es in Norwegen Immobilien in sehr unterschiedlichen Preisklassen gibt. Obgleich Oslo zu den teuersten Städten der Welt zählt, gibt es in abgelegenden Gegenenden Immobilien, die nur schwer verkauft werden können und somit auch einen relativ niedrigen Kaufpreis haben. Die Spanne reicht also von mehreren Millionen Euro bis weniger als 30.000 Euro, je nach Lage, Beschaffenheit und Grösse der Immobilie.

Ausser der Kaufsumme muss man für den Grundbucheintrag ca. 200 Euro und für die Grunderwerbssteuer 2,5 % einplanen. Dazu kommen Nebenkosten und andere Fixkosten, die regelmässig anfallen werden.

Maklerkosten liegen in der Regel bei 2,5% des Kaufpreises. Meistens werden sie vom Verkäufer übernommen. Es sei denn, man hat selbst den Auftrag erteilt.

Hinzu kommen die Ausgaben für die Beratung unterschiedlicher Fachleute (RA, Ingenieur etc.), die Sie eventuell in Anspruch nehmen möchten und Versicherungen. Die müssen Sie natürlich auch selbst bezahlen.

 

Ein Eigenheim (Eierbolig) zu besitzen, ist in Norwegen recht normal. Wie man an diesem norwegischen Artikel sehen kann, wird es als Armutsfalle bezeichnet, kein Eigenheim zu besitzen und man legt ganz besonders Førstegangskjøpere (den Leuten, die zum ersten Mal ein Objekt erwerben möchten) nahe, dies auch tatsächlich zu tun. Somit besitzen auch bereits die Hälfte aller jungen Leute im Alter von 26 – 29 Jahren ein eigenes Zuhause.

Um den Kauf eines Objektes durchführen zu können, muss man entweder den Kaufpreis auf den Tisch legen können (was so gut wie niemand tut) oder man braucht einen Finansieringsbevis von seiner Bank, der besagt, für welche Summe man ein Haus kaufen kann. Somit wissen Makler und Verkäufer, dass die Bank bereit ist, die Immobilie für zu finanzieren.

Ich würde aber nicht die erstbeste Bank nehmen. Es gibt da grosse Unterschiede. Zum einen ist es selten klug, die gleiche Bank für die Finanzierung des Eigenheims zu nehmen, die schon andere Kredite finanziert hat und wo auch das Gehalt eingeht, denn sobald es einmal Schwierigkeiten geben sollte, kann man mittellos dastehen, weil die Bank einen darin verhindern kann, über sein eigenes Geld zu verfügen.

Zum anderen muss man Raten, Gebüren, Beiträge und Zinsen vergleichen. Wo wird wieviel abgezahlt, während bei einem anderen Kreditinstitut vielleicht eher nur Beiträge entrichtet werden? Man muss das alles ganz genau prüfen und die Angebote der unterschiedlichen Banken und Realkreditinstituter vergleichen und vor allem alles ganz genau durchlesen!

Lånetyper – unterschiedliche Hypotheken und Kredite

Prinzipiell gibt es momentan 3 unterschiedliche Arten von Hypotheken/Krediten, die den Hauskauf u.a. auch mit Hilfe des Staates finanzieren:

  • Førstehjemslån: Besitzt man in Norwegen noch keine Immobilie, kann man sich bei der Bank um einen sogenannten ”førstehjemslån” bewerben.  Hierbei hat man fast rente (einen festgelegten Zinssatz) für die ganze Laufzeit der Hypothek. Will einem die Bank nicht genug leihen, kann man sich um einen “Startån” bewerben.
  • Startlån: Für einen Startkredit muss man mit der Kommune reden.
  • Grunnlån: Plant man einen Neubau oder eine Renovierung eines Bestandhauses, kann man bis zu 80% bei Husbanken (die dem Staat gehört) finanziert bekommen. Die Bau-oder Renovierungsarbeiten müssen aber von der Bank genehmigt werden. Dabei wird u.a. auf Umweltfreundlichkeit und Effektivisierung Wert gelegt.

In Norwegen werden normale Hypotheken in der Regel über 20 – 30 Jahre abgezahlt. Möchte man Angebote vergleichen, kann man dies hier u.a. tun: finansportalen.no.

So etwas ähnliches wie einen Bausparvertrag gibt es auch in Norwegen: BSU – boligsparing for ungdom heisst er. BSU ist für junge Leute unter 34 gedacht und gibt Steuererleichterungen und das Recht, letztendlich eine Hypothek aufzunehmen.

pexels-photo-266786.jpegWie kommt ein Kauf zustande?

Generell ist es sinnvoll, wenn man Land, Leute und den Immobilienmarkt schon kennt, um das passende Objekt in der richtigen Region zu finden. Manche empfehlen, sich vor Ort erst einmal eine Mietwohnung zu nehmen, um in Ruhe zu schauen. Ich würde eher davon abraten, da so etwas sehr teuer werden kann. Nicht nur bekommt man oft die Kaution (Depositum/Kausjon) nicht wieder zurück, man riskiert unter Umständen auch, dass der Hauseigentümer auf Kosten des Mieters unnotwendige Renovierungen durchführt. Natürlich kann man sich vor Gericht dagegen wehren, doch so etwas kostet alles Zeit, Nerven und natürlich Geld.

Besser ist es, wenn man ein paar Mal in Norwegen Urlaub macht, und während dessen so viel herumfährt, dass man das ganze Land kennenlernt. Sollte man wünschen, über einen etwas längeren Zeitraum an einem Ort zu recherchieren, ist es vermutlich sinnvoller im Hotel, in einem B&B-Haus oder irgendwo zur Untermiete zu wohnen, da man dabei keine Verpflichtungen eingeht.

Hat man unterschiedliche Objekte gefunden, die einem zusagen, sollte man einen Besichtigungstermin ausmachen. Es gibt auch “Open-House-Arrangements”, doch da ist man eben mit der Konkurrenz gleichzeitig da. Das Gute daran ist, dass man sieht, wer sonst noch bietet und ob das Objekt überhaupt begehrt ist. Wenn nicht, weiss man einerseits, dass man den Preis runterhandeln kann, anderseits ist es aber auch nicht unwahrscheinlich, dass die Immobilie entweder viel zu teuer ist oder sich generell schlecht veräussern lässt und somit keine gute Geldanlage darstellt.

Ist es aber ein begehrtes Objekt, zum fairen Preis oder gar günstig, ist es besser, man kommt der Konkurrenz zuvor und reicht rechtzeitig ein (eventuell befristetes) schriftiches Angebot ein. Aber aufgepasst! Ein solches Gebot wird als vorläufiger Kaufvertag angesehen und ist bindend! Daher kann man sich nur darauf einlassen, wenn man sich sicher ist, dass man die Immobilie auch tatsächlich kaufen möchte und finanzieren kann. Auch kann man nicht bei mehreren Objekten gleichzeitig ein Gebot einreichen. Der Käufer hat in Norwegen also weitaus schlechtere Karten als in den anderen skandinavischen Ländern.

Man kann auch ein Gebot einreichen, bei dem es gewisse Vorbehalte (bud med forbehold) gibt. Beispielsweise kann man sagen: “Ich bezahle soundsoviel, wenn dies und das repariert ist.

Beim Zustandekommen eines Vertrages sind ca. 10% Anzahlung üblich.

 

In Norwegen muss der Kauf einer Immobilie nicht notariell beurkundet werden.  Privatwirtschaftliche Verträge und Auflassungsurkunden sind hingegen üblich. Das bedeutet, dass man sehr vorsichtig sein muss, was man unterschriebt und man sollte alles genaustens prüfen.

Kauft man über einen Makler, beantragt er alle Eintragungen und hilft, die Zahlungsabwicklungen in die Wege zu leiten. Da ist es wie in den anderen skandinavischen Lämdern auch: Es ist in der Regel leichter und sicherer, eine Immobilie zu kaufen, die von einem Makler ausgeboten wird, zumal unter diesen Umständen der Käufer dann die Maklerkosten tragen sollte.

Aufgrund eines Interessenkonflikts würde ich aber den Grundbucheintrag (und anderes) von meinem einigen Rechtsanwalt/Notar prüfen lassen.

 

Fragen kann man eventuell auch an den Verbraucherrat (norsk forbrukerrådet) richten.

Es gibt auch eine Seite, die heisst “Ny i Norge” (Neu in Norwegen). Man kann hier unterschiedliche Informationen zum Thema “Bolig” (wohnen/Wohnraum) finden. Diese Seiten sind allerdings meist in norwegischer Sprache.

pexels-photo-262048.jpeg

Immobilientypen

Ich weiss, ausländische Touristen haben andere Kriterien als Skandinavier wenn sie eine Immobilie bei uns erwerben wollen. Ihnen ist es wichtig, ob man neben der Hütte angeln kann, ob das Haus am Meer liegt oder die Wohnung zentral genug ist, damit man auch zu Fuss alle Sehenswürdigkeiten, Restaurants etc. erreichen kann.

Will man aber ein Objekt von einem norwegischen Makler kaufen, das nicht künstlich überteuert ist, dann kann es nützlich sein, herauszufinden, was hinter den skandinavischen Namen für bestimmte Immobilientypen steckt. Aus skandinavischer Sicht gibt es allerdings (neben den Ferienhäusern (Sommerhus/Hytte), richtigen Hütten (Hytte), Höfen und Wohnungen) die folgenden 4 Haustypen in Norwegen, die davon zeugen, wie “zivilisiert” das Land in den letzten Jahrzehnten geworden ist. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist schwer zu sagen. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Aber “zivilisiert” ist das einzige Wort, das mir dazu einfällt, wenn ich beobachte, wie es jetzt schon überall diese kleinen Häuschen und Socialboliger gibt, selbst in ganz kleinen Ortschaften auf dem Lande, und wie plötzlich alles zubetoniert ist, wo es früher allerhöchstens einen Trampelpfad gab. Verstehen Sie mich nicht falsch, Norwegen ist immer noch ein wunderschönes Land mit sehr, sehr viel atemberaubender Natur, aber das Zivilisieren des Landes schreitet schnell voran.

Das sind die Boligtyper (Immobilienarten), die für die Meisten relevant sind:

  • Enebolig: Ein selbstständiges Haus (in Skandinavien auch teilweise “Villa” genannt, Der deutsche Begriff “Villa” heisst hier “Palæ” oder “Patriciavilla”, je nach Grössenordnung). In dieser Immobilie wohnt normalerweise nur eine Familie (Einfamilienhaus).
  • Tomannsbolig: Ein Doppelhaus (dobbelthus, tvillingehus) – also zwei Häuser, die zusammengebaut wurden. Alternativ gibt es auch Kettenhäuser (kjedehuse), die sich fast wie Reihenhäuser aneinander reihen, aber zwischen denen immer etwas Platz (kleiner Weg/Gartenstreifen) liegt.
  • Rekkehus: Ein Reihenhaus, wie man sie auch in Deutschland kennt.
  • Blokk/terrassehus: Hier handelt es sich im einen Block (Wohnhaus) mit verschiedenen Immobilien, die zusammenhängen. In der Regel sind das Wohnungen, teilweise in Terrasenform angelegt oder mit mehreren Etagen gebaut (boligblokk/leilighedskompleks).

Darüber hinaus gibt es noch Anteilsimmobilien (Andelsboliger), bei denen einem nur ein Teil gehört, für den Rest zahlt man einen monatlichen Mietbetrag. Die Vereinigung, der die Immobilie gehört, in der man seinen Anteil gekauft hat, wird auf Norwegisch borettslaget genannt.

Aktieleiligheder (Aktienwohnungen) sind mehr oder weniger das Gleiche, nur kauft man hier eine Aktie in einer Boligaktieselskab und hat somit das Recht erworben, dort billig zur Miete zu wohnen.

pexels-photo-544112.jpeg

Zuschüsse

Dass Bruce Springsteens Freund in der Serie Lillyhammer über das norwegische Sozialsystem mit extrem schrägem Humor herzieht, hat seinen Grund: Es ist teilweise unglaublich, was der Staat alles finanziert, und somit kann man, wenn man in Norwegen ein Haus oder eine Wohnung mieten will, manchmal auch bestimmte Zuschüsse erhalten. Ja, sogar wenn man ein Haus erwerben will und nicht die Mittel hat, es selbst zu finanzieren, gibt es oft günstige Kredite!

Boligtilskud (Wohnzuschüsse) sind aber generell Menschen vorbehalten, die sich auf dem Immobilienmarkt in Bedrängnis befinden. Allerdings kann diese Finanzierungshilfe auch zum Kauf einer Immobilie, für Verbesserungen/Renovierungen etc. und zum Umfinanzieren bewilligt werden, damit jemand in seinem Zuhause wohnen bleiben kann. Hierfür bewirbt man sich bei der Kommune.

Wie bereits erwähnt, kann ein Startlån (Startkredit) helfen, wenn man keine ausreichenede Finanzierung von der Bank erhalten kann. Auch hier wendet man sich an die örtliche Verwaltung (Kommune).

pexels-photo-276554.jpeg

Sprachliches und Immobiliensuche

Wer will, kann natürlich über ein deutsches Portal im Internet nach norwegischen Immobilien suchen. Beispiele gibt es hier:

Persönlich würde ich aber lieber nach norwegischen oder zumindestens nach skandinavischen Portalen schauen.

Beispiele gibt es hier:

Verkauf:

hauptsächlich Vermietung:

Beispiele an überregionalen Tageszeitungen sind:

  • Dagbladet
  • Aftenposten
  • Dagens Næringsliv
  • Verdens Gang

Meiner Erfahrung nach sind die besten Annoncen aber meist in den regionalen Zeitungen und vor allem in den Annonceblättern, die gratis verteilt werden. Norske Lokalaviser (Norwegische Lokalzeitungen) kann man hier finden.

Um so einigermassen verstehen zu können, was da drinsteht, kann man dieses Wörterbuch benutzen:

dict.cc Norwegisch Deutsch

Hier sind die wichtigsten Begriffe erklärt:

  • (Eiendoms)megler – (Immobilien)makler
  • Visning – Besichtigung
  • Leie/husleie – Miete, kann auch raten bedeuten, die monatlich abzubezahlen sind
  • Salg – Verkauf
  • Kjøp – Kauf
  • Tomt – Grundstück
  • Bolig – Immobilie/Wohnung
  • Hus – Haus
  • Leilighet – Wohnung
  • Eiendom – Eigentum/Immobilie/Wohnhaus
  • Fritidsbolig – Ferienhaus/eine Immobilie, die nicht als erster Wohnsitz genutzt wird und für die andere Regeln gelten als für normale Wohnhäuser, Bauernhöfe und andere gewerbliche Immobilien
  • Trehus – Holzhaus
  • Hvitevarer – Hauhaltsgeräte (oft ist es so, dass sie, wenn sie im Exposé erwähnt werden, im Preis eingeschlossen sein sollten)
  • Møbler – Möbel (eher wichtig für Mieter, doch manchmal kann auch der Käufer das Möbilar übernehmen)
  • Brunevarer – TV, Radio, PC, Telefon etc. (eher für Mieter interessant)

Beherrscht man die deutsche Sprache, ist es nicht schwer, eine skandinavische Sprache zu erlernen. Ganz besonders wenn man dann auch im Land leben oder dort zu mindest regelmässig Urlaub machen möchte, ist es zu empfehlen, dies eventuell schon vor dem Kauf des Hauses zu tun.

Sollten Sie das Haus lediglich als Geldanlage kaufen, lassen Sie die Verträge übersetzen und sorgen Sie auch sonst dafür, dass keine sprachlichen Missverständnisse entstehen.

pexels-photo-116153.jpeg

Worauf sollte man beim Hauskauf achten?

Da Immobilien in Norwegn teilweise sehr teuer sein können oder wsenn sie billiger sind, sie oft so abgelegen sind, dass es schwer ist, dort hinzukommen oder sie zu vermieten, will der Kauf eines Hauses, einer Wohnung oder eines Hofes in Norwegen gut überlegt sein. Dazu nachfolgend ein paar Fragen, die Ihnen helfen können, sich etwas näher an diesen Entschluss heranzutasten:

  • Warum möchte ich eine Immobilie in Schweden erwerben?
  • Möchte ich dort arbeiten und hinziehen oder soll es eine Ferienimmobilie sein?
  • Wie passt das mit meinem momentanen Lebensstil zusammen oder möchte ich mein Leben völlig umändern?
  • Wie teuer wird das ausgewählte Objekt im Endeffekt werden? Muss ich renovieren? Würde ich die Genehmigungen erhalten?
  • Wie hoch sind die unumgänglichen Fixkosten und Nebenkosten im Jahr? (Steuer, Strohm, Wasser, Grundstückmiete, Müllabfuhr, Beiträge, Hypotheken etc.)
  • Gehört mir das Land oder ist das Grundstück lediglich gemietet? Wenn dem so ist, wie sind die Konditionen? Ist es zeitlich befristet? Habe ich ein Vorkaufsrecht? Oder hat gar jemand anderes ein Vorkaufsrecht?
  • Was muss ich als Ausländer beim Hauskauf in Norwegen beachten? Fragen Sie Makler/Rechtsanwalt/Notar nach möglichen Regeln und Gesetzen, die Sie beachten sollten. Grundsätzlich sollten Ausländer den Einheimischen gleichgestellt sein. Es gibt aber auch Ausnahmen.
  • Ist das ausgewählte Objekt eine sinnvolle Geldanlage? Werden Sie es leicht wieder veräussern können? Wie ist die generelle Entwicklung auf dem Immobilienmarkt in dieser Region? Ist es auch nach einer eventuellen Renovierung noch gewinnbringend zu verkaufen?  Befragen sie dazu unterschiedliche Makler und Nachbarn, die in der Nähe des Objektes wohnen und untersuchen Sie selbst den Trend im Internet, indem Sie die Entwicklung des Immobilienmarktes über einen längeren Zeitraum beobachten und auch untersuchen, zu welchem Preis die Immobilien nicht nur angeboten, sondern letztendlich auch verkauft wurden.
  • Sollten Sie sich für ein Handwerkerobject entscheiden, seien Sie realistisch. Können Sie es selbst renovieren oder haben Sie die nötigen Mittel, Handwerker zu bezahlen? Kann das Haus eventuell ohne Heizung über einen gewissen Zeitraum leerstehen, ohne dass es zu sehr zerfällt? Bei den meisten Objekten ist dies nicht der Fall.
  • Wie oft gedenken Sie, das Haus zu benutzen? Wird sich der Kauf für Sie wirklich lohnen oder ist es vielleicht doch sinnvoller für den Urlaub ein Ferienhaus zu mieten?
  • Wie werden Sie zum Haus hinkommen? Haben sie ein Auto, das für diesen Zweck gross genug ist und in dem es komfortabel genug ist, lange Distanzen zurückzulegen? Oder haben Sie sich für ein Objekt in einer Lage entschieden, die auch mit öffentlichen Transportmitteln zu erreichen ist?
  • Haben Sie genüg Urlaub im Jahr, um auch genügend Zeit im Haus verbringen zu können? Oder würde der Hauskauf für Sie lediglich Arbeit und lange Fahrzeiten bedeuten?
  • Brauchen Sie vor Ort ein eigenes Auto? Wollen Sie mit Ihrem eigenen Auto hochfahren oder eventuell lieber einen (gebrauchten?) Zweitwagen in Norwegen erwerben? Ist es sinnvoll für Sie, diese zusätzlichen Fixkosten zu haben? Momentan gibt es in Norwegen besondere Konditionen für El-Biler und Hydrogen-Biler, die diese Autos sehr günstig machen, doch so etwas ändert sich. Finden Sie den aktuellen Stand heraus und informieren Sie sich auch über die Benzuiinpreise, die ironischerweise in Norwegen sehr hoch sind.
  • Wie werden Sie sich versorgen, wenn Sie im Haus wohnen? Wo ist der nächste Supermarkt? Wo eventuell Schule, Arzt, Krankenhaus und Werkstatt? Beachten sie, die die Lenbenshaltungskosten in Norwegen sehr, sehr hoch sind und auch dass das Angebot in den Geschäften sehr begrenzt ist.
  • Kann man das Wasser im Haus trinken oder wie werden Sie sich mit Trinkwasser versorgen? Beispielsweise ist das Wasser in Oslo sogar in den feinen Hotel gelblich.
  • Sollten Sie nur ein Grundstück kaufen, schauen Sie sich an, welche Genehmigungen vorliegen und ob Wasser und Strom schon angeschlossen sind. Manchmal ist es auch unmöglich, Wasser oder Strom anzuschliessen oder gar eine Baugenehmigung zu erwerben.
  • Welche Pläne bestehen in der Nachbarschaft? Wie steht es mit der Umweltverschmutzung? Riecht es im Sommer nach Gülle oder stinkt es vielleicht das ganze Jahr über? Warum will der jetzige Besitzer verkaufen. Was sagt er? Was ist der wirkliche Grund?
  • Lassen Sie sich Fotos zeigen, wie das Objekt während der unterschiedlichen Jahreszeiten aussieht. Wie hoch liegt der Schnee? Welche Verpflichtungen folgen mit dem Kauf? Müssen Sie die Strasse im Winter räumen oder gar selbst teeren lassen, wenn sie nicht mehr in Ordnung ist? Kann man im Winter überhaupt zum Haus hinkommen? Wie weit nördlich liegt die Immobilie? Können Sie mit dem Mangel an Tageslicht im Winterhalbjahr leben?
  • Sollte das Objekt Teil einer Siedlung oder einer Anteilsgemeinschaft sein, überlegen Sie sich genau, ob Sie diese Verpflichtungen und Fixkosten als sinnvoll ansehen.
  • Sollte sich das Haus in der Wildnis befinden, erkundigen Sie sich, welche wilden Tiere in der Nähe leben.
  • Sollte sich das Haus am Wasser befinden,  recherchieren Sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Sturmfluten und Überschwemmungen ist.
  • Klären Sie eine eventuelle Schuldenfrage. Ist die Immobilie irgendwie ungünstig belastet? Wenn unterschiedliche Hypotheken drauf sind, gibt es in der Regel eine Reihenfolge, in der sie abgelöst werden müssen. Das sollte für den Käufer zwar irrelevant sein, doch manchmal gibt es Ausnahmen.
  • Stellen Sie sicher, dass das Haus keine versteckten Mängel hat. Sollten Sie sich selbst nicht so gut auskennen, dass Sie das beurteilen können, ziehen Sie einen Fachmann zu Rate. In Norwegen ist es so wie in Dänemark: als Käufer verlangt man nach einem Tilstandsrapport, der der den Zustand des Hauses beschriebt und dabei alle Fehler, Mängel, Energieklasse u.s.w. berücksichtigt. Erschrecken Sie aber nicht, wenn Sie so einen zum allerersten Mal sehen, alle Häuser haben Mängel und kaum ein Haus ist super-isoliert. Man muss sich nur sichern, dass man kein Haus kauft, dessen Instandhaltung ein Vermögen kostet, weil es gravierende versteckte Mängel hat, die man erst viel später bemerkt. Hierzu gibt es in der Regel bestimmte Versicherungsangebot, die manchmal sehr sinnvoll sind, manchmal nicht. Man muss das Kleingedruckte lesen, sich gut beraten lassen und die Risiken und die Alternativen abwägen.

pexels-photo-417372.jpeg

Vermietung

Es sei denn, man hat ein Haus oder eine Wohnung in Toplage erworben, kann man nicht unbedingt damit rechnen, so oft an Feriengäste zu vermieten, wie man es gerne tun würde. Wer erwägt, beispielsweise einen Teil des Hauses ganzjährig an ganz normale Mieter zu vermieten, sollte das norwegische Mietgesetz (Husleieloven) kennen.

Um an Touristen zu vermieten, kann man sich an zwar an die grossen internationalen Firmen wenden, die gegen Provision B&B-Gäste und andere Feriengäste vermitteln, jedoch haben diese Firmen auch ihre Schattenseiten, die so gravierend sind, dass wir sie selbst nicht benutzen. Wir halten uns lieber an das zuständige Fremdenverkehrsamt (Turistinformasjon). Da bekommt man zwar nicht so viele Mieter, dafür wird man aber weder von der Firma, noch von destruktiven Gästen terrorisiert.

pexels-photo-91216.jpeg

Bitte beachten Sie bitte, dass ich kein Experte bin. Die Informationen in diesem Artikel beruhen lediglich auf eigener Erfahrung und auf sorgfältigen Recherchen. Regeln, Gesetze und Umstände ändern sich. Darum suchen Sie sich bitte einen guten Rechtsanwalt und anderen fachlichen Beistand, der Sie gewissenhaft beraten kann.

 

Bildmaterial:

Pexels.com

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s