Warnung: Wie Kaminöfen ihre Eigentümer vergasen können

Traveler DC 140

Wir benutzten seit mehreren Jahrzehnten unterschiedliche Kaminöfen, um unser ganzes Haus (einzige Energiequelle) zu heizen, und somit haben wir viel Erfahrung darin, was gut und weniger gut ist.

Als bei uns in Dänemark ein neues Gesetz inkraft trat, wo man einen Zuschuss bekam, wenn man seinen alten Ofen entsorgte und einen neuen, umweltfreundlicheren kaufte, schlugen wir zu und waren zunächst sehr zufrieden, wie man hier lesen kann:

Doch inzwischen haben sich auch zwei Schattenseiten gezeigt:

  • Die Scheiben an der Seite des Ofens sind nicht nur völlig überflüssig, sie sind mehrmals kaputtgegangen und waren sehr müsam zu ersetzen. Das war richtig physisch schwere Arbeit für 2 Leute, da man den ganzen schweren Ofen mehr oder weniger auseinanderbauen musste und ein benutzter Ofen dann auch verrostete Schrauben hat, die man kaum ab bekommt. Ausserdem waren die Scheiben sehr teuer. Daher würde ich nie wieder einen Ofen mit Scheiben an der Seite kaufen.
  • Noch schlimmer ist allerdings der zweite Makel: Die Topplatte des Ofens rostete überraschend schnell durch. Bei dem oben gezeigten Modell war dies nach der zweiten Saison der Fall, der Ofen, den wir danach kauften, hielt nur 1 Saison! Das Problem ist nicht nur, dass es teuer ist, sondern auch dass man sich auf diese Art vergiften, beziehungsweise vergasen kann, ohne es zu merken. CO2 kann aus den Löchern den Ofens unbemerkt entweichen, aber auch andere Gase und Feinstaub. Es ist also potentiell sehr gefährlich und da es sich hier um die innere Topplatte handelt, die durchrostet oder einfach kaputtbrennt, sieht man diesen Fehler meist nicht, da die obere, sichbare Platte immer noch intakt ist.

TIPP

Daher sollte man regelmässig die innere Topplatte mit den Fingern abfühlen beziehungsweise abtasten und mit der Tschenlampe durchleuchten, um zu sehen, wo das Metall angegriffen ist. Dabei auch um das Rohr herum leuchten und tasten.

URSACHE

So wie es aussieht, liegt es daran, dass die modernen Öfen, die aus Eisenplatten hergestellt sind, nicht so solide sind wie Öfen aus Gusseisen.

Als wir einen Schweisser baten, unseren Ofen zu reparieren, zeigte er mir, dass sich in der Topplatte unterschiedliche Metallsorten befanden, die anscheinend übereinandergelegt als Topplatte funktionierten.

Warum man dies so gemacht hat, wissen wir nicht. Vielleicht sollte dies dafür sorgen, dass die Platte stabiler ist, vielleicht wurde es ausschliesslich getan, um Geld zu sparen.

SO HABEN WIR DAS PROBLEM GELÖST

Wir haben beide Plattenöfen entsorgt, obwohl wir den einen erst 2 Jahre hatten und den anderen nicht einmal 1 Jahr.

Dann gingen wir dahin zurück, wieder einen Ofen von der dänischen Firma Morsø zu kaufen.

Sie stellen gusseiserne Öfen her, die natürlich schwerer sind und die auch weitaus mehr kosten, da sie dänisches Handwerk erster Qualität sind. Nochdazu hat die Fabrik Probleme, die Nachfrage zu stillen. Vermutlich haben inzwischen viele andere Leute die gleichen Erfahrungen gemacht wie wir.

Wir haben jetzt einen Konvektionsofen von der Firma Morsø, mit dem wir sehr zufrieden sind. Hier ist die Topplatte ganz solide; es sollte also unmöglich sein, dass wir wieder das Gleiche erleben. Aber auch innen drin ist der Ofen sehr sinvoll konstruiert, so dass wir jetzt eine sehr angenehme Überraschung erleben: Dieser Ofen spart noch mehr Holz als die angeblich umweltfreundlkichen Plattenöfen und somit ist der teurere Morsø-Ofen schon bald weitaus billiger, denn er hält nicht nur wesentlich länger (Morsø ist dafür bekannt, dass die Öfen Jahrzehnte halten), man spart auch sehr viel Holz und somit viel Arbeit und viel Geld.

Daher kann ich nur sagen: mit unserem modernen Morsø-Konvektionsofen sind wir sehr zufrieden, einen Plattenofen würden wir hingegen, egal ob er (wie die meisten) aus Fernost kommt oder eventuell hier produziert wurde, nie mehr kaufen. Auch wenn sie billiger sein können, letztendlich sind sie immer teuerer als der gute Morsø, zumindest, wenn man den Ofen auf täglicher Basis nutzt und dann besteht bei den Plattenöfen eben das Risiko, dass man sich vergast, ohne es zu merken – und das schockierende war auch hier, dass selbst die Schornsteinfeger es nicht mitbekommen hatten und die Öfen mehrmals untersucht hatten, bevor sie den Fehler fanden! Das ist also wirklich gefährlich!

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s