Inlandsvägen, touristische Routen und Ferienstrassen in Schweden und die Indlandsbanan (Bahnlinie im Inneren Schwedens)

Die Inlandsbanan (Binnenlandbahn oder Inlandsbahn) ist eine schwedische Eisenbahnstrecke im Inneren des Landes, die von gute 1288 Kilometer lang ist und von Kristinehamn im Süden bis nach Gällivare im Norden führt. Sie wird vorwiegend von Touristen benutzt, da sie durch eine wunderschöne Landschaft führt.

 

In Gällivare trifft sie auf die Erzbahn, die Kiruna (S) Narvik (N) im Nordwesten und mit Luleå an der nordschwedischen Ostseeküste verbindet.

 

Um u.a. die wirtschaftliche Erschließung der wenig entwickelten Inlandsregion in Nordschweden zu fördern, wurde 1907 beschlossen, mit dem Bau der Bahnstrecke zu beginnen.

Die Inlandsbahn wurde zu einem „nationalen Projekt“ und wurde über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren in Abschnitten gebaut.

Am 6. August 1937 weihte der damalige Kronprinz Gustav Adolf den letzten Abschnitt der Bahn ein.

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Auf der Strecke geschehen immer wieder Unfälle, da es zu Zusammenstößen mit Wildtieren kommt.

Nach 1950 verlor die Bahn im gleichen Maße an Bedeutung wie das Auto, Bus und LKW und die Europastraße 45 immer wichtiger wurden.

Heutzutage gibt es im Landesinnere auch Buslinien, die Passagiere von Süden nach Norden befördern.

Von Mora aus besteht Anschluss an den Intercity von und nach Stockholm. Die Fahrten enden mit der Skisaison (Ende April). In der Winterhochsaison fährt sonntags ein durchgehender D-Zug von Südschweden über Östersund nach Röjan und zurück.

Die Personenbeförderung beschränkte sich zunächst auf die Sommermonate und ist ganz auf Touristen ausgerichtet. Durchgehender Personenverkehr auf der gesamten noch erhaltenen Strecke findet nur von Juni bis August statt.

Es gibt darüber hinaus Fahrten im historischen Triebwagen zum Wintermarkt in Jokkmokk, und an ausgewählten Terminen fahren für das Reisebüro der Inlandsbanan AB Sonderzüge im Nordabschnitt.

Güterverkehr findet vorwiegend zwischen Östersund und Storuman statt.

Im Februar 2009 beschloss die Inlandsbanan AB einen Entwicklungsplan, der verschiedene Ausbauten der Strecke vorsah.

Hauptsächlich der mittlere und nördliche Abschnitt der Bahn werden betrieben und ausgebaut.

Im Süden ist der Verkehr auf weiten Teilen ist der Verkehr eingestellt; lediglich Abschnitte zwischen Kristinehamn und Persberg sowie zwischen Mora und Vika befinden sich noch in Betrieb.

Auf stillgelegten Strecken findet teilweise der Betrieb mit Fahrraddraisinen statt, während es für den Personenverkehr Überlandbusse gibt.

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Die aufgrund von Bergen und Tälern recht kurvenreiche Strecke führt durch eine wunderschöne Landschaft und überquert etliche Flüsse und führt teilweise entland von Mooren.

Bis auf die wenigen Städte an der Linie berührt sie Dörfer, und einige Haltepunkte existieren auch für Orte, die überwiegend aus Ferienhäusern bestehen.

Als weitere Besonderheiten sei erwähnt, dass die Bahn einige Kilometer südlich von Jokkmokk den nördlichen Polarkreis überquert. Zwischen Hoting ind Dorotea führt sie über die Flussinsel Långön (lange Insel). Das ist, landschaftlich gesehen, eine ganz besonders schöne Gegend.

 

Im dünn besiedelten Nordschweden gibt es Haltepunkte und kleine (unbesetzte) Bahnhöfe mit einer Signaltafel (gelbe Scheibe mit rotem Rand), die man so drehen kann, dass die Scheibe in Richtung des nahenden Zuges zeigt, der darauf hin anhält. Man muss aber daran denken, die Tafel zurückzustellen.

 

Die Inlandsbanan spilet eine beachtliche Rolle in der Geschichte Schwedens und in Erzählungen, Mythen und Hoffnungen der Bevölkerung und hat somit eine Bedeutung in Kunst, Literatur und für den Denkmalschutz.

Die Geschichte der Inlandsbahn kann man in zwei Museen erleben:

  • in Sorsele („Eisenbahnmuseum der Inlandsbahn“)
  • Moskosel („Museum der Eisenbahnarbeiter“)

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Der Bahnbau wurde zu einem Zeitpunkt abgeschlossen, als der Straßenverkehr begann, die führende Rolle zu übernehmen.

Daher gibt es auch kombinierte Schienen-Straßen-Brücken, von denen heute jedoch nur noch zwei genutzt werden.

Solche Brücken waren teilweise mit einem Wärter besetzt, der bei Zugfahrten den Straßenverkehr anhielt. Heute befindet sich dort eine halbautomatische Sicherungsanlage.

Mehr kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Inlandsbahn

 

Die Straße, die im Inneren des Landes von Süden nach Norden führt, heisst Inlandsvägen (“Der Weg im Inneren des Landes” beziehungsweise “Inlandsstraße”). Diese Bezeichnung wurde von der Bahn abgeleitet. Im nördlichen Teil wird sie auch „Via Lappia“ (Der Lappische Weg) genannt.

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Es  ist eine Fernstraße durch das schwedische Binnenland von Halland im Süden bis nach Lappland im Norden.

Es gibt einen Inlandsväg Syd („Südliche Inlandsstraße“ – von Halmstad im Südwesten nach Mora in Mittelschweden)

und den eigentlichen Inlandsväg, der von Göteborg, westlich am Vänern-See vorbei über Mora, Östersund, Storuman, Arvidsjaur, Jokkmokk, Gällivare bis nach Karesunando an der finnischen Grenze führt.

Die gesamte Strecke entspricht der E45.

Zwischen Gällivare und Svappavaara ist sie auch Teil der E10.

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Eine Liste der touristischen Routen Schwedens kann man hier finden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_touristischen_Routen_in_Schweden

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Liste über Ferienstraßen in Schweden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ferienstra%C3%9Fe_in_Schweden

 

Unten kann man ein Buch sehen, welches ein Reisebericht mit Rezepten aus Schweden ist:

Leckeres aus Pippis Welt

Wer sich lediglich für die kulinarische Seite interessiert, findet in diesem Kochbuch unterdschiedliche Rezepte und Fotos aus Schweden (und Norwegen), die weniger bekannt sind, aber die Stimmung auf dem Lande gut reflektieren:

Rezepte aus Norwegen und Schweden Cover 1 FINAL

Wer hingegen weit gen Norden reisen möchte, sollte in der Regel lieber an der Ostküste Schwedens hochfahren, als den Inlandsvägen zu nehmen.

Selbst wenn man vielleicht letztendlich doch an die Westküste Nordnorwegens möchte, es geht in der Regel weitaus schneller, wenn in Schweden man die E4 hinauf (Richtung Haparanda) und dann in Richtung Westen fährt. Der Westen Norwegens hat nämlich viel zu viele Tunnel, kleine Strassen und Fähren, die das Forwärtskommen sehr erschweren.

Wie wir die Fahrt durch Dänemark, Schweden, Finnland und Nordnorwegen und Lappland erlebt haben, zeigt in Wort und Bild das nachfolgende Buch:

Von Danemark ans Polarmeer

Wer Sehnsucht nach dem hohen Norden hat, dem gefällt vielleicht dieses Buch, das einen auf eine Reise bis nach Nordnorwegen mitnimmt:

Von Dänemark ans Polarmeer
Diese Sehnsucht braucht kein Traum zu bleiben! In weniger als 2 Tagen kann man es theoretisch schaffen, von Norddeutschland an die Barentssee zu fahren.

Mit mehr als 180 Fotos ist dieser persönliche Reiseführer ein illustriertes  Reisetagebuch zum Miterleben.

Die vielen Links, Beschreibungen, Erörterungen, Tipps und Empfehlungen sind eine wirkliche Hilfe für den Reisenden, der Skandinavien gemütlich (und in seinem eigenem Tempo) auf der E4 erforschen möchte.

Ein Erlebnis-Buch für alle, die Skandinavien lieben und erleben wollen!

 

Bildnachweis:

alle Abbildungen: NVP-Verlag

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