Ökologie und Schädlinge: Wer isst im Naturgarten mit? ¤ Permaculture on a daily basis: How prone is the natural organic garden to the attack of pests and vermin?

DEUTSCH

Den deutschen Text findet man unter dem englischen.

ENGLISH

Since our garden is wild and organic, I have been asked how much of our crop we actually get to eat and how much the wild-life steals from us.

The answer is rather shocking.

Actually I am glad, that I have been asked this, because until now I hadn’t quite realized how exceptional it really is, or rather, I actually think, this is the norm, it’s only not many people give Mother Nature the chance to take care of itself; and that is why our experiences may seem quite extraordinary to most people – even though they are not.

We have had this garden for more than 15 years now, so you can say enough summers have gone by to proof that this isn’t luck, but that there is a method behind this that works in real life.

So the answer is: We have no real problems with pests and vermin. I would even say, we probably have fewer problems and less of our harvest eaten than people who use pesticides and fungicides.

But that is no coincidence.

We just make sure that we have an intact eco-system to support our gardening-efforts.

The other day I actually found a half-eaten carrot and some big fat slugs right next to them.

My husband said, ooogh, that is delicacy for the birds! And right he was!

Some time ago I saw the birds walking through the raised beds and I was about to chase them away, because I was worried, they would eat my beetroot-leaves. But my children, said no, leave them alone, they are here to help; they take the bugs. And right they were as well!

Snails get rather big in our garden. And so do the birds. But that makes it difficult for them to get away, so Fluffy and other cats don’t go hungry either.

Basically it’s like this: If one tries to keep the garden as wild as possible, there is always something higher up the food-chain that will take care of a pest, so one never really has to worry about anything. Very time-and cost-efficient; Mother Nature just takes care of everything, if only one lets her.

There is however one exception: Most of my cabbage-leafs have holes in them. Now most people anyway don’t use the leafs of broccoli, kohlrabi and the like, but I do. However, it doesn’t matter to me that there are holes in them. I respect, that the insects need them as food, and in exchange for that they pollinate my crops. So I’m fine with that. There is enough for everyone here; I’m not in competition with them.

My advice would be:

  • to allow the garden to grow as wild as possible
  • to allow for a little forest-like area on the ground
  • to only cut the grass where it’s necessary
  • to keep an area with wild flowers and tall grass
  • to plant enough and to make sure that there is enough food and water for bees and other little helpers all year round
  • to provide areas that can serve as shelter for both insects, smaller and larger animals
  • not to make too much of a fuzz about weeds; just take out what you absolutely need to remove to get a decent crop

Find more tips here:

Does it pay off to grow your own fruit and vegetables?

DEUTSCH

Neulich wurde ich wieder einmal gefragt, wie es denn nun mit Schädlingen in unserem Garten sei und wie viel von unserer Ernte wir eigentlich selbst essen dürften.

Da wurde mich schlagartig klar, dass das ja eigentlich das Ding ist, was die Leute immer sagen: Ihr braucht das Gift, denn ansonsten bleibt nichts mehr von der Ernte übrig.

Doch das ist überhaupt nicht unsere Erfahrung.

Vermutlich haben wir sogar eine bessere Ernte als Leute, die düngen und spritzen.

Und das hat folgenden Grund: Wir haben einen sehr grünen und sehr wilden Garten, wo ein Teil waldähnlich gestaltet ist. Hier ist das Ökosystem noch in Balance.

Beispiel: Neulich fand ich tatsächlich eine angeknabberte Möhre und eine dicke, fette Nacktschnecke daneben. Mein Mann meine, das sei ein Leckerbissen für die Vögel – und recht hatte er!

Zuvor sah ich die Vögel immer durch die Gemüsebeete watscheln und wollte sie eigentlich wegjagen, denn ich hatte Angst um meine Rote Beete-Blätter.  Doch meine Kinder meinten, ich solle das sein lassen; die Vögel seien hier, um uns zu helfen. Auch sie hatten recht damit!

Also bevor man Vogelscheuchen aufstellt und sonst irgendwie in den Kreislauf der Natur eingreift, sollte man lieber alles wild wachsen lassen und die grüne Pracht nur so weit zähmen, dass sie noch schön anzusehen ist und man noch durchkommt; also den Garten noch so nutzen kann, wie man gerne möchte.

Doch ansonsten steht einem Mutter Natur treu zur Seite – solange man sie nicht wegscheucht.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Unsere Kohlblätter sind alle von Insekten angeknabbert worden. Den meisten Menschen würde das nichts ausmachen, denn sie essen die Blätter von Broccoli, Kohlrabi und dergleichen sowieso nicht, doch ich verwende sie. Allerdings macht es mir nichts aus, dass da Löcher drin sind, denn wir kochen die Blätter ja, und ich denke, die Bienen und dergleichen brauchen das einfach. Als Gegenleistung bestäuben sie mir ja meine Ernte und somit bin ich eigentlich eher dankbar als genervt.

Um eine reiche Ernte im Naturgarten zu erzielen, würde ich folgendes empfehlen:

  • Man sollte dem Garten erlauben, so wild wie möglich zu wachsen
  • Man sollte einen Teil des Gartens als Mini-Wäldchen anlegen
  • Man sollte nur dann und da das Grass (den Rasen) mähen, wo es unbedingt notwendig ist
  • Man sollte eine Wiese mit wilden Blumen haben
  • Man sollte reilchlich Obst und Gemüse anbauen, um dafür zu sorgen, dass genug für alle da ist
  • Man sollte dafür sorgen, dass genug Wasser und Nahrfung für die Insekten und auch für kleine und grosse Tiere vorhanden ist
  • Man sollte Bereiche im Garten so anlegen, dass sie als Zuhause für Insekten, kleine und grössere Tiere dienen können
  • Man sollte nicht jedes Unkraut wegmachen, sondern nur das Allernötigste, damit die Ernte einigermassen gedeihen kann, das spart Zeit und Arbeit und gibt den wilden Tieren genügend Nahrung; ausserdem ist bei mir das Unkraut auch eine prima Bodendeckung gewesen, so dass man sich das Mulching sparen konnte

Weitere Tipps findet man hier:

Kann es sich bezahlt machen, einen Gemüsegarten zur Selbstversorgung anzulegen?

Credits

all pictures: NVP

6 thoughts on “Ökologie und Schädlinge: Wer isst im Naturgarten mit? ¤ Permaculture on a daily basis: How prone is the natural organic garden to the attack of pests and vermin?

  1. Ohja, unsere Kohlrabiblätter wurden auch alle ziemlich angeknabbert.Allerdings essen wir die Blätter nicht, sondern erfreuen uns umso mehr an den schmackhaften Knollen. Momentan werden unsere Weintrauben gern von Wespen besucht, die diese offensichtlich sehr gern mögen. Aber solange das nicht überhand nimmt, lassen wir ihnen die Freude… 🙂
    Liebe Grüße aus dem Herbstlicht…
    🌺🦋❤🌺
    🙂 Rosie 🙂

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    • Hallo liebe Rosie, schön wieder von dir zu hören, und es tut mir leid, dass ich eine Weile nicht im Internet war. Die Ernte nimmt eben viel Zedit in Anspruch. Schön, dass ihr auch Kohlrabi habt! Das ist ein unheimlich leckeres und auch vielseitiges Gemüse. Was macht ihr denn damit? Und warum esst ihr die Blätter nicht? Mögt ihr sie nicht oder habt ihr es einfach noch nie probiert? Ich kenne Kohlrabigemüse oder Kohlrabisuppe mit Blättern sch
      on aus der Kindheit; ist also nichts Modernes. Doch es ist wohl auch regional verschieden, ob man sie isst oder nicht, nehme ich an. Ist es bei Euch noch so warm, dass die Wespen nocvh so richtig lebendig sind? Bei uns ist es schon etwas kühler und somit haben sie nicht mehr so viel Energie.- Icvh bin dabei, für das nächste Jahr ein neues Hochbeet anzulegen und tue somit Obst- und Gemüseschalen in das neue Beet – und das scheint den wespen sehr gut zu gefallen. Doch ich kann auch sehen, dass sie ein bisschen schwerfällig geworden sind. Ihnen scheint nun die Sonne zu fehlen und somit werden sie kaum mehr wild rumschwirren, sondern konzentrieren sich nur noch aufs Futtern… liebe Grüsse zurück von Liv

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    • Hallo liebe Monika, Ja, die Katze ist süss, nicht wahr? Hab dabei auch an dich gedacht. Sie ist noch nicht so lange hier; ist vor ein paar Wochen aufgetaucht. Bei uns gibt es viel zu fressen, darum sind die Wildkatzen oft in unserem Garten. Neulich früh am Morgen hat Fluffy (eine dunkle Wildkatze) eine grosse Taube gefangen und sie dann frecherweise nicht mal aufgefressen, sondern nur ein bisschen von der Brust genascht und dann liegengelassen. Das ist etwas, das ich echt nicht mag, wenn sie dann die Hälfte der Beute liegen lassen und wir die dann begraben müssen!
      Gibt es bei euch auch wilde Katzen? Bei uns hier sind es recht viele. liebe Grüsse von Liv

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      • Hallo, liebe Liv,
        ja, die ist echt so süß!
        Ach, das würde ich auch nicht mögen mit der liegengelassenen Beute, zum Glück gibt es hier im engeren Umfeld kaum wilde Katzen, auch nur noch ganz wenig Freigänger. Ich war immer froh, daß Mimi keine war, sie war wohl auch sehr zufrieden nur mit ihrem Balkonien. So mußte ich mir auch immer keine Sorgen um ihr draußen rumstromern machen.
        Einen schönen Abend wünsche ich euch, liebe Grüße
        Monika.

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    • Das würde mich auch schwer fallen, wenn ich eine Katze hätte, die dann draussen überall unterwegs wäre. Aber ich glaube, diese Katzen, die wir im garten haben, sind wohl fast alle Wildkatzen. Doch ewinen Kater gab es einmal, der gehörte unseren Nachbarn und der war das fieseste, was es gab. Er hatte ständig schlechte Laune und hasste wohl alles, Menschen, Autos, allesmögliche. Er hattte aber eine Zwillingsschwester, die fast genauso aussah, und sie war das genaue Gegenteil – unheimlich lieb, sanftmütig und hat nie das Haus verlassen und stattdessen nur mit den Nachbarskindern gespielt. Frederik hingegen, der schlecht gelaute Kater, hat ständig alles und alle provoziert. Als wir hier einzogen, gab er uns eine Miau-Prädigt, was wir hier wollten und wie doof wir Menschen doch seinen. Dann ist er ständig durch unser schlafzimmerfenster gesprungen, also haben wir ganz hohe kleine Fenster eingebaut – und was macht das Vieh? springt wsieder durch, während wir schlafen, nur um uns Menschen zu zeigen, dass wir hier, auf seinem Gebiet, nichts zu suchen haben und er es doch kann! Als er dann aber die Konfrontation mit einem Auto gesucht hat, das er auch nicht in sein em Revier haben wollte, war dann endlich Schluss, denn Kasmpf hat er verloren. Also echt, sowas habe ich noch nie erlebt! Alle anderen Katzen und Kater, die hier sind, sind alle ganz lieb – na ja, so lange man weder ein Vogel oder eine Maus ist… für diese armen Tiere sieht es natürlich ganz anders aus.

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