Lernschwierigkeiten, schlechte Resultate laut PISA-Studie und was man dagegen tun könnte

Billede107

Es ist unglaublich, was man alles zu hören bekommt, wenn man den Fernseher anhat!

Neulich wurde ich auf zwei Äusserungen aufmerksam, die so unglaublich klangen, dass ich genau hinhörte, denn ich konnte einfach nicht glauben, was da gesagt wurde – obwohl das passt schon damit zusammen, was wir genrell so beobachtet haben…

Lesekompetenz

Laut PISA-Studie soll ein Viertel aller 15-Jährigen in Deutschland Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben.

Als Ursache wurde dann in der gleichen Sendung vermutet, dass en modernen Medien die Schuld daran zu geben sei.

Analphabetismus

Zu diesem Thema hatte sich ein Lehrer geäussert, der seit Jahren Erwachsene unterrichtete, um ihnen über diese grosse Schwelle hinweg zu helfen.

Was er sagte, war ebenfalls sehr interessant: Ironischerweise habe er noch niemanden gehabt, der keine Schulbildung hatte. Die meisten hätten durchaus Schulabschlüsse und andere Ausbildungen absolviert – ohne dass sie lesen oder schreiben konnten.

Ist das nicht unglaublich?

Doch ich gehe davon aus, dass diese Beobachtungen und Studienergisse der Wahrheit entsprechen, denn sie decken sich mit dem, was wir im täglichen Leben beobachten.

Ich denke zum Beispiel daran, als ein erwachsener Schüler zu meinem Mann kam und sagte: “Du bist der Erste, der mir Mathe so erklären konnte, dass man es auch verstehen konnte.”

Oder unterschiedliche Leute, die in Situationen kamen, wo man denkt, das kann doch gar nicht sein… und erst hinterher fiel mir auf: Diese Leute hatten vermutlich diese Schwierigkeiten nur, weil sie gar nicht lesen konnten!

Was tut man nun dagegen?

Die Politik nervt es, denn es ist peinlich für das Land und seine Politiker.

Die Wirtschaft bekümmert es, denn bis alles vollautomatisiert ist, braucht man noch die Arbeitskraft von kompetenten Mitarbeitern – zumindest solange, bis man seine Geschäfte gewinnbringend nach Fernost verlegen kann.

Die Eltern beschämt und besorgt es, denn sie hätten gerne, dass ihre Kinder besser dastünden und wünschen sich bessere Zukunftschancen für den Nachwuchs.

Die Kinder allerdings frustriert das Ganze, denn es wird lediglich Druck ausgeübt und keiner scheint ein wirkliches Interesse daran zu haben, dem einzelnen Schüler, dem Individuum, helfen zu wollen.

Als Massnahmen werden dann immer weitere Zwangsmassnahmen, weitere Pflichten und weitere Einengungen in der freien Entwicklung des Kindes vorgeschlagen, wie KITA-Zwang, Ganztagsschulen, Inklusion und Lernmethoden, die normalerweise nicht die erste Wahl wären, weil sie der natürlichen Entwicklung und der Logik widersprechen.

Frustration auf ganzer Linie

Wir können da nur verständnislos den Kopf schütteln, denn mit mehr Zwang und mehr Einengung erhält man nur eines: mehr Widerstand und weniger freiwillige Beteiligung des Schülers.

Wenn man sich das Leben der meisten Kinder anschaut, dann sind sie die ersten 20 Jahre ihres Lebens erst einmal eingespannt. Mit Krippe, Kindergarten, Schule und Ausbildung beziehungsweise Studium verbleibt ihnen eigentlich gar keine Zeit mehr, irgend etwas selbstbestimmt zu tun oder gar die Kindheit zu geniessen.

Wo bleibt da die Lebensqualität, wo bleiben die Träume des Kindes? Und wie soll ein Kind, dass eigentlich gar nichts im Leben mehr darf, sondern nur das Meiste des Tages brav irgendwo die Zeit absetzen muss und dann auch noch genauso denken und machen soll, wie ihm aufgetragen wird, die Initiative entwickeln, etwas im Leben leisten zu wollen?

Den einzigen Wunsch, den die Mehrheit solcher Kinder hegt, ist doch endlich den Fesseln der Fremdbestimmung zu entwischen!

Es geht auch anders

Wir haben ans dieser unerfreulichen Situation folgende Konsquenzen gezogen:

  • Unseren eigenen Unterricht gestalten wir so, dass wir die Missverständnisse und die Bedürfnisse der Schüler direkt angehen und ihnen da helfen, wo es gewünscht ist.
  • Unsere eigenen Kinder haben wir gezielt unterstützt und ihnen eine freie Kindheit verschafft, in der man noch Kind sein konnte.
  • Wir haben uns letztendlich für Homeschooling entschieden, weil die staatliche Ausbildung zu zeitintensiv ist, während sie gleichzeitig auch viel zu viele Mängel aufweist.

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Billede104

Bildnachweis:

alle Fotos : NVP-Verlag – Sie zeigen keine Regelschule, sondern sind auf dem Weihnachtsbasar einer dänischen Privatschule aufgenommen worden, wo man sich weitaus besser um die Kinder kümmeret als auf den staatlichen Schulen. Diese Schüler dürfen noch eine richtige Kindheit erleben.

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