Moderne Küche im skandinavischen Stil: Einrichtungsideen zum Selbermachen

Viele kennen grossräumige, moderne, skandinavische Küchen aus den Medien und gehen davon aus, dass es sich dabei um luxuriöse Häuser handeln muss, die eine solche Küche beherbergen. Das ist aber meist gar nicht der Fall. Man kann diesen Stil auch mit wenig Geld in seinen eigenen vier Wänden verwirklichen.

 

Nachfolgend fiinden Sie Tipps für vieles, das man selbermachen kann. Auch werden wir anhand von 2 skandianischen Küchentypen erläutern, was vorteilhaft ist und was einen weniger gelungenen Eindruck hinterlässt.

 

Zunächst zu den beiden klassischen Küchentypen, die jeweils in Dänemark und in Schweden und Norwegen sehr beliebt sind:

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Schon die Wikinger hatten einen Alrum in ihren Langhäusern. Das war ein Aufenthaltsraum, in dem gleichzeitig das Essen zubereitet wurde.

In den 70er Jahren wurde, ganz besonders in Dänemark, dieser Alrum wieder überaus beliebt. Man begann, die Wände zwischen Wohnzimmer, Küche und Esszimmer niederzureissen, um einen grossen Raum zu erhalten, indem die Familie es sich gemütlich machen konnte.

Dies ist beispielsweise auch ein wichtiger Bestandteil der berühmten dänischen Gemütlichkeit, die als Hygge bekannt wurde, denn hier kann die ganze Familie es sich gemeinsam gemütlich machen, während beispielsweise Essen zubereitet, Schulaufgaben erledigt oder Büroarbeiten ausgeführt werden.

 

Dänemark ist vorwiegend für reine, klare Linien und Minimalismus bekannt, doch es gibt auch andere Tendenzen, die einen ländlichen Charme haben.

 

Auf dem obigen Bild sieht man eine typisch dänische Küche, wie sie seit der 70er Jahre in den meisten Neubauten vorkommt. Anfangs waren die Flächen der Einbauküchen noch aus hellem Holz. Langsam ging man dann aber zum Weiss über, da dies weitaus mehr Licht in den Raum bringt, und Licht ist etwas, von dem man in Skandinavien nie genug bekommen kann!

In den letzten Jahren kamen dann noch Grautöne und Schwarz hinzu. Nach den überaus bunten 90er Jahren, in denen es mit warmen Tönen und Blumenmustern nur so wimmelte, hatte man wieder das Bedürfnis, sich auf das Minimalistische zurückzubesinnen.

Heute setzt man auf einen Schwarz-Weiss-Kontrast, in Kombination mit Stahl oder Silber, der für ein business-like Ambiente sorgt. Kombiniert wird es mit warmen Tönen, bei denen oft Naturmateriealien wie Holz und Stein zur Anwendung kommen.  Das sorgt dafür, dass der ganze Raum zwar organisiert und aufgeräumt aussieht, aber dennoch nicht zu kalt wirkt.

 

Gelungen ist an der oben abgebildeten Küche:

  • Ein dunkler Raum wurde geöffnet, indem man nicht nur das Alrum-Prinzip benutzte, sondern auch eine grosse Glasfassade, die sich öffnen lässt. Das viele Weiss tut sein übriges.
  • Man hat es geschafft, Lüftungschächte und andere (innen-)architektonische Herausforderungen so zu integrieren, dass sie nicht störend wirken. Um dies zu erreichen, hielt man die Raumgestaltung simpel und sorgte dafür, dass eventuelle Makel vom eintönigen Weiss verschwiegen werden. Hätte man hingegen unterschiedliche Farben genommen, waren sie womöglich betont worden. Ausserdem liegt der Fokus auf dem dunklen Fussboden und den Akzenten, die durch Möbel und Flächen in Schwarz und Solber gesetzt werden.
  • Der Raum ist überaus funktionell, bietet genügend Stauplatz und mehrere Aufenthaltsinseln, die dafür sorgen, dass ein offenen grossräumiger Eindruck entsteht, während der Raum muiltifuntionell genutzt wird. Das ist eine clevere Art, Platz zu sparen und gleichzeitig Grosszügigkeit zu suggerieren.
  • Die Kücheninsel ist gleichzeitig eine Theke, an der gefrühstückt werden kann. Das ist nicht nur platzsparend und praktisch, es ist auch optisch so gelungen, dass es ein Hingucker ist.
  • Die simplistischen weissen Flächen und die Holzverkleidung an der Decke wirken edel und suggerieren ein luxuriöses Ambiente. Das Gleiche tut der Wohnbereich, der hell, offen und wie ein moderner Wintergarten wirkt. Man lebt mit der Natur.
  • Designer-Möbel geben dem Raum einen exklusiven Touch und Persönlichkeit.

 

Weniger gelungen ist:

  • Die Möbel sind sehr stark zeitgebunden. Momentan sind sie modern, doch das wird nicht lange anhalten. Es sind zwar gediegene Stücke, aber keine Klassiker im traditionellen Sinne. Sie werden schnell unmodern werden und dem Raum dann ein kitschiges Flair verleihen.
  • Der Fussboden hat eine Farbe und Beschaffenheit, die nicht nur positive Assoziationen auslöst. Der warme Braunton ist zwar eine gute Idee, jedoch hätte man unter Umständen einen Stein auswählen können, der reiner, rustikaler und eben authentischer wirkt. Mein Favorit ist Marmor, doch auch Granit und bestimmte Fliesen, oder sogar ein Mosaik könnten den Raum vorteilhafter gestalten, so dass er auch noch in 20, 30 Jahren, oder sogar in einem halben Jahrhundert noch elegant wirkt.

 

Selbermachen kann man:

  • Die Farbe Weiss (Schneeweiss) in die eigene Küche integrieren, indem man jede Wand und die Decke konsequent so streicht. Keine anderen Wandfarben benutzen.
  • Eine existierende Einbauküche entweder weiss streichen oder vom Fachmann die Türen mit einer Spezialfolie beziehen lassen. Das ist in der Regel immer noch billiger, als eine neue Einbauküche zu kaufen.
  • Wichtig ist, dass man genügen Platz hat, um alles Notwendige verstauen zu können. Notfalls einige Schränke ergänzen oder Regale aus Metall, Holz oder Stein hinzufügen, die einen klassischen, minimalistischen Eindruck unterstreichen.
  • Aufräumen: Alles, was unnötig ist, rauswerfen. In offenen Regalen nur Dinge verstauen, die entweder einen eleganten, minimalistischen Eindruck hinterlassen oder alternativ relativ grosse Kisten aus Pappe, Holz oder Metall kaufen, die man selbst zusammenbauen kann, und die ein so hübsches Design haben, dass sie zum Stil passen und den Raum solmit aufwerten. Solche Kisten kann man beispielsweise in einem bekannten schwedischen Möbelhaus erhalten. Sie sind nicht teuer, machen gross was her und man kann mehr oder weniger alles darin verstecken, was ansonsten einen unaufgeräumten Eindruck hinterlassen würde.
  • Setzen Sie in ihrer eigenen Küche Akzente mit Chrom, Silber und Stahl. Das kann man mit einem Kühlschrank, Herd oder Ofen tun, aber auch mit kleinen Objekten wie einem Toaster, einer Kaffeekanne, Lampen oder Schüsseln. Holz bietet dazu einen wundervollen Kontrast, aber passen Sie auf, dass es nicht zu überlagert und eventuell einem Raum, der ohnehin schon dunkel ist, zu viel Licht wegnimmt! Man kann  beispielsweise hier und da eine Holstäfelung einsetzen oder Details wie Fenster, Rahmen etc. aus Holz kaufen. Aber auch hier machen die kleinen Akzente viel her, die nicht viel kosten: rustikale Holzschalen, Becher, massive Bretter und eventuell sogar eine zum Stil passende Arbeitsfläche aus Holz. Imitate sind nicht zu empfehlen. Alles soll ehrlich und authentisch wirken.
  • Auch beim Fussboden ist es optimal authentische Materiealien, wie Stein oder Holz zu verwenden. Hat man ein sehr kleines Budget, kann man sich helfen, indem man einen minimalistischen Mosaikfussboden aus Fliesenscherben selbst macht. Dieses Buch zeigt, wie man es auch als Laie schafft.

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In Norwegen und Schweden wird ebenfalls darauf geachtet, dass die Räumlichkeiten hell, leicht und gerne auch ein wenig luftig wirken. Jedoch werden hier eher klassische Tendenzen bevorzugt, als reiner Minimalismus. Das kann beispielsweise so aussehen wie auf dem obigen Foto.

Obgleich Hygge ein dänisches Wort ist, haben Norweger und Schweden mehr oder weniger das gleiche Konzept.

 

Gelungen ist an der oben abgebildeten Küche:

  • Hier wurden Küche und Esszimmer kombiniert. Das Design ist aber auch für Wohnungen geeignet, in denen man kein separtes Esszimmer hat. Dafür sorgt die Kücheninsel, die gleichzeig als Essplatz genutzt werden kann. Ist zu wenig Platz da, kann man sie auch an der Wand etablieren oder notfalls einen kleinen Tisch (oder Arbeitsplatte) zum Wegklappen anbringen.
  • Die helle Arbeitsfläche der Kücheninsel betont sie, so dass sie nicht nur physisch, sondern auch optisch zum Zentrum wird.
  • Der Raum ist funktionell, bietet reichlich Stauplatz und ist durchaus für eine Familie geeignet, die mehr Zeit zusammen verbringen möchte, obwohl hier kein Wohnbereich integriert wurde.
  • Die Materialien sind gediegen und werden auch in den kommenden Jahrzehnten noch modern sein. Das Gleiche gilt für das Küchendesign, das etwas ins Romantische geht, aber dennoch klassisch ist.
  • Die Kombination Weiss, Schwarz, Holz, Chrom, Stein und Grautöne wirkt neutral, entspannend und rein. Sie lädt zu ein, gegebenenfalls mit Ascessoires andere Akzente zu setzen, wenn die Mode sich ändert. Das wird kein grosser Aufwand sein, weder aus finanzieller, noch aus praktischer Sicht und somit ist diese Küche ausgesprochen zeitlos und praktisch.
  • Individuelle Möbel, die auch vom Flohmarkt stammen könnten oder gar antike Erstücke sind, verleihen dem Raum Persönlichkeit und Individualität. Die natürliche Farbpalette ist in Balance und unterstreicht ein warmes Ambiente.

 

Weniger gelungen ist:

  • Der Amerikaner-Kühlschrank ist momentan zwar noch ein Hit, jedoch sind solche Kühlschränke nicht nur teuer, sondern auch unpraktisch und werden nicht immer modern sein. Normale Kühl- und Gefierschränke tun es auch, solange sie entweder in der Speisekammer oder im Wirtschaftsraum stehen oder eine Oberfläche haben, die zum Design der Küche passt. Der Vorteil ist: Man braucht sie nicht ständig sauber zu machen, sie sind billiger, besser für die Umwelt und es wird bei gleichem Stauraum weitaus weniger Platz verschwendet.
  • Die schwarze Latte/Schiene über der Lampe richtet den Fokus auf die Decke, obwohl sie designmässig nicht viel zu bieten hat.
  • Die Oberfläche der Barstühle und die helle Tischplatte der Kücheninsel werden schnell unmodern werden. Man wird sie in den kommenden Jahren auswechseln müssen. Hier wäre ein zeitneutraleres Material optimaler gewesen.

 

Selbermachen kann man:

  • Obgleich diese Küche auf dem ersten Blick auch eine weisse Küche ist, herrscht hier eine ganze Palette von Weisstönen und dazu passend ausgewähltes Grau vor. Diese Weisstöne sind eine wundervolle Resource, die man ausnutzen sollte. Beispielsweise kann man unterschiedliche Weisstöne und Muster mit Hilfe von Textilien integrieren oder gar Porzellan zur Hilfe nehmen, um eventuell mit einer weissen Spüle, mit einer Schale, mit Schüsseln, oder mit Behältern, die zur Aufbewahrung von Kolonialwaren dienen, spannende nordische Akzente zu setzen.
  • Eine existierende Einbauküche können sie verändern, indem Sie sie entweder weiss streichen oder vom Fachmann die Türen mit einer Spezialfolie beziehen lassen. Kleine Listen, die man aufnageln oder aufkleben kann, bringen etwas altmodische Romantik in die Küche.
  • Wenn Sie bereits eine Einbauküche haben, können Sie unter Umständen auch erwägen, neue Türen zu kaufen, die besser zum gewünschten Stil passen.
  • Alternativ kann man eine Solche Küche auch erschaffen, indem man zum einen Regale kauft oder selber baut, die man hinter hübschen Vorhängen aus weisstönen versteckt. Alternativ kann man auf die gleiche art Unterschränke aus Holz selber bauen. Das ist ebenfalls eine sehr günstige Alternative. Dazu sucht man auf dem Flohmarkt nach Oberschränken, die allerdings aus keiner Einbauküche stammen sollten. Leichte Massivholzschränke aus den 80ger und 90ger Jahren, wie sie für das Wohnzimmer verwendet wurden, hatten oft einen Aufsatz, der sehr hübsch und ländlich aussieht und den man als Küchenschrank benutzen kann, wenn man ihn mit einem selbstgebauten unterschrank-Regal kombiniert. Man kann diese Schränke so belassen wie sie sind, denn das natürliche Holz ist wunderschön. Man kann sie aber auch weiss lackieren. Das Gute daran ist nicht nur, dass diese Schränke authentisch aussehen, das sie tatsächlich aus Holz sind, früher hat sie jeder gekauft udn heute will sie keine mehr im wohnzimmer stehen haben. Daher sind sie auf Flohmärkten und durch Kleinanzeigen heute preiswert zu erwerben.
  • Auch zui dieser Küche passen Akzente aus Chrom, Silber, Stahl und Stein. Jedoch passen sie auf, dass es nicht zu minimalistisch wird. Entgegen der ersten Küchen-Variation  darf es hier gerne ein wenig romantisch oder sogar etwas altmodisch sein.
  • Ein Holzfussboden oder Fliesen sind hier perfekt geeignet, um einen warmen Kontrast zum Weiss und zu Objekten aus Chrom zu bilden. Auch hier sollten sie unbedingt authentische Materialien wählen. Eine preiswerte Alternative ist auch bei diesem Küchenstil ein Fliesenmosaik, wobei man die Anleitung  in diesem Buch finden kann.
  • Haben Sie Erbstücke oder lieben Sie es auf dem Flohmarkt zu stöbern? Egal, ob Schranke, Stühle, Kommoden, Schalen, Bilderrahmen oder kleine Geräte, vioeles kann man benutzen, um einen persönlichen Akzent zu setzen, der gleichzeitig auch die natürlichkeit des Raumes unterstreicht.
  • Eventuell können Sie den Fussboden noch mit ein paar dazu passenden Brücken ergänzen, wenn dies Ihren Geschmacik trifft.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Anstelle einer Kücheninsel kann man einen rustikalen Tisch in die Küche integrieren, der das rustikale, nordische Ambiente unterstreicht. Dazu kann man durchaus einen alten Tisch vom Flohmarkt nehmen, den man zu Hause einfach mit Sandpapier abschleift. Das ist preiswert, macht aber ein wenig Arbeit. Danach kann der Tisch entweder so belassen werden oder man behandelt ihn beispielsweise mit Leinöl.
  • Hübsch sehen auch unterschiedliche Stühle aus, die man in einem Weisston lackiert. Alternative kann jeder Stuhl auch mehrere Weisstöne haben oder jeder Stuhl hat einen anderen. Sogar helle Grautöne kann man hier mit einbeziehen.
  • Plissees, Jalousien, Rollos oder Vorhänge aus Lamellen (gerne Holz oder eventuell auch Metall) können das Licht stimmungsvoll filtern und gleichzeitig für Pirvatesphäre sorgen, wenn man, wie es in Skandinavien üblich ist, keine Gardinen vor den Scheiben hat. (Bei uns wird lediglich das Fenster mit einer Gardine optisch eingerahmt. Doch der Vorhang wird nur sehr selten vorgezogen.)

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Tipps zum Selbermachen:

  • Wie man auf dem obigen Bild sieht, kann man eine Kücheninsel auch gut mit einer Theke oder mit einem Essplatz/Esstisch kombinieren.
  • Als Tischfläche sind massives oder geleimtes Holz ideal oder eine Steinplatte. Alternatriv kann man auch eine Spanplatte nehmen, sie eventuell grundieren, damit sie wasserabweisend wird, und dann selbst ein Fliesenmosaik aus alten Kacheln oder gar aus Porzellanscherben herstellen. Das ist ausgesprochen günstig, erfordert aber ein wenig Zeit und Geduld.
  • Passende Stühle kann man auf dem Flohmarkt erstehen und evenuell selbst polstern, den Stoff erneuern oder einfach nur mit Sandpapier abschliefen oder gar in unterschiedlichen Weisstönen lackieren.
  • Auch Sandfarben passen gut zu dieser Farbpalette.

https://newvisionspublications.wordpress.com/2018/05/10/leinol-zur-behandlung-von-holz-danish-oil-und-linolie-und-selbstentzundung-von-olen/

Tipps zum Selbermachen:

  • Welche Spüle Sie wählen, hat grosse Bedeutung für das Ambiente Ihrer Küche. Die alte, einfache Metallspüle ist zwar schon lange nicht mehr aktuell, jedoch ist es so, dass sie immer noch die preiswerteste Wahl ist, was für Leute, die ein stark begrenztes Beudget haben, von grosser Bedeutung ist. Eine einfache Metallspüle sieht trotzdem exklusiv aus, wenn man sie beispielsweise mit einer rustikalen Arbeitsplatte aus massivem oder geleimtem Holz kombiniert. In diesem Fall sollte die Spüle aber so gross sein, dass sie ein Teil enthält, auf dem das Geschirr abtropfen kann, ansonsten wird das Holz zu schnell von dem Wasser angegriffen.
  • Die Holzplatte kann man mit Klarsichtlack oder mit einem geeigneten Öl behandeln.
  • Halten Sie sich vor Spülen weg, die mit Kunststoff beschichtet sind! Nicht nur sind sie schwer zu recyceln und verunreinigen die Natur bei derHerstellung, sie sehen, trotz des beachtlichen Preises, in der Regel eher billig aus und passen zu keinem authentischen Einrichtungsstil.
  • Als Materialien sind Porzellan, Metall und Stein zu bevorzugen.
  • Arbeitsplatten sollten ebenfalls aus authetischen Materialien wie Holz oder Stein sein. Beschichtete Arbeitsplatten sehen ebenfalls billig aus und dann kann von “stilrein” keine Rede mehr sein.
  • Kann man sich keine Arbeitsfläche aus Stein oder aus Holz leisten, kann man die alte (beschichtete?) Arbeitsfläche entweder so lackieren, dass sie gut aussieht, oder man nimmt ein Fliesenmosaik zu Hilfe, dass man, wie weiter oben beschrieben, selbst aus Scherben legen kann.https://www.youtube.com/watch?v=sIBzhU06Fl4&index=137&list=PLNrTeU8sesWGXvb6Kt-_FulNpoapRt2o8
  • Alternativ kann man auch ein altes Schränkchen oder eine Kommode vom Flohmarkt als Waschtisch umfunktionieren.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Amaturen sind wichtig, um die richtigen Akzente zu setzen. Auch hierbei gilt: Steilrein muss es sein, aber nicht teuer.
  • Vermeiden Sie alles, was Plastik dran hat.
  • Suchen Sie nach Designerstücken oder alternativ (für die Low-Budget-Variante) nach einfachen Amaturen, die nicht teuer sind, aber die so einfach und simpel im Design sind, dass sie zu allem passen und nicht negativ auffallen.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Das Gute an dem obigen Bild sind die Griffe. Die sind stilrein, passen zu überraschend vielen Küchen und suggerieren Grosszügigkeit.
  • Geschmacklos wirken hingegen die beschichtete Spanplatte (Arbeitsfläche), und die bedruckte Leinwand (Arme-Leute-Dekoration). Auch die Steinwand im Hintergrund ist ein Beispiel von “gewollt und nicht gekonnt”. Selbst wenn man solche Fliesen im Baumarkt kauft, die aus richtigem Stein sind, stört nicht nur die Regelmässigkeit die optische Einheit, solche Fliesen sind in der Küchen auch total unpraktisch, denn sie lassen sich nicht richtig sauber halten.
  • Nehmen Sie stattdessen lieber eine Metallplatte, eine Holzplatte oder richtige Fliesen (im neutralen Design) für die Wand oder streichen Sie die Wand einfach weiss. Das ist oft das billigste undauch das beste. Nur sollte die Farbe wasser- und schmutzabweisend sein.
  • Sollten Sie eine solche bedruckte Leinwand (wie auf dem Foto) besitzten, können Sie diese ganz einfach und kostengünstig in wirkliche Kunst verwandeln: Sie kaufen Sie sich Akrylfarben und malen Sie selbst etwas Abstraktes auf die Leinwand, das zum Stil der Küche passt. Dann haben sie echte Kunst, die tatsächlich etwas wert ist und die eine Berechtigung hat, gezeigt zu werden. Denn jetzt hat sie Persönlichkeit und jemand steht dahinter, der sich mit Liebe und Interesse der Sache gewidmet hat. Soche Akrylfarben gibt es in einer Packung mit 12- 24 kleinen Tuben. Im Baumarkt kostet so eine Packung nur ein paar Euros. Schön wäre auch ein Rahmen dazu. Ungerahmte Kunst sieht selten gut aus. Aber auch das gibt es im Baumarkt. Notfalls kauft man Leisten, aus denen man selbst einen Rahmen zimmert.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Stauplatz braucht der Mensch! Egal, ob in der Küche, im Wirtschaftsraum, Im Bad oder in der Speisekammer. Sorgen Sie dafür, dass Sie reichlich Regale in der Wohnung haben.
  • Manchmal ist es sinnvoll, sie hinter einem passenden Vorhang zu verstecken, manchmal sind Regal und Inhalt ein solcher Hingucker, dass sie ein Plus sind, das auf keinen Fall versteckt werden sollte.
  • Egal, ob Sie auf dem Flohmarkt fündig werden, selber ein Regal bauen oder im skandinavischen Möbelhaus ein Regalsystem aussuchen, wichtig ist lediglich, dass alles zusammen passt und dass die Küche, was Stil und Farbpalette betrifft eine harmonische Einheit ergibt.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Gläser und Metalldosen sind nicht nur äusserst praktisch, sie schützen die Lebensmittel auch vor Luftfeuchtigkeit, Nagern (nur wichtig, wenn Sie auf dem Lande wohnen), Insekten und generell vor dem Verderben. Darüber hinaus sehen sie aber auch sehr hübsch aus und können eine ansonsten eher langweilige Küche im Handumdrehen einen gewissen Stil verleihen.
  • Dabei braucht man nicht unbedingt neue Dinge zu kaufen, man kann auch alte Weckgläser oder Gläser mit Schraubverschluss, die einst Lebensmittel enthielten, wiederverwenden. Wichtig ist nur, dass sie sehr sauber sind, und dass auch die Deckel keine unerwünschten Bakterien oder Gerüche angenommen haben.

https://newvisionspublications.wordpress.com/2018/05/10/leinol-zur-behandlung-von-holz-danish-oil-und-linolie-und-selbstentzundung-von-olen/

Tipps zum Selbermachen:

  • Porzellan verleiht den meisten Küchen ein sanftes und spannendes Ambiente. Selbst Porzellan-Dosen mit Kork-Deckel, Krüge, Töpfe und Schalen können einen grösseren positiven Effekt auf den Gesamteindruck der Einrichtung haben, als man meinen sollte.
  • Doch überlegen Sie sich gut, was zusammenpasst. Der Raum soll weder überladen, noch zugestellt aussehen. Die Küche muss immer noch praktisch sein, sollte aber auch bewohnt und einladend aussehen.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Grauer Marmor passt perfekt zu skandinavischen Wohnstil. Egal, ob man ihn als Arbeits- oder Tischplatte nimmt oder Mörser, Better oder andere Gebrauchsgegenstände aus diesem Material hat, er ist in der Regel immer ein Plus.
  • Sogar für Fussböden oder auch als Wandfliesen ist dieser Marmor ein Hingucker.
  • Alternativ kann man auch graues Granit nehmen.
  • In letzten Jahren wurde immer wieder berichtet, dass in Granit und andere Steinflächen, die in Küchen eingebaut werden, mit Rhadon belastet sind. Ich habe daraufhin einen Experten gefragt und dieser sagte mir, dass winzige Mengen tatsächlich vorhandeln seien, dass sie aber eine so geringfügige Belastung aufweisen, dass das kein gesundheitliches Risiko darstellt.
  • Beachten Sie, dass Marmor, der nicht versiegelt ist, von Säure angegriffen wird. In meiner Küche säubere ich die Fläche (nach der Berührung mit Zitronensaft etc.) immer sofort mit Wasser + Geschirrscpülmittel und trockne alles sofort ab. Dann hält der Schaden sich in Grenzen.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Schiefer ist in den letzten Jahren auch sehr beliebt geworden. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten:
  • Reinen Schiefer, dessen Oberfläche unbehandelt ist, darf nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen, da der Schiefer abfärbt und man ihn tatsächlich mitessen würde.
  • Möchte man Schieferstücke für Mosaik benutzen, kann sich das durchaus machen lassen, wenn man damit leben kann, dass etwas abfärbt und dass Säure etc. den Stein angreift. Auch hier hilft es, den Stein mit Wasser + Geschirrspülmittel zu reinigen.
  • Man kann solche Steinflächen aucch versiegeln. Wir haben es in unserem Haus nicht getan und es funktioniert im mAlltag trotzdem sehr gut. Doch dies ist ein sehr persönlicher Entschluss. Manche Menschen wollen nur versiegelte Steinflächen haben.

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Tipps zum Selbermachen:

  • Weisses Porzellan, egal ob fein oder rustikal, ist in der skandinavischen Kücheneinrichtung und im Esszimmer immer ein Plus.
  • Auch viele Kuchen- und Auflaufformen sind bei uns aus weissem Porzellan.
  • Bunte Gläser hingegen sind momentan noch modern, werden aber schon bald als Kitsch gelten, es sei denn, man besitzt wirklich wertvolle Stücke.

Ich hoffe, wir haben Ihnen hiermit ein paar Anregungen geben können, wie leicht Sie den skandinavischen Stil in Ihr eigenes Zuhause integrieren können und wünschen Ihnen viel Spass beim Selbermachen und viel Freude beim Geniessen Ihrer “neuen” alten Küche!

 

Bildmaterial:

Pexels.com

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