Leinöl zur Behandlung von Holz (Danish oil und Linolie) und Selbstentzündung von Ölen

Hørfrøolie ist das dänische Wort für Leinöl, das zum Verzehr geeignet ist.

Linolie ist das dänische Wort für das oxidierte Leinöl, mit dem man Holz behandelt.

Alte Fischer haben mir erzählt, dass man früher nur dieses Linolie nahm, um die Holzschiffe damit zu behandeln.

Auch für Möbel ist es wunderbar, nur hat es einen Makel, über den man mehr am Ende dieses Artikels lesen kann.

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Danish oil (dänisches Öl) ist sowohl im englischsprachigen Ausland, als auch in Norwegen ein Begriff. Produziert wird es von einer britischen Firma, die sich an der traditionellen Anwendung des dänischen Linolie im maritimen Bereich orientiert zu haben scheint. Dieses Öl kann aber auch für Schreinerarbeiten etc. benutzt werden. Ausser Leinöl enthält es oft noch Harz und eine chinesisches Öl (Tung oil).

 

*GANZ WICHTIG: Ich gerade in der dänischen Zeitschrift “Samvirke”, dass sowohl Linolie und auch Hørfrøolie sich unter Umständen selbst entzünden können.

Obgleich das Leinöl angeblich perfekt für alte Schiffe ist, wer will schon sein Schlafzimmer, sein Wohnzimmer oder seine Küche im Obergeschoss des Hauses damit behandeln, wenn es so leicht entzündlich ist?

Auf der anderen Seite sind es allerdings eher Lappen, die schnell zu brennen anfangen, als ganze Küchen. trotzdem, vorsicht ist geboten und man sollte sich ganz genau überlegen, was unter welchen Umständen sinnvoll ist.

Auf Wikipedia ist u.a. dieser Auszug zu lesen:

“Unsachgemäße Lagerung und Entsorgung mit Leinöl getränkter Lappen, Pinsel usw. verursacht u. a. in Schreinereien und Malerwerkstätten häufig Brände. Auch ungenügend gewaschene, zuvor mit ungesättigten Ölen verunreinigte Textilien können sich im Wäschetrockner oder sogar danach noch im warmen Zustand selbst entzünden.[11]

Die Selbstentzündung erfolgt dabei wahrscheinlich durch Autoxidation von Doppelbindungen der α-Linolensäure bei zugleich großer Oberfläche und somit hoher Verfügbarkeit von Luftsauerstoff. Staut sich die bei der Oxidation des Leinöls entstehende Wärme, können sich bei entsprechenden Temperaturen auch Trägerstoffe selbst entzünden. Besonders hoch ist die Gefahr beim Arbeiten mit sogenanntem Halböl, das je zur Hälfte aus Lein- und Terpentinöl besteht, da letzteres einen Flammpunkt von unter 50 °C besitzt, während Leinöl selbst mit einem Flammpunkt von ca. 315 °C (Marcusson) und einem Siedepunkt oberhalb von 350 °C eher schwer entzündlich ist.”

Also ganz so schlimm sollte es nun doch wieder nicht sein.

Dennoch empfielt der gleiche Artikel:

“Mit Leinöl getränkte Textilien sollten ausgebreitet auf einer unbrennbaren Fläche zum Aushärten ausgelegt werden. Im Freien können sie zum Trocken aufgehängt werden. Zur Aufbewahrung sollten sie in einem luftdichten Behälter lagern oder sie werden kontrolliert verbrannt. Pinsel können bis zur nächsten Benutzung in rohem Leinöl hängen.”

Die Sache mit den ölgetränkten Lappen beschränkt sich übrigens nicht nur auf Leinöl. In Küchen oder in Trocknern haben sich auch schon andere lappen etc. entzündet. Es ist ein Problem, dem man Aufmerksdamkeit schenken muss, da dies uns alle betrifft und eine Sache ist, die man in der Form eigentlich gar nicht erwartet.

 

Bildmaterial:

Pexels.com

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