Wenn Narzisstische Eltern ihre Kinder bestehlen

Generelles

Narzisstische Eltern (oder auch andere Familienmitglieder mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung) sind nicht selten in der Lage, den Kindern neben dem Psychoterror und der alltäglichen Tyrannei noch weitere ernsthafte Schäden zuzufügen, die das Kind im Leben so stark benachteiligen, dass es Probleme haben wird, seinen Alltag zu meistern.

Dazu gehört auch das unrechtmäßige Konfiszieren weltlicher Güter, wessen Eigentümer das Kind ist.

Beispielsweise gibt es nicht wenige Eltern mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, welche sich am Vermögen ihres Kindes bereichern, Erbschaften behalten, Konten und Sparbücher plündern und dann hinterher noch lauthals verkünden, dass das Kind ja sowieso nicht mit Geld umgehen könne!

Ja, so dreist und so kriminell können manche Eltern (oder andere Familienangehörige und Bekannte, die ihren Weg in die Familie gefunden haben) tatsächlich sein! Hinzu kommt Erbschleicherei, die in solchen Kreisen auch nicht selten vorkommt.

Doch so ist es eben immer: Narzissten arbeiten im Verborgenen und steigern ihre destruktiven Aktivitäten meist auf eine so subtile Art, dass man es nicht nur viel zu spät merkt, Beweise gibt es auch so gut wie keine.

close up court courthouse hammer

Was sagt das Gesetz?

Trotzdem kann es eine gute Idee sein, mal zu schauen, was das Gesetz sagt.

Unter diesem Link:

https://www.smartlaw.de/rechtstipps/familie-vorsorge/was-eltern-minderjaehriger-kinder-unbedingt-wissen-sollten

kann man im zweiten Abschnitt lesen, wie die Rechte und Pflichten innerhalb des Elternhauses aussehen.

Besonders relevant ist:

2.1. Die elterliche Sorge – Hauptaufgabe der Eltern.

Dort steht unter anderem:

Elterliche Sorge heißt, dass diese für Ihr Kind die Personen- und Vermögenssorge haben (§ 1627 BGB).

 

Dabei müssen sich die Eltern um die Pflege, Erziehung und Beaufsichtigung des Kindes kümmern (§ 1631 Abs. 1 BGB). Sie sind also nicht nur für Kost und Logis und für notwendige Artzbesuche verantwortlich, sie müssen sich auch um die Erziehung kümmern, was bedeutet, dass die Eltern für die sittliche, geistige und seelische Entwicklung ihres Kindes verantwortlich sind und sich so um das Kind kümmern müssen, dass es nicht zu Schaden kommt.

 

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung haben Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung (§ 1631 Abs. 2 BGB). Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

Deshalb kann Gewalt als Erziehungsmittel für Eltern strafrechtliche Folgen haben. Außerdem sind, wenn es anders nicht geht, auch erzieherische Maßnahmen gegenüber den Eltern bis hin zum Entziehen der elterlichen Sorge möglich.

Neben der Personensorge steht Eltern das Recht und die Pflicht zu, das Vermögen ihres Kindes zu verwalten.

Zu beachten sind dabei unter anderem:

  • Schenkungen aus dem KindesvermögenDiese dürfen Sie nur dann vornehmen, wenn sie einer sittlichen Pflicht entsprechen (§ 1641 BGB). Gemeint sind damit angemessene Geburtstags-, Weihnachts- oder Hochzeitsgeschenke. Unzulässige Schenkungen sind nichtig. Sie können nicht einmal vom volljährig gewordenen Kind nachträglich genehmigt werden.
  • GeldanlageDas Vermögen des Kindes muss nach den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung angelegt werden.Im Prinzip sollen Eltern für ihre Kinder so handeln, wie sie für sich selbst in eigenen Vermögensangelegenheiten agieren würden. Zusätzlich darf kein großes Risiko bei Spekulationsgeschäften eingegangen werden.
  • AuskunftsanspruchWenn das Kind volljährig ist, hat es einen Auskunftsanspruch gegen die Eltern, die Rechenschaft ablegen müssen, dass sie sorgsam mit dem Vermögen des Kindes umgegangen sind und das Geld im Interesse des Kindes verwaltet und verbraucht haben.

Halten sich Eltern nicht an die Regeln, machen sie sich gegenüber dem eigenen Kind schadensersatzpflichtig. Das gilt insbesondere, wenn sie das Geld für eigene Zwecke verwenden (OLG Köln, Urteil vom 23.10.1996, 2 U 20/96, FamRZ 1997 S. 1351).

 

 

Fazit

Es gibt also ganz klare gesetzliche Vorgaben und Grenzen, was Eltern dürfen und was nicht. Kinder verwahrlosen lassen, sie zu misshandeln (und sei es „nur“ auf die verdeckte, subtile Art und „nur“ psychisch) ist eine Straftat!

Genauso sieht es aus, wenn man sich das Vermögen des Kindes aneignet oder Erbschleicherei begeht.

 

 

Erbschleicherei

Zum Thema Erbschleicherei und gefälschtes Testament kann man weitere Informationen hier finden:

https://www.rosepartner.de/erbschleicher-erbschleicherei.html

https://www.rosepartner.de/rechtsberatung/erbrecht-nachfolge/erbrecht-erbschaft-testament/testament-anfechten-irrtum-testierunfaehigkeit/faelschung-testament-gefaelscht.html

https://www.advocado.de/ratgeber/erbrecht/erbschaft/erbschleicherei.html

Aufpassen muss man allerdings auch hier

Manche Narzissten sind so kriminell, dass sie den Spieß auch umdrehen und die rechtmäßigen Erben (und die Behörden) reinlegen, indem sie ihnen etwas unterstellen, was sie nie taten.

Beispielsweise kann ein boshafter Erblasser (Elternteil mit maligner Persönlichkeitsstörung) oder ein Erbschleicher sicherstellen, dass seine rechtmäßigen Erben nichts bekommen, indem er sie der Erbschleicherei bezichtigt.

Wie das gehen soll? Indem man beispielsweise so tut, als wolle man sein Vermögen seinen Kindern überschreiben und dann hinterher sagt, sie hätten einem dazu gezwungen oder gar gedroht. So kann man das eigene Kind ganz legal um den Pflichtteil bringen.

Erbschleicher können die gleiche Nummer versuchen und wenn genügend Leute für sie lügen (Meineid leisten), wer kann dann bezeugen, dass es nicht so war?

Wenn man weiß, wie Erbschleicher vorgehen (siehe Link unten), kann man es auch so arrangierten, dass rechtmäßige Erben auf einmal als unwürdig angesehen werden, obgleich sie sich nichts zu schulden kommen ließen.

http://www.praxis-erbrecht.net/erben_erbunwuerdigkeit_erbschleicher_massnahmen.html

Warum ich das schreibe? Weil es bei Narzissten nicht nur um Macht geht und darum, andere zu unterdrücken. Nicht selten sind sie auch so kriminell, dass sie sich finanziell an ihren Opfern bereichern.

Ich habe das schon sehr, sehr oft beobachtet und will darum eindrücklich davor warnen: Wann immer Narzissten sich daran gemacht hatten, hinterrücks Beziehungen zu zerstören, war eigentlich immer irgendwo Geld mit im Spiel. Diese Leute wollten nicht nur Beziehungspersonen stehlen und deren Zeit, Aufmerksamkeit und Zuneigung ganz für sich allein haben, sie wollten sich auch finanziell bereichern.

Daher kann ich nur jedem empfehlen: Augen auf und das Portemonnaie gut festhalten!

Verstoß vom eigenen Fleisch und Blut

Kinder zu verstoßen, scheint in Deutschland nicht direkt strafbar zu sein, solange sich ein anderer Erziehungsbrechtiger soweit um das Kind kümmert, dass die oben erwähnten Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Das ist definitiv zu beklagen, denn selbst erwachsene Kinder nehmen großen Schaden, wenn ihre Eltern sie verstoßen, schließlich ist dies ebenfalls eine Art der psychischen Gewalt, die gegen das Kind ausgeübt wird.

Nachfolgend finden Sie zwei englischsprachige Links, wo man noch mehr über das Verstoßen von Kindern lesen kann:

https://en.wikipedia.org/wiki/Disownment

https://en.wikipedia.org/wiki/Family_estrangement

Eine Artikel-Sammlung mit weiteren Beiträgen über elterlichen Narzissmus findet man hier.

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Disclaimer (Haftungsauschluss) für diesen Artikel

Wichtiger Hinweis für Kinder narzisstischer Eltern und andere misshandelte Kinder, die noch unter 18 sind

Bildnachweis:

  1. Foto: Pixabay

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