Herbstaktivitäten bei uns auf dem Hof ¤ Fall on our farm

DEUTSCH

Ein Blick über den Gartenzaun verrät, dass Ńachbars neue Ernte bereits wieder dabei ist, bestens zu gedeihen und die vielen Vögel, die es bei uns gibt, freuen sich darüber.

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One of the fields next door – visited by lots of birds!

DEUTSCH

Alle Äpfel sind jetzt abgeerntet – selbst Belle de Boscope und Ingrid Marie.

Dieses Jahr war es aber kein gutes Apfeljahr in Dänemark, auch die professionellen Plantagen haben recht mikrige Ernten.

Lecker sind die alten Obstsorten aber trotzdem, und wir haben dieses Jahr dann eben alles verwendet – auch Fallobst und dergleichen. Hauptsache eigene Äpfel, denn die gekauften schmecken nicht mehr so gut, seit sie Enzyme wegzüchten und alles immer süsser und künstlicher wird.

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Eventually also the apple-harvest is over.

DEUTSCH

Holz zu hacken und zu sägen ist eine Beschäftigung, die glücklicherweise eines meiner Kinder übernommen hat, um sich fit zu halten. Dieses Jahr mussten ein paar Bäume gefällt werden, doch das ist dann auch gratis Brennholz, was auch wieder gut ist.

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Autumn is also the time, where a lot of fire-wood needs to get chopped and chestnuts collected – there are so many things that still need to be done before it’s too cold to go outside.

DEUTSCH

Gestern sah ich, dass eines meiner Kinder die ganzen Kastanien aus der Einfahrt zur Seite geräumt hatte. Vielleicht mache ich eine Dekoration daraus oder wir basteln was. Doch meistens benutze ich sie, um sie woanders auf dem Hof wieder einzubuddeln, damit wir mehr Bäume bekommen. Seit wir hier wohnen, haben wir beachtlich aufgeforstet – der Natur und des Klimas wegen und weil es schöner aussieht.

Auf jeden Fall gibt es bei uns – trotz der vielen Arbeit, die ganz besonders im Herbst anfällt – reichlich Efterårshygge – Hygge im Herbst

Da findet man auch 2 Rezepte, wie ich das geerntete Obst vielleicht nicht ganz so traditionell weiterverwende.

Wer neugierig ist, was wir sonst noch so bei uns auf dem Brombeerhof machen, dem gefällt vielleicht dieses Buch: Goldene Herbsttage auf dem Brombeerhof, wo ebenfalls ein paar Rezepte mit dabei sind.

HerbstImBrombeerhofCover3FINAL

Credits:

pictures and book-cover: NVP

10 thoughts on “Herbstaktivitäten bei uns auf dem Hof ¤ Fall on our farm

  1. Richtige Herbstidylle bei euch, und die Vögel haben auch was davon, schön!
    Schon lange keinen richtigen Boskop im Einkaufsladen gesehen, ich mag das alte Obst auch so gerne, wie hab ich als Kind Boskop-Äpfel geliebt! Hier wird man sie wohl bestenfalls noch auf dem Markt bekommen. Boskop als Bratapfel, sooooo lecker!
    Schade, daß es kein so gutes Apfeljahr war, wundert mich nicht, daß ihr dann auch alles verwendet habt. Machst du Apfelsaft? Den besonders leckeren trüben? Vor Jahren hatten Freunde von mir einen Schrebergarten und darin einen wunderbar tragenden Apfelbaum, da hab ich immer abgekriegt und lecker Chutney davon gemacht!
    Hihihihi, klasse, daß du das Holzhacken an die Kinder delegieren kannst, wenn sie es als Fitness sehen, das ist günstig!
    Kastanien, welch ein Zauberwort, da haben wir auch immer gebastelt hier in den Kindertagen meines Sohnes, direkt vor seiner Grundschule steht ein großer Kastanienbaum, der lieferte immer zuverlässig das Bastelmaterial. Tut er heute noch, und ich muß mich immer bücken, wenn ich welche sehe, sie sind auch so schön zum so dekorieren, weil sie wie poliertes Holz aussehen. Und die eßbaren Kastanien, die Maronen, hach, lecker, heiß aus der Tüte vom Weihnachtsmarkt!
    Dann macht ihr es euch auch mal langsam richtig hyggelig, wenn dann vielleicht die Arbeit langsam weniger wird.
    Bleibt gesund und paßt auf euch auf, ganz liebe Grüße
    Monika.

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    • Apfelsaft mache ich nicht – und das, obwohl ich ihn natürlich sehr liebe. Aber eingeweckter Saft ist ja nicht gesund und frischer Saft ist schnell getrunken, aber eine Wahnsinnsarbeit, es sei denn, man stellt ihn mit einer grossen Presse her. Daher werwenden wir Obst hauptsächlich frisch beziehungsweise als Smoothies. Da passt es dann eher mit dem Arbeitsaufwand und man kann sie gut einfriren, damit man was im Frühling davon hat, wenn es kein frisches Obst mehr gibt. Aus dem Abfall (Schale etc.) machen wir Apfelmus etc. Doch natürlich lieben wir auch Apfelsaft: wer liebt den nicht?! Bei uns ist es so, dass viele Obstplantagen nicht alles Obst loswerden und die Bio-Plantagen sowieso nicht, denn die Leute wollen nur perfektes “BIO”-Obst, was aus Ländern impoirtiert wird, wo die Gesetze nicht so streng sind, wie bei uns, als in Wirklichkeit gar nicht bio sind, sondern durch eine Gesetzeslücke rutschen. Somit machen jene, die eine bio-Plantage haben auch vorwiegend Saft daraus, denn den kann man teuer verkaufen.
      Das mit dem Holz brauche ich gar nicht mal zu deligieren, das bestimmen die selber, ich bestimme lediglich, wo es hinkommt, wenn es im Haus ist und welche Mengen reinkommen. Da habe ich den besseren Überblick, weil ich weiss, wann Lieferanten kommen und wann Sturm ist u.s.w., davon hängt es ja ab, ob man viel oder wenig Holz in der guten Stube hat, denn wenn mehrere Tage hintereinandere eine steife Briese weht oder es eiskalt ist, will man natürlich nicht so gerne raus, um Holz zu holen. Doch im Alltag haben die Kinder vieles an Aufgaben auf dem Hof übernommen und auch vieles entschieden. Sogar dass wir den Hof kaufen, hatten mein ältestes Kind und ich in Abwesenheit meines Mannes entschieden, der damals krank im Bett lag. Damals war meine Frage: “Willst du ausziehen oder wollen wir den Hof zusammen als Familie für den rest des Lebens bewirtschaften?” Unsere Kinder haben das Leztere gewählt und glücklicherweise immer wieder bestätigt, dass sie das für das Richtige halten und auch in Zukunft so wollen. Wir werden uns aber irgendwann einen Hof suchen, der etwas einsamer liegt, uns ist das hier noch zu viel Zivilisation.
      Mit den Kastanien habe ich das Gefühl, dass das vielleicht mein Mann war, weiss nicht. Er ist oft noch in manchen Dingen ein kleines verspieltes Kind, obwohl er – zumindest der Geburtsurkunde nach – schon ein alter Mann ist. Doch glücklicherweise ist er noch sehr jung im Herzen geblieben. Ich denke, so ähnlich war dein Vater vielleicht auch, oder? Deinen Erzählungen nach scheint er auch sanfte Werte gehabt zu haben und kreative Möglichkeiten in vielem gesehen zu haben. Ja, essbare Maronen sind etwas ganz besonderes! Ich kaufe mir meist Maronen-/Kastanienmehl, wenn wir in Italien sind. Das ist ganz schön teuer, mehr als 10 Euro per Kilo, aber schmeckt toll in Kuchen. Danke für deine lieben Wünsche und Grüsse, sende diese Postwendend zurück. Alles Liebe von Liv

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      • Liebe Liv,
        ja, stimmt, wenn du ihn einwecken müßtest, den Saft, dann wäre er nicht mehr so gut. Alles andere ist dann bestimmt zu aufwendig. Apfelmus liebe ich auch sehr, ich erinnere mich, daß meine Mutter immer einen Nachtisch machte, den wir “Zwiebacktorte” nannten, da wurde Zwieback, frisch gekochter Vanillepudding und Apfelmus in einer hohen, großen Glasschale geschichtet, zum durchziehen ein paar Stunden im Kühlschrank kalt gestellt und dann in richtige Tortenstücke geschnitten, mit Sahne drauf, das war ein Genuß, ich glaub, muß ich auch mal wieder machen, lach!
        Ich gäb was drum, wenn man hier in meiner Wohnung am Kamin der Heizung noch einen richtigen Ofen anschließen könnte, aber das ist wegen der Feuerbestimmungen viel zu teuer und aufwendig und als Mieter auch nicht erlaubt. Ich liebe Kamine, und richtige Öfen, Kachelöfen, oder Öfen mit Sichtfenster, so einen hatten wir sogar noch in den Anfangsjahren unserer Ehezeit, herrliche Wärme.
        Schöööön, eure gemeinschaftliche Entscheidung für den Hof, finde ich toll! Hihihi, das kann schon sein, daß das dein Mann war, “das Kind im Manne”, ja, halt jung im Herzen, so war das bei meinem Vater auch. Du weckst immer so schön Erinnerungen bei mir, jetzt geht es ja so langsam wieder auf das Fest St.-Martin zu, da erwies sich mein Vater auch noch als großes Kind, wenn wir vom Laterne laufen wieder nach Hause kamen, mußte ich unbedingt die Mantelteilung noch nachspielen, also wurde Papa auf den Boden platziert als Bettler, ich “ritt” dann als St. Martin um den Küchentisch mit einem umgehängten Bettlaken, das dann der Papa bekam als halben Mantel von St. Martin, herrlich war das!
        Hab ich hier noch gar nicht geguckt, ob man Maronenmehl bekommen kann, muß ich mal die Augen auf halten.
        Dann wünsch ich euch mal wieder eine gute Nacht, paßt gut auf euch auf und bleibt gesund, ganz liebe Grüße
        Monika.

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    • Hallo liebe Monika, du hast wirklich einen ganz tollen Vater gehabt; was der nicht alles gemacht hat, ich bin wirklich sehr beeindruckt, dass er damals schon so vernünftig und so fortschrittlich gedacht hat. Dewr Zwiebackkuchen erinnert an etwas, was wir hier auch haben: einen Apfelkuchen, der keiner ist und der einefach aus Apfelmus, Sahne und süssen Steuseln besteht. Wusste gar n

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    • Hallo liebe Monika. Du hast wirklich einen sehr lieben und auch sehr fortschrittlichen und vernünftigen vater gehabt! Das muss ein ganz toller Mann gewesen sein. Interessant fand ich auch, dass du den Ziebackkuchen von deiner Mutter erwähntest. Wusste gar nicht, dass es in Deutschland so etwas gab. Bei uns hat man einen “Kuchen”, der aus unterschiedlicehn schichten Apfelmus, Sahne und süssen Bröseln besteht und vielleicht eurem Zwiebackkuchen etwas ähnelt. Ich sehe, jetzt ist der erste Antwort-Text doch nicht ganz weg und doch unten wieder aufgetaucht. Na egal, dann hast du es eben doppelt. ganz liebe Grüsse von Liv

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      • Danke, liebe Liv, als Tochter dieses Vaters kann ich dir da nur mit vollem Herzen zustimmen, mein Vater war ein toller und lieber Mann.
        Ich hab keine Ahnung, woher meine Mama das Rezept für den Zwiebackkuchen hatte, ja, da ähnelt der eure dem unseren sehr!
        Doppelt gemoppelt hält besser, lach, ganz liebe Grüße
        Monika.

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  2. Wir können den Boskop immer noch bekommen. Allerdings jetzt noch nicht, später im Jahr dann.
    Für mich der beste Apfel für Apfelkuchen, im Rotkohl und überhaupt.
    Wir haben hier im Umland einen Pomologen, der alte Apfelsorten rettet.
    Sein Name ist Eckart Brandt und sein Garten heißt Boomgarden, falls du mal googeln willst.
    Mein Lieblingsapfel ist die Goldparmäne.
    Danke für deinen Beitrag und liebe Grüße
    Brigitte

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    • Das ist schön, dass Ihr solche Apfelsorten noch bekommen könnt. Ja, hab mich auch gewundert, dass die beiden Sorten jetzt schon reif waren. Das war sonst nie so., Aber dieses Jahr musste alles schnell ab, weil erstens ein weitgehender Schädlingsbefall (wegen des zu warmen wetter vermutlich) und zweitends die Vögel die Bäume regelrecht angegriffen haben, was sie sonst auch nie taten. Darum haben wir teilweise aucvh vorzeigtig geerntet, denn ich wollte mir nicht die ganz Ernte vernichten lassen. Auch Walnüsse ernten wir immer vorzeitig, indem wir sie pflücken und dann neben dem Ofen trocknen. Ist viel Arbeit, aber hier ist ers Mensch gegen Tier und wenn wir das nicht tun, kriegen wir nichts ab, so einfach ist das. Selbst mit den Samen ist es noch so; ich muss einen Grossteil des Saatguts vorzeitig ernten und es dann in der Sonne reifen und trocfknen lassen, sonst ist auch alles aufgefressen oder madig.
      Doch so kann man sich zumindest helgen und braucht keine Pestizidien zu nehmen. Danke für den Tipp mit demn Poplogen. Werd mal nachschauen. Bei uns in Kopenhagen haben sie von der Uni aus auch etwas Interessantes: Pomteket, ein kleines Institut mit Gewächshäusern, wo auch vorwiegend alte und seltene Apfelsorten gecshätzt und kultiviert werden. Da kann man sich auch Rat holen oder manche Plantagen bieten auch Sortenbestimmung an und man kann sein eigenes Obst dort pressen lassen. Ganz sicher sind wir uns nicht, wie alle unsere Äpfelbäume heissen, doch so ungefähr wissen wir es schon. Das sind oft Sorten, die es bei Euch schon nicht mehr gibt, wie beispielsweise den Guldborgæble, der so ähnlich wie Philippa ist. Aber Ingrid Marie gibt es doch auch bei Euch, oder eher nicht? Wollt dich auch noch was anderes fragen: Welche Erfahrungen hast du damit gemacht, kleine kartoffeln als Legekartoffeln zu nehmen? Ich hab welche, die nur 1 – 3cm lang sind. Was meinst du, kann das was werden? Ich hab das im letzten Jahr mal mit einer Sorte ausprobiert und das wurde überraschenderweise wirklich was, aber das sind jetzt blaue und rote Kartoffeln… hast du Erfahrungen damit? liebe Grüsse von Liv

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      • Hallo Liv,
        ich habe während meiner Zeit als Hobby Gärtnerin immer neue Pflanzkartoffeln gekauft um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.
        Ob kleine oder große erinnere ich nicht mehr.
        Viel Erfolg und Freude am Garten wünsche ich dir.
        Liebe Grüße
        Brigitte

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    • Hallo liebe Brigitte, schön, dass ihr auch diese sorte noch bekommen könnt. ist die Qualität auch gut genug? ich hatte neulich welche gekauft, nur eben, weil es sie ausnahmsweise mal gab, aber leider liess die Qualitäst sehr zu wünschen übrig. Du hast recvht, im Rotkohl und im Kuchen ist er klasse. Danke für den Tipp mit dem Pomologen. So etwas ist immer interessant und sinnvoller als die meisten menschen je versterhen werden. Auch das ist ja interessant, muss mal deinen Lieblingsapfel nachschlagen. Hab’s gemacht und weisst du was? Ich glaub, wir haben auch einen Baum von der Sorte! Weiss nur nicht, wie der auf Dänisch heisst. Aber recht hast du, der ist sowohl lecvker und relativ haltbar. Danke für den Tipp. Mich freut, dass man den heute noch kaufen kann. Hatte schon Angst, dass wenn wir es nicht schaffen, Ableger zu ziehen, dann keinen mehr kriegen können. liebe Grüsse von Liv

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