Der Unterschied zwischen Kommunikation und Konversation

Es ist wichtig, zu verstehen, was Kommunikation ist, denn wie wir mit Kommunikation umgehen, prägt nicht nur uns selbst, sondern verändert auch unsere Umwelt.

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Obgleich Konversation auch eine Kommunikationform darstellt, ist es wichtig, den Unterschied zu kennen.

Um es kurz zu machen, Kommunikation besteht aus Signalen, die zwischen zwei Punkten gesendet werden, dabei ist es egal, ob diese beiden Punkte gleichmäßig involviert sind oder ob die Botschaft nur in eine Richtung geht.

Kommunikation ist auch etwas, das nicht nur zwischen Menschen stattfindet und kann auch passiver Natur sein (beispielsweise durch Beobachtung geschehen).

Wie man in dem Wikipdia-Artikel über das Thema lesen kann, geht man im Allgemeinen davon aus, dass Kommunikation die einfachste Sache der Welt ist, doch die Realität ist eine andere: Es kann man beim Kommunizieren sehr viel schiefgehen.

In der Tat könnte man wohl fast alle Probleme der Menschheit mit sinnvoller, überlegt ausgewählter Kommunikation lösen, wenn man das wollte.

Daher sind gute Kommunikationstechniken so wichtig – und eine vernünftige Kommunkationshygiene, mit der wir uns nur erlauben, das zu kommunizieren, was zu konstruktiven Resultaten führen wird, während wir sicherstellen, dass unser Gegenüber die Kommunikation auch empfangen kann.

Daher kann man sich einen Großteil der Kommunikation mit Leuten sparen, die nicht ion der Gegenwart sind oder weder zuhören können, noch wollen.

Unter diesen Umständen sind sie nicht wirklich ansprechbar, auch wenn sie sich direkt neben einem befinden und ansonsten nicht zu tun scheinen.

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Jetzt kommen wir zu den Wikipedia-Definitionen, aus denen wir hier ein paar Auszüge herausgesucht haben, die in diesem Zusammenhang relevant sind:

Die Konversation ist ein Gespräch unter Beachtung von Umgangsformen.“

Das Fremdwort wurde Mitte des 16. Jahrhunderts aus dem französischen conversation (Unterhaltung) ins Deutsche übernommen.“

Ihre besondere Bedeutung erhielt die Konversation als Teil des gesellschaftlichen Lebens am Hofe des französischen Königs während der Herausbildung des Absolutismus im 17. Jahrhundert.“

Der französische Adel wurde politisch entmachtet und erhielt einen Großteil seiner Einkünfte nunmehr über vom König verliehene Ämter und Pensionen. Der Kampf um diese Rechte fand im Rahmen der Konversation am Hofe des Königs bei gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Banketten, Festen, Maskeraden, Feuerwerken usw., aber auch bei Empfängen in den Salons des Adels statt.“

Mit ihrer Hilfe wurden z.B. Intrigen und Verleumdungen in Gang gesetzt, die zu Verschiebungen in der Rangfolge führen sollten.“

Um die bei der Konversation zwangsläufig entstehenden Emotionen* zu bewältigen, wurden die bereits im Mittelalter an den Höfen entstandenen Umgangsformen (siehe auch Höflichkeit) weiter ausgebildet und zu einem Regelwerk für diese Art der Kommunikation entwickelt.

Die Beachtung der Regeln war von großer Bedeutung für die Teilnehmer der Konversation. Fehler in der Konversation konnten zum sozialen Abstieg, besondere Fertigkeit darin zu sozialem Aufstieg führen oder die Partnerwahl beeinflussen. Daher fanden Bücher, die diese Regeln darstellten, viel Interesse, sodass eine ganze Reihe derartiger Konversationslehren im Frankreich des 17. Jahrhunderts entstanden.“

Im Wege der Nachahmung wurde die Konversation schon bald auch in den Residenzen des Adels in den Provinzen Frankreichs nach den Regeln des Königshofes abgehalten. Zu den kulturellen Folgen der französischen Hegemonie in Europa seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ist auch die Einführung der Konversation, oft in französischer Sprache, an den Residenzen der europäischen Könige und Fürsten zu zählen. Kenntnisse in der Konversation waren künftig auch für Bürger vorteilhaft, wenn sie in Beziehung zu den Residenzen traten und insbesondere Aufträge erhalten wollten. In diesem Umfeld entstand eine ausgedehnte Literatur von Ratgebern, zu der auch das bekannte Werk Über den Umgang mit Menschen von Adolph Freiherr Knigge gehört.“

Das Bildungsbürgertum übernahm zumindest einen Teil der Regeln, um sich vor allem gegen die unteren Schichten abzugrenzen. Besonders wichtig war es hier für die Teilnehmer, im Rahmen der Konversation Umfang und Tiefe ihrer Bildung, d. h. vor allem das von ihnen erworbene Wissen darzustellen. Der Bereitstellung dieses Wissens diente das Konversationslexikon, das damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion wahrnahm.“

Die Gesellschaftskritik vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte zu einer Abwertung und zunehmenden Nichtbeachtung der Regeln der Konversation. Sie wird heute weitgehend durch den Smalltalk ersetzt.“

Die oben wiedergegebenen Auszüge stammen aus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Konversation_(Gespr%C3%A4ch)

*Dem würde ich persönlich noch hinzufügen, dass es hier nicht nur zu emotionalen Konflikten kommen kann, sondern vor allem auch zu Konflikten ethischer Natur.

Obgleich der Fokus der Gesellschaft nur selten auf Ethik liegt, in Wirklichkeit sind es Fragen grundlegender ethischer Natur, welche die Menschen schon immer schieden (oder auch zusammenführten).

Probleme gibt es in der Regel, sobald die eine Seite etwas als unfair empfindet. Sobald eine Gruppe fühlt, dass die andere ihr ein gravierendes Unrecht aufgezwungen hat, entsteht eine brenzlige Situation, welche das Potential hat, sich wie ein Lauffeuer auszubreiten.

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Kommunikation (lateinisch communicatio Mitteilung‘) ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen, die auf verschiedenen Arten (verbal, nonverbal) oder verschiedenen Wegen (Sprechen, Schreiben) stattfinden kann.

Information“ ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis, Erfahrung oder Empathie. Mit „Austausch“ ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint;

Übertragung“ ist die Beschreibung dafür, dass dabei Distanzen überwunden werden können, oder es ist eine Vorstellung gemeint, dass Gedanken, Vorstellungen, Meinungen und anderes ein Individuum „verlassen“ und in ein anderes „hineingelangen“.“

 

Kommunikation stammt vom lateinischen Verb communicare mit der Bedeutung „teilen“, „mitteilen“, „teilnehmen lassen“; „gemeinsam machen“, „vereinigen“. In dieser ursprünglichen Bedeutung ist eine Sozialhandlung gemeint, in die mehrere Menschen (allgemeiner: Lebewesen) einbezogen sind.“

Probleme der Kommunikation entstehen unter anderem durch kulturelle Differenzen. Diese Differenzen bestehen als Unterschiede in der Art und Weise, die Wirklichkeit zu deuten und andere Menschen zu beurteilen.“

Im Speziellen lassen sich interkulturelle Kommunikationsprobleme auf Unterschiede in der Sozialisierung, im Bildungsstand oder in der individuellen Welttheorie zurückführen. Interkulturelle Differenzen bestehen auch innerhalb von Mitgliedern einer Sprachgemeinschaft.

Probleme der Kommunikation können schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen haben…“

In Bezug auf menschliche Kommunikation lassen sich zwei Ebenen (Perspektiven) der Problemstellung und Problemlösung unterscheiden, die als Kommunikationsziel und Kommunikationszweck beschrieben werden.

Dabei wird davon ausgegangen, dass Problemstellung und Problemlösung an sich nichts Negatives sind, sondern essentieller Bestandteil der Lebensführung.“

 

Das Kommunikationsziel ist Verständigung. Es muss zunächst einmal verstanden werden, worum es in einem Kommunikationsprozess geht. Sich zu verständigen bedeutet, eine in der Situation ausreichende Kompatibilität von Erfahrungen bezüglich eines Themas herzustellen. Dieser Vorgang wird seinerseits als Problemlösung angesehen.

Erst auf der Basis von Verständigung können Kommunikationszwecke erreicht werden, das heißt, es können übergeordnete Probleme gelöst werden. Beispiele für übergeordnete Kommunikationszwecke sind: gemeinsames Verrichten von Arbeit, die Organisation einer Veranstaltung, aber auch komplexe soziale Probleme wie das Verändern von Überzeugungen, Stabilisieren der eigenen Persönlichkeit, Lügen, Handlungsbeeinflussung, Machtausübung.“

 

Probleme der Kommunikation auf der Ebene der Verständigung sind Hindernisse, die die Verwendung und Deutung von Zeichen und damit das Herstellen von Kompatibilität (Verträglichkeit, zueinander Passen) von Erfahrungen behindern.

Dazu gehören neben allgemeinen Sprachbarrieren auch leibliche Bedingungen wie Intentionalität, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, die Ausrichtung auf den Anderen, die Bereitschaft, seine Gedanken dem Anderen zu unterwerfen (zuhören können), die Einordnung des Verstandenen in das eigene Verständnis von der Welt (die individuelle Welttheorie).“

 

Diese Probleme sind Gegenstand interdisziplinärer kommunikationswissenschaftlicher Forschung. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Kommunizierende über ein Wissen von diesen Hindernissen verfügt, das er situationsbezogen, flexibel und zu einem hohen Grad unbewusst anwendet.

Bei näherer Überlegung kann davon ausgegangen werden, dass Verständigung in vielen Kommunikationssituationen problematisch wird. Viele Kommunikationsprozesse sind Kontrolldialoge, das heißt, sie dienen dazu, Verständnis zu überprüfen und Missverständnisse zu beheben, sofern sie festgestellt wurden. Militärische Kommunikation ist ein Extrembeispiel dafür, wie Kommunikation eingeschränkt wird, um folgenschwere Missverständnisse zu vermeiden. Schulen, Universitäten, Seminare und Fortbildungen sind ein weiteres Beispiel dafür, dass Verständigung über ein komplexes Thema zu Beginn nicht funktioniert, weil beispielsweise die gemeinsame Begriffsklärung fehlt.“

 

Wenn übergeordnete Kommunikationszwecke (z.B. Überreden und Überzeugen, das Ändern von Überzeugungen, eine Zusammenarbeit im Team) nicht erreicht werden, wird dies häufig auch auf Kommunikation zurückgeführt. Hier muss unterschieden werden, inwiefern die übergeordneten Probleme durch Missverständigung oder durch andere übergeordnete Faktoren zustande gekommen sind. Bei Misserfolgen auf diesen übergeordneten Ebenen spielen Faktoren eine Rolle, die nicht alle auf Kommunikationsprozesse zurückgeführt werden können. In diesem Zusammenhang geht es häufig auch darum, ob Kommunikation überhaupt zustande kommt oder nicht; das heißt, ein Kommunikationsproblem kann darin bestehen, dass in Bezug auf ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Situation überhaupt nicht kommuniziert wird.“

 

Eine Lüge kann als absichtliche Täuschung angesehen werden. Mit einer Lüge wird der Kommunikationszweck verfolgt, dass der andere etwas glaubt, von dem der Lügende weiß, dass es so nicht stimmt. Dazu muss der Kommunikationspartner die Formulierungen des Lügenden verstehen. Er muss zuerst im Sinne der Bedeutungskonstruktion dasjenige verstehen, was er glauben soll. Voraussetzung für das Erreichen des Kommunikationszwecks der Lüge (die absichtliche Täuschung des anderen) bedeutet in dieser Sichtweise, auf der Ebene der Verständigung (des Kommunikationsziels) erfolgreich kommunikativ zu handeln. Verständigung wird in diesen Erläuterungen unabhängig von einer Wahrheitsproblematik gesehen.“

Wer gerne wissen möchte, wie Narzissten kommunizieren und warum das so ist, kann hier schauen.

 

Quellennachweis:

Die oben wiedergegebenen Wikipedia-Auszüge stammen aus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation

Eine sehr gute und einfache Erklärung, was Kommunikation ist, kann man übrigens auch hier finden:

https://en.wikipedia.org/wiki/Communication

Quelle:

Elterlichen Narzissmus verstehen

Der obige Beitrag stammt aus dem Buch Elterlichen Narzissmus verstehen.

Dort findet man alles zum Thema leicht verständlich erklärt. Dies kann u.a. helfen, sich zumindest mental von narzisstischen Eltern zu distanzieren, auf seine eigenen Rechte zu bestehen und fortan ein weitaus positiveres Leben zu führen, in dem es wieder viele Glücksmomente gibt.

 

Ein Artikel-Verzeichnis mit vielen weiteren Beiträgen über Narzissmus findet man hier.

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Disclaimer (Haftungsauschluss) für diesen Artikel

Wichtiger Hinweis für Kinder narzisstischer Eltern und andere misshandelte Kinder, die noch unter 18 sind

Bildnachweis:

1. Foto: Pixabay

2. Foto: JJ Jordan

3. Foto: ELEVATE

4. Umschlag: NVP-Verlag

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