Gemeinsame Faktoren bei Hysterie, Apathie und Depression, die zur Ursache beitragen – eine alternative Sichtweise des grundlegenden Phänomens

Manchmal kann Geisteskrankheit durch physiologische Faktoren ausgelöst werden, wie beispielsweise durch einen Virus, eine Vergiftung (möglicherweise auch durch Drogen beziehungsweise Medikamente) oder durch einen Unfall. In der Regel handelt es sich dann um einen aktuten Zustand, der spontan auftritt.

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Doch meistens liegt einem geistigen Unwohlsein auch eine geistige Ursache zu Grunde.

Hysterie, Apathie und Depression haben das gemeinsam, dass der betroffene Mensch sich überwältigt fühlt und keinen Ausweg sieht.

Während jemand, der hysterisch reagiert, eine zeitlich begrenzte Reaktion von kurzer Dauer zeigt, die zu einen spontanen Ausbruch esakaliert, bei dem die Reaktionen des Betroffenen völlig ausser Kontrolle zu sein scheinen, handelt es sich bei Apathie und Depression meist um eine chronische Situation.

Beides, sowohl der unkontrollierte Ausbruch, als auch die langwierige Niedergeschlagenheit, scheinen ausserhalb der Kontrolle des Betroffenen zu liegen.

Dies ist meines Erachtens nicht unbedingt so.

Man kann die Bedtroffenen oft dennoch erreichen – wenn man sehr einfühlsam vorgeht.

Wichtig ist, dass man erkennt, dass einer solchen Reaktion, egal ob sie passiv oder aktiv zu sein scheint, eine substantielle Überwältigung zugrunde liegt, die als ausserordentlich belastend und sozusagen als “Unterdrückung der Superlative” empfunden wird.

Ein Mensch, der sich völlig unterdrückt fühlt, weiss nicht, wohin mit seinen Gedanken, Gefühlen und Ambitionen, denn ihm wird kein Raum geboten, in dem sie existieren können.

Somit existiert von diesem Moment an auch eine beachtliche Menge an Energie, die weder an diesem Ort existieren, noch entschwinden kann.

Was macht der Mensch dann mit dieser Energie?

Wie wird sie freigelassen oder gar unterdrückt?

Der Betroffene fühlt sich in der Regel so überwältigt, dass die analytische Seite des Verstandes ausgeschaltet wird.

Er versinkt in Apathie, das heisst, er verhält sich passiv zu der Herausforderung.

Tritt die Herausforderung hingegen als überraschendes, alles vernichtendes Ereignis auf, kann er auch sich auch aktiv dagegen auflehnen, indem er beispielsweise ein hysterisches Verhalten an den Tag legt.

Auch wenn solche Reaktionen für Aussenstehende erschreckend wirken können, im Grunde ist da weder Geisteskrankheit, noch irgendetwas anderes Mystisches im Spiel.

Es handelt sich lediglich um einen Menschen in Not, der sich völlig überwältigt fühlt.

Man kann ihm helfen, indem man nach der Ursache dieser Unterdrückung sucht und mit ihm zusammen in kleinen Schritten dagegen angeht, bis sich erste Erfolge zeigen.

Danach muss man den Betroffenen in die Lage versetzen, solche Herausforderungen im täglichen Leben selbst wirkungsvoll zu meistern, um abermals vollständig selbstbestimmt agieren zu klönnen.

Hier gibt es unterschiedliche Bewältigungsmethoden, die man erlernen kann.

Viele von uns bekommen dieses Wissen sozusagen “in die Wiege gelegt”, wenn ihre Eltern, die selbst Konflikte erfolgreich managen, ihnen zeigen, wie es geht.

Andere, die diese Hilfestellungen nicht im Rahmen ihrer Erziehung erhalten, müssen dann eben später selbst schauen, wie die Techniken zur Konfliktbearbeitung funktionieren.

Doch wichtig ist: Egal, wie und wo man sich als Betroffener dieses Wissen zusammensucht, jeder kann es lernen. Man ist seinem Schicksal also nicht völlig hilfos ausgeliefert, auch wenn es zunächst anders erscheinen mag.

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Ein Artikel-Verzeichnis mit Beiträgen über Narzissmus findet man hier.

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Disclaimer (Haftungsauschluss) für diesen Artikel

Wichtiger Hinweis für Kinder narzisstischer Eltern und andere misshandelte Kinder, die noch unter 18 sind

Bildnachweis:

1. und 2. Foto: NVP-Verlag

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