CORONA und Dänemark: Was ist wichtiger? Das Recht, Urlaub zu machen und mit Tourismus Geld zu verdienen oder das Recht, am Leben zu bleiben?

Es gibt Leute, die dazu aufrufen, dass Einreisebestimmungen gelockert werden sollen, damit sie bei uns besser Urlaub machen können.

Während sich alle einig zu sein scheinen, dass die meisten Massnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 “übertrieben” seien und sich selbst als Opfer dieser zu sehen sehen scheinen, ist die Realität für uns in Dänemark eine sehr harsche:

Viele von uns kämpfen auf täglicher Basis ums Überleben. Wir haben keine Wahl. Wir müssen zur Arbeit gehen, wenn wir nicht unser Dach über den Kopf verlieren wollen und essen wollen.

Eine Impfung wird vermutlich frühstens im Janur 2021 zu haben sein, doch wie sie dann verteilt wird ist eine Frage, eine andere, ab wann der Impfschutz dann tatsächlich wirkt, denn es sollen mindestens 2 Impfungen notwendig sein, um eine Immunität zu erlangen. Das bedeutet, dass mindestens 4 Monate, wenn nicht noch weitaus mehr vor uns liegen, in denen wir auf täglicher Basis keine andere Wahl haben, als ums Überleben zu kämpfen.

Und warum?

Nicht weil wir selbst unvorsichtig gewesen sind, wir leben nämlich bereits seit März in Quarantäne, nein weil wir arbeiten müssen und weil am Arbeitsplatz die Leute das Virus einschleppen, die mit denen in Kontakt kamen, die hier Urlaub machen und feiern mussten!

Ist das fair, dass Ferienhausvermieter, Tourismusveranstalter und Feriengäste ein Recht haben, hier bei uns zu sein, während uns das Recht, unversehrt am Leben zu bleiben aberkannt wird?

Auf dem Blog Bornholm my love wird dazu aufgerufen, Unterschriften zu sammeln und Stellen anzuschreiben, damit Bornholm nicht länger als Krisengebiet angesehen wird.

Warum?

Damit ein paar wenige ihr Vergnügen haben können und viele andere darunter leiden müssen – sowohl in Dänemark, als auch in Deutschland!

Ich hatte dort folgenden Kommentar geschrieben, der natürlich nicht veröffentlicht wurde:

Natürlich ist es immer idiotisch, wenn die Bürokratie auf unsinnige Weise zuschlägt, da gebe ich dir/euch recht. Dennoch würde ich so eine Petionion nie unterschreiben, denn wir haben z. Zt. absolut keinen Bedarf an Touristen in Dänemark und auch sonstige Lockerungen müssen unterbunden und alles nicht absolut notwendige wieder geschlossen werden, da die Fallzahlen noch extremer angestiegen sind als vor dem Lockdown!

In der Tat ist es so, dass WIR in Dänemark JETZT IM ALLTAG zwangsweise unser LEBEN AUFS SPIEL SETZEN MÜSSEN, nur weil es Leute gab, die im Sommer unbedingt verreisen und anderweitig unverantwortlich handeln mussten.

Mein Mann und ich leben z. Zt. zwangsweise getrennt, weil er momentan das grösste Risiko hat und dann die Krankheit nicht an den Rest der Familie weitergeben will. Das ist kein Leben mehr, es ist momentan nur noch ein Existieren, wo wir rund um die Uhr arbeiten, in der Hoffnung, dass wir die mächsten 4 Monate bis zur Impfung überleben, während immer mehr Leute um einen herum das Virus verbreiten.

Darum bitte ich Euch, REIST BITTE NICHT NACH DÄNEMARK, fahrt nicht durch Dänemark auf dem Weg nach Schweden und unterschreibt bitte keine Petitionen, die es für uns schwieriger machen, die nächsten 4 Monate am Leben zu bleiben.

Es sind doch nur noch ein paar Monate. Im nächsten Sommer könnt Ihr dann höchstwahrscheinlich wieder verreisen, sobald alle geimpft sind. Doch mömentan denke ich, haben wir ein Redcht, die Leute zu bitten, unser Leben nicht noch mehr zu gefährden.

Reiseerlebnisse und Geld können doch die vielen Menschenleben nicht wert sein, die hier verloren gehen und die Existenzen, die dadurch zerstört werden, dass so viele Menschen aufgrund der Spätfolgen invalide werden.

Bitte zeigt Verständnis, bitte tut uns, die wir auf alltäglicher Basis in Dänemark leben und auch arbeitewn müssen, das nicht an! Danke.

Davon abgesehen: Liebe Steffi, du hast einen wunderschönen Blog und ein inspirierendes Buch, das macht vielen Menschen Freude. Hab Dank dafür.

10 thoughts on “CORONA und Dänemark: Was ist wichtiger? Das Recht, Urlaub zu machen und mit Tourismus Geld zu verdienen oder das Recht, am Leben zu bleiben?

    • Hallo liebe Monika, ja, das ist leider auch sehr wahr. Darum haben wir ja auch die Vewrlag gegrüyndet. Wir versuchen mit unseren Büchern, die Menschen dazu zu inspirieren, wieder bessere Werte für sich zu suchen und zu finden. ganz liebe Grüsse aus dem hohen Norden sendet dir Liv

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  1. Ich kann dich so gut verstehen, liebe Liv, Rücksichtnahme und Fürsorge für andere sind Fremdwörter geworden, in unserem Land wird ja auch dauernd gegen alles protestiert und demonstriert, was mit sinnvollen Corona-Maßnahmen zu tun hat, da zetert man um seine Freiheit, und tritt die der anderen mit Füßen, da schwurbelt man rum wegen eines Stück Stoffs im Gesicht, und zeigt dabei die häßliche Fratze der Egomanie. Und man schwingt sich doch tatsächlich dazu auf, zu behaupten, wir wären wegen dieser Rücksichtsnahme auf andere schwerst in unseren Grundrechten eingeschränkt….hääää? Gerade weil nicht kann man nämlich so hemmungslos rücksichtslos demonstrieren ohne Mundschutz und Abstand???!
    Das Leben ist das höchste Gut, und die eigene Freiheit endet da, wo die des anderen beginnt! Du hast gute Worte gefunden in deinem Kommentar, war mir irgendwie gleich klar, daß man ihn nicht veröffentlicht hat, traurig! Aber Hauptsache, die Krakeeler dürfen!
    Ich hoffe sehr, daß ihr, daß wir, daß alle Menschen diese Corona-Zeit hoffentlich gut überstehen, wir schaffen es doch nur gemeinsam, aber ich glaub, der Anteil der Vernünftigen ist doch noch höher als der rücksichtslosen Ich-AG’s!
    Euch wünsche ich von Herzen einen schönen Sonntag, paßt auf euch auf und bleibt gesund, liebe Grüße
    Monika.

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    • Hallo liebe Monika. Auch hier kann ich dir nur beistimmen. Ja,. ich musste schon fast lavhen – bitter lachen – als ich das Wort Freiheit las, denn das hat ja nun absolut überhaupt nichts damit zu tun. Da kann man mal wieder sehen, wie ungebildet viele Leute sind, die das so präsentieren! Freiheit kann man nämlich nur geniessen, wenn man Verantwortung übernimmt – und zwar zu dem Grad wie man etwas verantwortungsvoll beeinflusst, kann man frei davon sein. Du hast absolut recht mit dem, was du hier schreibst; wir sehen es ganz genauso.Danked für deine liebe Worte, dein Verständnis – und dass du rücksichtsvoll bist. liebe Grüsse von Liv

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