Hagebuttenmarmelade und Birnenmarmelade selbermachen – 2 Rezepte

Manchmal möchte man gerne etwas Besonderes aufs Brötchen streichen und nicht immer nur Erdbeer- oder Himbeermarmelade.

Hat man einen Garten mit ein paar Obstbäumen oder Rosensträuchern, kann man diese Früchte sogar gratis verwerten. Andernfalls kann man das Obst aber auch kaufen und die Hagebutten bei einem Spaziergang am Strand sammeln.

Auf jeden Fall aber kann man hier eine ungewöhnliche Marmelade kreieren, die wirklich etwas Besonderes und vor allem auch natürlich ist.

breakfast coffee croissant jam

Birnenmarmelade

Zutaten:

4 kg Birnen

ca. ½ Liter Wasser

1 Vanilleschote (Resteverwertung, die Kerne kann man anderweitig verwenden)

ca. 2 kg Zucker

1 EL Zitronensäure (Pulver)

1 – 2 TL Zimt (oder eine Zimtstange, die man hinterher wieder rausfischt)

delicious dew food fresh fruit

Zubereitung:

4 kg Birnen schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden und in einen Topf mit etwas Wasser und einer entkernten Vanilleschote geben und zum Kochen bringen. Alles gut durchkochen lassen, bis man ein Birnenmus hat, Vanilleschote entfernen und dann ca. 2 kg Zucker und 1 EL Zitronensäure und 1 TL Zimt hinzufügen. Abermals zum Kochen bringen und ca. 20 Minuten bei mittler Hitze durchkochen.

BUCHTIPP:

Goldene Herbsttage auf dem Brombeerhof
 

 

Was wir sonst noch so auf unserem Hof im Herbst machen und kochen, kann man in diesem autobiographischen Tagebuch lesen.

Auf dem alten Biohof, der heute hauptsächlich Kunstgalerie und Bed&Breakfast-Haus ist, sind die goldenen Herbsttage eine geschäftige Zeit. Nicht nur hat die Familie dafür zu sorgen, dass die Obsternte ins Haus kommt, sortiert, gelagert und verwertet wird, es ist auch die Zeit, in der man wieder zusammenrückt.

– mit Rezepten und vielen Fotos

 

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Bei uns in Dänemark wächst die meist rosa Strandrose, von Manchen auch “Hyben” genannt, überall im Garten oder am Strand. Wer gerne spazieren geht, hat also keine Probleme, im Herbst (primär September) viele Früchte (Hyben oder “Hagebutten” auf Deutsch)

Im Prinzip kann man Rosenblätter und Hagebutten von vielen Rosen essen, jedoch muss man sich da ganz sicher sein, dass man auch essbare (echte) Rosen gefunden hat, denn heutzutage gibt es leider auch viele Züchtungen, die nicht essbar sind und vor allem auch solc he, die mit Chemikalien aufggepumpte Sorten aus Super- und Baumärkten oder gar aus dem Blumenladen sind, die sich schon allein aus diesem Grunde nicht zum Verzehr eignen.

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Die dänischen Hyben werden im Volksmund auch “nordische Apfelsinen” genannt, weil sie so viel Vitamin C enthalten. Es ist am besten, die Hagebutten zu pflücken, sobald sie gerade reif (orange) geworden sind. wenn sie zu reif sind, werden sie matschig.

Mehr über diese Rose und wie man die Früchte reinigt und vorbereitet, kann man  hier lesen:

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Hybenmarmelade oder Hagebuttenmarmelade mit Äpfeln

Zutaten:

½ kg Hagebuttenschalen (kann man notfalls auch getrocknet im Reformhaus kaufen)

1 kg Äpfel

ca. ½ Liter Wasser

150 ml Apfelessig

ca. 1 kg Zucker

Saft von 3 Zitronen

Zubereitung:

Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden und in einen Topf mit etwas Wasser, Essig, Zitronensaft und Hagebutten geben und zum Kochen bringen. Alles gut durchkochen lassen, bis man ein Apfelmus hat, Zucker hinzufügen und abermals zum Kochen bringen und ca. 20 Minuten bei mittler Hitze durchkochen.

BUCHTIPP:

Halloween und Guy Fawkes Night mit Kindern feiern

Der Herbst ist bei uns unglaublich gemütlich (oder hyggelig, wie man bei nuns in Dänemark so schön sagt).

Da uralte Traditionen wie Halloween und Guy Fawks Night in diese Jahreszeit fallen, kann man dieses Thema natürlich auch benutzen, um es sich dieser ansonsten eher ungemütlichen Jahreszeit so richtig gemütlich zu machen.

In diesem Buch findet man viele rustikale Rezepte aus der  skandinavischen und anglo-amerikanischen Landküche, Traditionen werden erklärt und Ideen für Dekorationen und Unterhaltung sind ebenfalls mit dabei. Alles ist reichlich und sehr stimmungsvoll illustriert.

Angaben zum Zuckergehalt in den Marmeladen

Der Zuckergehalt kommt darauf an, wie süß (oder sauer) man die Marmelade haben möchte und wie süss die Früchte sind, die einem zur Verfügung stehen.  Daher muss man zwischendurch mal kosten, ob etwas mehr Zucker oder alternativ, wenn es zu süss ist, mehr Zitronensäure hinzugefügt werden muss.

Auch sollte man beachten, dass eine Marmelade in der Konsistenz eher wie Apfelmus werden wird, wenn man sie langsam und bei niedriger Flamme kocht. Wer lieber eine klare Marmelade haben möchte, der muss auf hoher Temperatur kochen.

Je mehr Zucker drin ist, desto besser kann man sie einkochen. Viel Zucker und hohe Temperaturen ergeben eine Konfitüre.

apple tree

Nützliche Tipps fürs Einkochen:

In Dänemark wird traditionell mit Atamon eingekocht. Das ist ein Konservierungsmittel, das man eigentlich immer durchschmeckt, und gesund ist es auch nicht.

Man begann in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, dieses Gift vermehrt einzusetzen, weil man da die Kochzeiten verkürzte, um “mehr Vitamine in der Marmelade zu haben”. Man kann sich schnell ausrechnen, dass dies eine Milchmädchenrechnung war, denn Marmelade zu essen, um gesünder zu leben, ist ganz bestimmt keine gute Idee!

In Deutschland hingegen nimmt man Gelierzucker, der früher lediglich Zucker und Peiktin enthielt. Heute hat man auch angefangen, Konservierungsmittel hineinzupacken. Das ist ebenfalls notwendig geworden, weil in den Medien immer wieder Rezepte auftauchen, die Eingemachtes nicht richtig konservieren, weil eben nicht ausreichend auf Hygiene geachtet wird und auch weil die Kochzeiten viel zu kurz sind oder lediglich rohes Obst und Gemüse in die Gläser gefüllt, das nicht richtig eingekocht wird.

Doch wenn man so arbeitet, gibt es eigentlich kieinen Grund, selbst einzukochen, denn die gekauften Produkte vom Discounter sind in der Regel gesünder und billiger.

Wir nehmen daher nur einfachen Zucker und kein Konservierungsmittel. Dafür kochen wir aber gründlich ein und passen auch bei der Aufbewahrung auf. Auf diese Art kann man eine natürliche Marmelade etc. erhalten, die sicher ist und auch nicht zu viel kostet. denn Pektin, Gelierzucker und Konservierungsmittel sind meist recht teuer.

Mehr kann man hier lesen:

https://newvisionspublications.wordpress.com/2016/03/02/omas-einmachtipps/

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Bildmaterial:

  1. Foto: JESHOOTS on Pexels.com
  2. Foto: Mali Maeder on Pexels.com
  3. vorletztes Foto: Kaboompics.com
  4. Buchumschläge und alle anderen Fotos: NVP-Verlag

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