ANLEITUNG zum SELBERMACHEN: Einfacher grosser umweltfreundlicher Kleiderschrank schnell und preiswert selbst gebaut ¤ DIY: Simple homemade closet / cupboard, low cost, timeless design and lots of space, TUTORIAL

DEUTSCH

Dieser preiswerte Kleiderschrank ist ca. 4 Meter lang und ca. 2,20 Meter hoch. Er besteht aus einem Regal-Teil aus richtigem, massiven Holz, der hinter einem Vorhang versteckt ist und aus einem Schrank-Teil, der sich hinter einer normalen (Massiv-)Holztür (mit dazu passendem Rahmen) befindet.

Alles ist aus gesunden Materialien, somit umweltfreundlich und man riskiert kein Sickbuilding-Syndrome, weil keine schädlichen Chemikalien werwendet wurden.

Das Einzige, was wir neu gekauft haben, waren Türklinke, Gardinenstange und Stoff.

Der Rest sind 3 Gipsplatten, 1 altes IKEA-Regal (IVAN), 1 gebrauchte Tür (mit Rahmen), 2 Besenstiele (oder Rundhölzer im gleichen Durchmesser) und ca. 25 Meter Holzlatten, die 4 x4 cm messen. Ausserdem benutzten wir noch 4 (Plastik-)Halterungen für die Besenstiele und eine Menge Schrauben, Gips zum Verspachteln und natürlich Ösen und Gardinenhaken.

Mehr unten:

 

ENGLISH

This wardrobe is around 4 m long and ca. 2,2 m high.

There is a shelf-part behind a curtain and a part where one can hang shirts, trousers and jackets, which is hidden behind a door.

We got a secondhand-shelf and a used door (with a frame) from the fleamarket.

All we needed to buy were a doorhandle, a curtainrail and fabric, since we also had everything else in store.

We still had 3 sheets of drywall/plasterboard, 1 old IKEA-shelf (IVAN), a used door with its frame, 2 broomsticks, ca. 25 m wooden slats  (4 x 4 cm), 4 (plastic-)holders for the sticks and a lot of screws, plaster and of course also all the hooks we needed to hang up the curtains.

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DEUTSCH

Somit war für uns die Hauptausgabe der Stoff. Aber selbst wenn man alles kaufen muss, solange man Tür und Regal gebraucht kauft, sind die Ausgaben sehr gering. Wichtig ist, dass man den Stoff billig bekommt. Ich nehme da in der Regel etwas, was bei IKEA im Angebot ist, denn hier braucht man 3 oder 4 Längen Stoff, das heisst, mit Saum oben und unten knappe 2,5 m per Länge und da der Stoff recht dünn war und hier 3 m Regal sind braucht man 3 oder 4 mal diese Länge. Das ist eine Menge Stoff (7,5 oder 10 Meter, doppelt breite Baumwolle) und somit muss man hier auf den Preis aufpassen, ansonsten kann man gleich Türen für den ganzen Schrank nehmen.

 

ENGLISH

The most expensive part of this project was the curtain-material, since we needed almost 7,5 m of it, which was about 3 times the height of the room plus enough for all the seams.

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DEUTSCH

Wir haben dann zuerst das Regal aufgebaut. Man kann es auch selbst aus Bettern und Leisten bauen, doch das wird teuer kommen, als wenn man einfach ein Regal vom Flohmarkt oder notfalls auch ein neues Regal von IKEA nimmt.

Danach haben wir rechts und links jeweils 2 Latten als äussere Begrenzung angeschraubt (vorne und hinten, Raumhöhe) und jeweils 2 Latten oben und unten (die die Breite des Regals ausmachen), die dann den Lattenrahmen an jeder Seite des Regals so schliessen, dass man eine Gipsplatte raufschrauben kann.

Auf die linke Seite wurde ebenfalls eine passende Gipsplatte geschraubt.

 

ENGLISH

First we set up the shelf.

The we added a frame of wooden slats at each end, which we covered with drywall.

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DEUTSCH

Für die linke Schrankseite, in der man hinter einer Tür etwas aufhängen kann, haben wir ausgemessen, wie viel Rahmen man um die Tür herum braucht und haben dann noch einen 3. Rahmen auf der linken Seite vom Regal mit den gleichen Latten gebaut, der ebenfalls so hoch wie das Zimmer war. Somit erhielten wir einen kleinen Raum von ca. 1 m x 2,2 m.

Da wir dort aber etwas aufhängen wollten, mussten wir uns jetzt schon entscheiden, wo wir die 4 Latten als Versteifung des Rahmens anbringen würden,  die dann später die Besenstangen (Besenstiele) tragen würden, auf denen man die Kleidung aufhängt.

 

ENGLISH

Then we installed the doorframe to the left of the shelf and the left side of the cupborad was added by establishing a third slat-frame on the left, about a meter away from the shelf.

It was also covered with drywall and we used small leftover drywall-pieces to cover the front of the cupboard around the door.

As a part of the frame we now also had to integrate the 4 slats that were to carry the broomsticks later on.

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DEUTSCH

Letztendlich wurde der Türrahmen an dem schon existierenden Lattenrahmen befestigt.

Auf die äusserste linke Seite des Schranks wurde danach ebenfalls eine passende Gipsplatte geschraubt und alles, was vorne noch offen war, mit Gipsplatten-Resten bedeckt.

Danach wurde alles an Vertiefungen etc. auf den Gipsplatten mit Gips verschmiert, mit der Hand ein Muster auf den Gipsplatten geschmiert, so dass es einer geputzten Wand gleicht. Als alles trocken war, wurde alles weiss getrichen und die Tür eingehängt.

 

ENGLISH

Eventually we plastered everything on the drywall that needed plastering and painted the drywall white.

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DEUTSCH

Auf dem obigen Bild kann man die oberste Querleiste (Latte) sehen, wie sie als quer gehende Verstärkung dient und auch solide genug ist, um die Besenstange mit der Kleidung zu tragen.

 

ENGLISH

Here you can see the wooden slat that is holding up the broomstick where all the cloths are going to be hung up.

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DEUTSCH

Jetzt brauchte man lediglich die Plastikhalterungen anzuschrauben, welche die Besenstangen halten müssen.

 

ENGLISH

Now we just needed the holders which would hold the broomsticks in place.

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DEUTSCH

Solche Halterungen gibt es auch aus Metall und die sind meist haltbarer, obwohl es diese auch tat und noch nichts abgebrochen ist.

Statt alter Besenstangen kann man natürlich auch 2 Rundhölzer kaufen oder Kleiderstangen, die aus Metall sind.

Obgleich man meinen sollte, die letzteren seien immer besser, leider habe ich auch schon auf erlebt, dass selbst Metallstangen sich biegen, wenn man viel draufhängt.

Wichtig ist auch, dass ein Rundholz keinen zu grossen Durchmesser hat. Schliesslich muss es immer noch in die Halterung passen und man muss auch einen Bügel drauf aufhängen können.

Zum Schluss wird dann lediglich noch die Gardinenstange an die Zimmerdecke geschraubt und es werden 2 bis 4 Vorhänge genäht, je nachdem, wie flexibel das Arrangement sein soll und wie wie dick oder dünn (und lichtdurchlässig) der Stoff ist. Hat man einen relativ dicken Möbel-oder Gardinenstoff, kommt man u.U. mit recht wenig Stoff aus. Hat man hingegen einfache Baumwolle gekauft, muss man viel Stoff nehmen, der oben, wo man das Gardinenband annäht reichlich gekräuselt werden kann, denn es wäre doch schade, wenn man den Inhalt der Regal-Seite des Schranks durchsehen könnte.

 

ENGLISH

After they were installed, we inserted the broomsticks, the door and put the curtain-rail onto the ceiling.

All we then had to do, was to sew two curtains that hid away the clothes in the shelves.

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Credits

pictures and text:NVP

13 thoughts on “ANLEITUNG zum SELBERMACHEN: Einfacher grosser umweltfreundlicher Kleiderschrank schnell und preiswert selbst gebaut ¤ DIY: Simple homemade closet / cupboard, low cost, timeless design and lots of space, TUTORIAL

    • Danke, das ist wirklich eine schöne Bestätigung, denn wir bauen fast alles selbst und habe auch sehr viele Schränke und Regale eingebaut, um eben genug Platz zu haben, da wir sehr viele Dinge aufbewahren. Was du oben siehst, ist lediglich die Kleidung für eine Person. Somit braucht man also sehr viel Schrankplatz. Das Beste daran ist aber: der Schrank passt überall rein, sieht neutral aus. nimmt relativ wenig Platz weg, kostet kaum was und enthält keine Giftstoffe.

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      • Da freue ich mich wirklich, dass du die sachen nicht wegwirfst! Da tust du dann immer ne gute Tat, egal ob für Umwelt, Freunde oder für dich selbst! Diese öffentlichen Bücherschränke, Telefonzellen oder was man da alles hat, finde ich auch unheimlich toll. Hab da auch schon was hingebracht und mitgenommen

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    • Oh du, willst du das wirklich wissen, was wir alles aufbewahren? Es geht schneller, dir zu sagen, was wir nicht aufbewahren. Ja, der obige Schrank ist tatsächlich nur für eine einizige Person und dort sind nur Kleidung, Handtücher, Gürtel, Unterwäsche, Handschuhe, Mützen etc., Tischdecken und Bettzeug drin. Doch wir haben sehr viele Schränke und Regale. Ich sorge in der Regel dafür, dass alle Wände, die nicht mit Kunst verziert sind, entweder Schränke und Regale haben, damit man möglichst viel sehr effektiv verstauen kann.
      Wir haben u.a anderem wohl so um die 2000 – 5000 Bücher. Hab sie nicht gezählt, aber es sind sehr viele. Dann sind da die Büros mit all ihren Ordnern und Recherchenmaterial. Kleidung haben wir ebenfalls sehr viel und natürlich alles, was man sonst so zum Leben braucht: Werkzeug, Nähzeug, Zutaten, Stoffe, Baumaterialien, Büroartikel, Saatgut, Lebensmittel u.s.w. Wir versuchen eben es zu vermeiden, irgendetwas zu kaufen und benutzen das, was wir haben.

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      • Wenn man so ein großes Haus hat, hat man auch mehr Möglichkeiten, viele Sachen unter zubringen. In einer 1-Zimmerwohnung ist das nicht möglich. Seit mein Schatz bei mir wohnt, ist auch mein Keller schon überfüllt, weil wir einiges von ihm dort unter bringen mussten.

        Ich bin auch so ein Mensch, was ich ca. 2 Jahren nicht in den Händen hatte, das braucht man auch nicht mehr, also wird es entsorgt. Ausmisten muss einfach sein, sonst kann man sich hier nicht mehr bewegen.

        Meine Nachbarin unter mir, hat ihre Wohnung so voll gestopft, da könnte ich nicht leben. Man kann sich ja kaum rühren. Das ist nichts für mich.

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    • Ja, da hast du recht, das ist wirklich furchtbar, wenn man sich nicht rühren kann und nur Ramsch sammelt, weil man sich nicht dazu aufraffen kann, ihn wegzuwerfen. Bei uns ist das so: Zum einen haben wir die vielen Schränke und Regale, damit alles sehr übersichtlich gelagert werden kann, denn wir haben keine Zeit zum Suchen. Zum anderen sind wir noch nicht mit den Bauarbeiten fertig. Erst wenn wir ganz mit dem Bauen und mit dem Anlegen der Gärten fertig sind, wird alles weggeworfen, was wir nicht mehr brauchen. Beispielsweise stehen momentan immer noch die Überreste eines ganzen Hauses in der einen Scheune. Stell dir vor, jemand hat uns einmal ein ganzes Haus geschenkt – die Bedingung war, wir mussten ihm beim Abreissen helfen und mitnehmen, was wir konnten. Ab und an trifft man eben auf Leute, deren Bedürfnisse oder Probleme sich mit einem selber überdecken, in der Art, dass, wenn man sich hilft, beide davon profitieren. So auch beim örtlichen Fliesenhandel. Die müssen viel Geld bezahlen, um die zerbrochenen Steine loszuwerden und wir nehmen sie mit Kusshand. So kann man sich eben helfen, wenn die Bedürfnisse sich ergänzen. Darum haben wir auch noch so viel gelagert. Denn wenn du das alles neu kaufen musst, kostet es ja ein Vermögen. Ausserdem ist es ökologischer: alles wird verbraucht und es entsteht kein Müll. Ich find das wirklich so furchtbar, dass alles weggeworfen wird und dann überall rumliegt und stinkt und hässlich aussieht. Wenn du etwas aussortierst, gibst du es dann weg, verkaufst es oder spendest es einem guten Zweck? Auf diese Art kann man nämlich auch Müll vermeiden und dann freut sich ein anderer.

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      • Jetzt kann ich es besser verstehen, ihr seit mit eurem ganzen Haus und mit der Bauerei noch gar nicht fertig, deshalb wird so viel aufgehoben. Klar, kann ich verstehen.
        Das mit dem Haus ist ja irre. Nehme mal an dass es sich da um Backsteine, Holz usw. handelt, was ihr widerum in eurem Haus verwenden könnt.
        Was die Fliesenfirma betrifft so ist das natürlich eine super tolle Sache. Die müssen das nicht für teuer Geld entsorgen und ihr könnt damit wieder tolle Mosaikböden usw. legen.
        Kleidung, die verschlissen ist, entsorge ich im Müll, Kleidung die man noch tragen kann, habe ich früher einer lieben, aber armen Freundin geschenkt. Heute gebe ich es zum Roten Kreuz.
        Bücher kann ich nicht wegwerfen, aber ich kann sie z. B. auf einer Parkbank liegen lassen oder im Zug, so das jemand anderes das Buch nehmen kann. Bei uns gibt es mittlerweile in fast jeder Stadt, Dorf einen öffentlichen Bücherschrank. Da kann man Bücher für andere hinein stellen oder sich selbst bedienen.
        Haushaltsgegenstände die ich selber für unnötig halte, weil ich sie nicht benutze, haben wir schon auf Flohmärkten verkauft oder ich habe es verschenkt.
        Liebe Grüße
        Roswitha

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    • Danke. Wir haben viele solcher Schränke gebaut und sie sind wirklich extrem prktisch und preiswert – und vor allem ohne Giftstoffe.Was für ein Modulhaus willst du denn bauen? Wenn du willst, schaue ich es mir an, wir haben viel Erfahrung in Sachen Hausbau und Umbau. Vielleicht kann ich dir ja irgendwie helfen… oder vielleicht hast du ja selbst schon viel gebaut?

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      • Danke für das Angebot. Also ich bin mir noch nicht ganz sicher und suche gerade im Internet nach Möglichkeiten. Es soll 20-30 Quadratmeter Fläche haben mit Wohn- und Schlafbereich, einer kleinen Küchenzeile und Bad. Ich melde ich gerne mal, sobald ich eine genauere Vorstellung habe und ein paar Angebote angeschaut. 🙂 Ich bin da für jeden Rat dankbar.

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    • Das klingt ja wirklich cool. Ich finde Hüaslebauen immer spannend. Ist irgendwie eine Krankheit geworden, die wir hier in der Familie haben. So wie das Lappland-Virus: Manchge sind immun dagegen, doch wenn du’s nicht bist, must du jedes Jahr nach Lappland zurückkehren, weil sonst die Sehnsucht zu gross wird… Wir sind nicht immun, weder gegen Lappland, noch gegen verrückte Dinge bauen. Hast du mal auf unsere Brombeerhof-Seite geschaut? Wir haben ja einen alten Hof als Ruine gekauft und dann mehr oder weniger alles so ökologisch wie möglich renoviert – fast alles mit gebrauchten Materialien, die wir sehr billig oder gratis bekommen haben und das ist irre gut für die Müllvermeidung, sieht aber auch sehr interessant aus, wenn man es künstlerisch so arrangiert, dass es sich gut ergänzt. Wenn du schreibst Modul-Haus… meinst du dann sowas wie TinyHouse oder eher wie ein Fertighaus? Willst du das dort bauen, wo du jetzt den garten hast oder woanders? Klingt alles sehr spannend… ach um ehrlich zu sein, wir sind auch noch beim Renovieren und Bauen. So um die 500 m2 sind schon fertig, doch weitere 500 bis 1000 könnte man noch nutzen, wenn man wollte… sag ja; ist ne Krankheit und die Kinder haben sie auch geerbt! Macht einfach Spass, hier und da was Kreatives zu bauen!

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      • Ja, ich hatte mich schon mal umgeschaut auf der Brombeerhof-Seite. Das ist richtig spannend, was ihr da schon gemacht habt. Mit alten und gebrauchten Materialen möchte ich auch gerne ein bisschen den ökologischen Fußabdruck kleiner halten. Also es geht eher in Richtung Tiny-House, aber eins ohne Räder. Und da gibt es einige tolle Möglichkeiten. Ich möchte das hinterm Haus bauen und mit somit ein ganz eigenes Reich einrichten. Zwar habe ich eine eigene Dachgeschosswohnung im Haus meiner Eltern, aber das ist in Zeiten des Klimawandels extrem heiß. Ich möchte es dort hin bauen, wo sich momentan noch das Hochbeet befindet. Drumherum sitzen schon einige kleine Obstbäume und diese möchte ich dort auch so stehen lassen. Sie bieten dem Haus dann auch noch ein bisschen Schutz vor der Sonne, filtern die Luft und ich kann quasi das Fenster öffnen und mir einen Apfel pflücken. 😉 Mir macht das auch Spaß, kreativ was zu schaffen. Ich schaue gleich noch mal auf der Brombeer-Seite vorbei.

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