Resteverwertung: Warmes Gericht mit Salatblättern, Radieschen, Spinat und Kräutern ¤ Food from scraps: warm meal with salad leafs, radishes, herbs and spinach

DEUTSCH

den deutschen Text findet man unter dem englischen

 

ENGLISH

When you have cabbage, Chinese cabbage, salad, spinach or other leafy vegetables in your garden, it is smart to harvest the outer leafs first, rather than cutting off the entire plant.

This way the salad etc. can continue to grow, give you a double harvest and eventually even seeds.

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When you have a natural garden, you will also find all kinds of insects (mainly all kinds of different bees in my garden) to enjoy your leafy veggies. They do however eat quite a large part of the harvest, meaning, the salad (and other) leaves end up with a lot of holes in them, if you leave them long enough in the ground.

This does however not matter at all – if you use the salad for stewed sauces or other meals, such as soups and the like.

If and if you don’t have a garden, and you buy all your produce, you also shouldn’t eat the outer leafs of a salad raw, especially not during CORONA-times.

(It’s best to leave the shopping first for 3 days before you use it and then only use the outer parts of fresh fruit and veggies cooked or baked. You can read more here:

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You do however not have to throw anything away and can make delicious meals out of all the outer leafs and  food scraps.

I usually collect the outer leaves in a container in my fridge and when I have enough, I either mix them into a soup (which is very delicious) or I make a sauce (white gravy) or a stew like the one below, which tastes great with many dishes (rice, potatoes, lentils, wholegrain-pasta) and even with freshly baked bread. You can also add it to Colcanon if you like.

 

RECIPE: Stewed salads, radishes, herbs and tomatoes

Ingredients

12 small radishes with leafs, chopped

6 large Chinese cabbage leaves or chard, chopped

a hand full spinach, chopped

3 spring onions or the greens of ordinary onions, chopped

tomato-leftovers, equivalent to 2 chopped tomatoes

2 cups water

1 cup sour cream or a vegan substitute (alternatively 70 g butter or corn oil)

1 – 2 teaspoons salt or vegetarian bouillon-powder

a hand full chopped herbs from the garden (f.ex. parsley, chives and the like)

4 tablespoons starch, flour or 8 tablespoons potato puree-powder

Method of preparation

Combine veggies, salt/bouillon and water in a large pot, boil for approx. 15 minutes, add herbs.

Mix cream an starch or flour or potato powder. Remove pan from heat, add cream-mixture while stirring well, bring to the boil and leave for a few minutes with the heat switched off.

Tips

  • Tastes great with new potatoes or over pasta and with rice dishes.
  • You might want to add white wine or/and garlic to the sauce/stew.
  • Alternatively you could also add mustard to the sauce and a couple of eggs.
  • You can also freeze the veggies and the herbs, so you have easy fast-food during the winter-season.

A Culinary Journey to Iceland

If you like dishes like this, you might also enjoy the simple cuisine of Iceland, which is featured in this book:

A Culinanary Journey to Iceland

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DEUTSCH

Wenn man Kohl und Salat im Garten hat, ist es vorteilhaft, die Blätter von aussen nach innen zu ernten und nicht, wie im Geschäft angeboten, gleich den ganzen Salatkopf abzuschneiden.

Die inneren Blätter wachsen dann nämlich meinst nach und somit kann man das Doppelte oder manchmal sogar das Dreifache ernten und letztendlich sogar seine eignen Samen einsammeln.

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Manchmal sehen die Blätter von Kohl, Salat, Radieschen und dergleichen so aus wie auf dem obrigen Bild oder die Bienen haben Löcher in die Blätter gefressen. Das ist kein Grund, zu verzweifeln. Ganz im Gegenteil: man sollte sich darüber freuen, dass man diese Insekten im Garten hat, denn sie helfen einem, überhaupt etwas ernten zu können!

Solche Blätter kann man durchaus noch verwenden – beispielsweise in Saucen, Schmorgerichten oder in Suppen und  sie sind sehr lecker und gesund!

Kauft man hingegen im Geschäft ein, sollte man die äusseren Blätter immer abmachen und (ganz besonders jetzt während der CORONA-Krise) solche Sachen lieber gekocht essen.

(Es ist am besten, 3 Tage zu warten, bevor man eingekaufte Lebensmittel verwendet; mehr kann man hier lesen:

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Aus äusseren Blättern, übriggebliebenem Salat oder den Blättern von Roten Beeten, Möhren, Rüben, Kohl und Radieschen kann man Vieles kochen.

Heute machen wir eine cremige Gemüsesauce, die genauso einfach wie lecker ist, und sie passt zu vielen unterschiedlichen Gerichten.

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REZEPT: Sauce mit Salat, Radieschen, Spinat und Tomaten

Zutaten

12 Radieschen mit Grün, gehackt

6 grosse Blätter Chinakohl oder Mangold, gehackt

1 Hand voll Spinat, gehackt

3 Frühlingszwiebeln oder das Grün von normalen Zwiebeln, gehackt

Tomatenreste, so viel wie 2 Tomaten ausmachen würden, gehackt

2 Tassen Wasser

1 Tasse saure Sahne oder eine vegane Erstattung (alternativ kann man auch 70 g Butter oder Maisöl nehmen)

1 – 2 TL Salz oder vegetarisches Bouillonpulver

1 Hand voll gehackte Kräuter

4 EL Saucenbinder oder 8 EL Kartoffelpüreepulver

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Zubereitung

Gemüse, Salz/Bouillion und Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen, Kräuter hinzufügen und ca. 15 Minuten kochen.

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Sahne etc. mit Saucenbinder etc. verrühren und zum Gemüse geben.

Weitere 10 Minuten auf niedriger Flamme kochenlassen, öfter mal umrühren.

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Tipps

  • Man kann die Sauce auch mit Weisswein anmachen und Knoblauch hinzufügen.
  • Alternativ kann man auch Estragon und Senf in die Sauce tun und ein paar Eier darin pochieren.
  • Man kann das Gemüse/die unterschiedlichen Blätter gut einfrieren und hat so im Winterhalbjahr immer gesundes Gemüse griffbereit.

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Hier kann man die Sauce mit einem Reisgericht sehen.

Würde auch gut zu Königsberger Klopsen passen.

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Hier wurde die Sauce zu einem Reisgericht mit Schinken und Ananas (indisch angehaucht) und einer Linsenpastete serviert.

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Hier sieht man die Sauce mit neuen Kartoffen serviert.

Island - Essen, Natur und Kultur

Wem diese Art von Gerichten gefällt, der mag vielleicht auch die Rezepte in diesem Buch:

ISLAND – Essen, Natur und Kultur

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Credits

all pictures and book-covers: NVP

10 thoughts on “Resteverwertung: Warmes Gericht mit Salatblättern, Radieschen, Spinat und Kräutern ¤ Food from scraps: warm meal with salad leafs, radishes, herbs and spinach

  1. Ja, die Sauce passt zu vielem.
    Wenn ich mein Gemüse selber anbauen würde, würde ich das bestimmt auch machen.
    Aber wenn man Gemüse im Supermarkt kauft, ist da kaum gutes Grün dran.

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    • Das ist leider oft so; oder es ist verwelkt oder zu sehr gespritzt. Hab aber des Öfteren gemerkt, dass man selbst beim Discouter in Deutschland Glück haben kann und beispielsweise schönen Kohlrabi kriegen kann, wo noch die Blätter zu gebrauchen sind. Vielleicht wär ja das was für Euch? Kann man aucvh so anmachen, wie im Rezept.

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    • Tja, da hast du leider auch recht.
      Manchmal hat man auf dem Markt Glück oder man findet im Supermarkt oder im Bioladen noch geeignetes Gemüse. Aber aucvh Kohlrabiblätter kann man oft sogar aus konventgiuonellem Anbau mitessen. Ich finde nicht selten welche, die noch brauchbar sind beim Discounter. Vielleicht solltest du einfach mehr auf dem Balkon anbauen? Mir würde das grossen Spass machen, und man kann ja auch vertikal anbauen, also die Wände hoch. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Euch im Sommer schnell sehr heiss wird und da kann es helfen, wenn man vor sich sozusagen eine Wand aus Pflanzen hochzieht.

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      • Das ist alles nicht so einfach, wie es aussieht. Ich bin Mieterin der Wohnung und ich wohne in einem großen Wohnblock, da darf man nicht alles, was man gerne möchte.
        Klar könnte ich das ein oder andere vielleicht anbauen, aber ich darf nichts zubauen.
        Zum anderen habe ich hier schon so viele Pflanzen, Blumen, Bäume entsorgen müssen wegen Ungezieferbefall. Ich habe hier auf dem Balkon nicht so das ganz große Glück.
        Außerdem hat sich jetzt mein Männe auf Gräser spezialisiert. In den einen Hochbeet geht auch der Lavendel nicht gut an, den können wir wahrscheinlich auch schon wieder entsorgen. Und gleich hat mein Mann gesagt, da kommen jetzt auch Gräser rein.
        Dann ist alles voll und mehr geht dann wirklich nicht mehr.
        Aber ich werde den Gemüseanbau im Auge behalten. Vielleicht ergibt sich ja nächstes Jahr die Möglichkeit, oder wenn wir mal eine andere Wohnung haben sollten.

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    • Ja genau oder ihr gestaltet alles um, das ist auch eine Möglichkeit. Ist der Lavendel eingegangen, weil er zu feucht oder zu trocken war? Ich hatte welchen, der einging, weil ich ihn zu viel goss. Ich wusste damals nicht, dass die Pflanzen nur sehr wenig Wasser brauchen.

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      • Ich weiß nicht was der Lavendel hat. Der im Blumenkasten entwickelt sich prächtig, der im Hochbeet sieht mickerich aus. Will so gar nicht gedeihen. Ich gucke schon, dass nicht zu viel gegossen wird. Daran kann es glaube ich nicht liegen.

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      • Ja, das ist es eben, zunächst sieht man so etwas als ekelig und unhygienisch an und kauft Pflanzen und wundert sich, warum das alles so ist. Wenn man sich dann genauer damit beschäftigt, ändert sich die Sichtweise, denn dann versteht man, was das alles da ist, was man entweder selbst produziert oder kauft. Die gekauften Sachen sind nicht nur alle teuer, sondern sie sind so küntlich aufgezogen, dass sie meist schnell eingehen und so gespritzt, dass man nichts davon essen sollte. Selbst die gekaufte Erde ist unnatüirlich, oft mit Schimmel und Bakterien verunreinigt, obgleich sie nicht selten wärmebehandelt ist. Solche gekauften Sachen scheinen hier und jetzt ein problem zu lösen und eine Befriedigung zu geben, doch in Wirklichkeit kreieren sie mehr Probleme als Lösungen und somit ist es auch keine gute Idee, Dinge zu kaufen, die bei uns nicht heimisch sind, denn all das vergiftet eher die Insekten und den Menschen als dass es zu einer gesunden Natur und Umgebung beiträgt. Diesen Teufelkreis kann man nur durchbrechen, indem man selbst seine eigene Erde herstellt oder zumindest Erde aus der Natur nimmt und sie mit eigenem Kompost vermischt und dann nicht nur überzüchtete Pflanzen kauft, sondern vor allemm anfängt, etwas selbst zu ziehen.

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    • Vielleicht bekommt er auch nicht genügend Sonne oder steht zusammen mit etwas, das er nicht verträgt. Ich denke, ein problem ist auch, dass die Töpfe/Kästen, in denen du die Planzen hast nicht besonders gross sind und dass die Pflanzen nicht genügend Nähstoffe bekommen. Ich würde keinen Dünger geben, sondern lieber mit Küchenabfällen düngen,. also meinen eigenen Kompost aus Kaffeegrums, Gemüseresten etc. machen. Lavendel allerdings braucht eher sandigen Boden.

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      • Also mit Küchenabfällen würde ich ungern arbeiten, das zieht mir dann wieder Ungeziefer an. Darauf habe ich keine Lust. Habe eh schon wieder bemerkt, dass in dem Topf mit dem Japanischen Ahornbaum so kleine Fliegen wieder rummachen in der Erde.
        Sandigen Boden, ok, dann müsste ich da mal was besorgen.
        Ich denke mal nicht, das es an dem Hochbeet liegt, das ist auf jedenfall größer als der Blumenkasten. Und im Blumenkasten gedeiht ja der Lavendel.
        Ok, könnte natürlich auch daran liegen, dass er dort im Hochbeet vielleicht nicht so viel Sonne abbekommt. Aber ich habe keinen Platz, das Hochbeet woanders hinzustellen.

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