Frostschäden an Möhren – mit Rezepten für leckeren Rohkostsalat und Suppe und warum ich im Winter eigene Möhren habe ¤ Carrots damaged by frost, how to cope with it – with recipes

DEUTSCH

Den deutschen Text findet man unter dem englischen

ENGLISH

Sometime ago, it was decided that the Danish supermarkets would no longer sell carrots from Israel during winter and spring. Instead the farmers would go back to ancient traditions and keep their carrots outside throughout the winter, covered up with soil. The argument was, that this was more environmentally friendly, since one wouldn’t spend a lot of kerosene on flying them into the North.

ENVIRONMENT VERSUS FOOD-SAFETY?

Fair enough, but there is also a downside to this: It’s not really possible to eat the carrots raw anymore. At least not during the winter. Partly because of the way they taste and look, partly because quite a few have severe frost-damage, like the one that can be seen on the picture below, and partly because it’s not a safe product for raw consumption, if it has been frozen and defrosted multiple times, in an environment which is full of bacteria and even worse things.

HARVEST DURING WINTER

However, there is a solution to this. Here in Denmark, as a consumer, all you can do is wait for the first Italian carrots in June and meanwhile only use the “fresh” ones for cooking.

But you can also grow your own. We have tried leaving our carrots out throughout the winter – not harvested and covered up with sand/soil – but we left them in the ground. We have had up to -12 degrees Celsius minus-temperatures and we have had several periods with snow, with the last period lasting 2 weeks.

The experiment showed that although we also have some frost-damage on the carrots, many of them are still intact on the inside and are still alive and producing new greens.

Below you can see the pictures of homegrown carrots and greens, who have had slight frost-damage, but can still be used.

HOW TO USE

The trick is:

  • I first scrape all soil off,
  • wash them well
  • and then peel them very thick.
  • Carrot-greens and the thick peel get used in soups, stews and the like,
  • while the inside, that is free of frost-damage gets used in salads.

RECIPES

The salad below is deliberately made without salt. in this way it’s perfect with any type of food that is already salty and – believe it or not – a perfect, but healthy salsa as well! It can be stored in glasses (with a lid) in the fridge for up to a week.

Salat with carrots and cabbage

Ingredients

  • 1 white cabbage, chopped finely
  • the inside of 8 carrots or more, grated
  • 2 onions, chopped
  • 2 leeks, chopped
  • juice of 4 lemons
  • olive-oil
  • 2 tablespoons of mustard, optional
  • garlic, optional

Method of preparation

  • Just add all the ingredients, mix, fill into jars etc. and store in the fridge.

SALAD-PLATE-Tip: Those cabbage-salads are great when being served with other fresh veggies, like on the first picture below. You can combine them in many different ways, and they go with more or less everything.

Carrot-potato-soup

Ingredients

  • the thick outside-peel of 2 kg carrots and the chopped carrot-tops or parsley
  • 1 kg potatoes, diced
  • 2 onions, chopped,
  • 100 g of chopped celery
  • 100 g chopped parsley-roots or more celery
  • 200 g green leafs, f.ex. of broccoli, kohlrabi, Chinese cabbage, Sayoy cabbage or regrown cabbage, fine chopped, optional
  • 2 tablespoons butter or organic corn oil
  • 2 tablespoons chopped lovage or chopped parsley
  • salt or bouillon
  • ca. 2 l of water

Method of preparation

  • Put all the ingredients into a large pan and boil for about ½ hour, mash the veggies and boil until the consistency is perfect.

DEUTSCH

Vor Jahren schon hat man in Dänemark aufgehört, im Winter und im Frühling Möhren aus Israel zu importieren. Stattdessen ging man zurück zu uralten Methoden und liess die einheimischen Bauern ihre Möhren draussen in Mieten aufbewahren. Das wird teilweise einfach so gemacht, dass die Möhren draussen gestapelt und mit Sand oder Erde überschüttet werden.

GUT FÜR WIRTSCHAFT UND NATUR

Der Grund war, dass man nicht nur die eigene Wirtschaft, sondern auch das Klima schonen wollte, indem man nicht länger viel Kerosin dafür verplemperte, Gemüse in den hohen Norden zu fliegen.

Das ist ja im Grunde eine sehr lobenswerte Idee und gut, dass man sie auch umsetzte.

KEIN SICHERES LEBENSMITTEL

Doch leider weiss Otto Normalverbraucher nichts davon und geht davon aus, dass die im Geschäft gekauften Möhren so gut sind, wie die, die er im Sommer und im Herbst bekommt.

Doch dem ist nicht so.

Oftmals haben die Möhren Frostschäden, teilweise sogar ganz gewaltige, wie auf dem allerersten Bild ganz oben zu sehen ist. Hinzu kommt, dass Möhren, die über Monate hinweg so gelagert werden, und immer wieder gefroren und aufgetaut werden, natürlich auch kein sicheres Lebensmittel mehr darstellen – zumindest wenn man sie roh essen möchte.

Um wenigstens den Schein zu bewahren, werden die einheimischen “Winter”-Möhren in eine Lauge geworfen, und danach maschinell geschrubbt.

Wenn so eine Packung Möhren gerade im Geschäft angekommen ist, sehen die Möhren frisch aus, doch sie sind klitschenass und riechen anders – so eben, wie Möhren mit Frostschäden und Laugen-Behandlung riechen.

Doch schon bald schimmeln sie dort vor sich hin, auch weil meistens nicht einmal Luftlöcher in der Plastikverpackung sind. Auf diese Weise landet ein Grossteil der Möhren dann nicht einmal auf dem Kompost, weil ja viele Verbraucher gar keinen mehr haben, sondern im normalen Haushaltsmüll, wo sie dafür sorgen, dass der Müll für die Verbrennungsanlage zu feucht ist. Das ist dann wieder Ressourcenverschwendung und trägt ironischerweise zur Luft- und Umweltverschmutzung bei.

MÖHREN STATTDESSEN IM WINTER ERTEN

Daher haben wir hier auf dem Hof einen Versuch eingeleitet: Wir wollten sehen, ob die Möhren sich nicht über den Winter hinweg in der Erde halten und man sie nicht einfach an frostfreien Tagen ernten könnte.

Der Versuch scheint geglückt. Es ist ende Februar, wir hatten immer wieder Frost-Perioden, die bis zu -12 Grad waren und die bis zu 2 Wochen anhielten.

Bislang habe ich erst 2 Möhren gefunden, die wirklich zerfroren waren.

Viele unser eigenen Möhren haben auch Frostschäden, doch die sind weitaus weniger schlimm als bei den gekauften und dann sind unsere Möhren hygienischer. Da die Möhre teilweise noch lebendig ist, treibt sie auch weiterhin aus und wir können das kostbare Möhren-Grün miternten.

Wichtig ist für uns natürlich auch der Geschmack. Unsere Möhren schmecken noch nach richtigen Möhren, während die gekauften bestenfalls süsslich und nach Lauge und Frostschäden schmecken.

SINNVOLLE VERWENDUNGSMETHODE

Um alles optimal zu verwenden und kein gesundheitliches Risiko zu haben, verwerten wir die Möhren auf diese Art:

  • Wir schaben zunächst die Erde von den Möhren und schneiden alles Schlechte und das Grün ab und tun es zur Seite.
  • Möhren werden gewaschen und geschrubbt.
  • Dann schälen wir die Aussenseite, die eventuelle Frostschäden hat, sehr grosszügig und richtig dick ab.
  • Das wird zerkleinert und mit dem gehackten Karottengrün für Suppen, Eintöpfe etc. verwendet.
  • Die Innenseite der Möhren, die frostfrei ist, verwenden wir dann für Salate und Saucen.

REZEPTE

Kohlsalat mit Möhren

Zutaten

  • 1 Weisskohl, gerebelt
  • das Innere von 8 Möhren oder mehr, geraspelt
  • 2 Porree, geraspelt
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • Saft von 4 Zitronen
  • Olivenöl
  • 2 EL Dijon-Senf, optional
  • Knoblauch, optional

Zubereitung

  • Einfach alle Zutaten in einer grossen Schüssel verrühren,
  • in Gläser mit Schraubverschluss füllen
  • und im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahren.

TIPPS

Dieser Salat ist perfekt für fast alle Gerichte. Man kann ihn als eine Art Salsa benutzen, als Dressing und Anstelle von Relish oder Chutney.

Wir tun ganz bewusst kein Salz in den Salat, damit er das neutrale, gesunde Gegenstück zu gewürzten Gerichten bildet – und das ist sehr lecker, weil der Geschmack des Hauptgerichts somit perfekt herauskommt und nicht zwei Gerichte miteinander konkurrieren! Auch ist es weitaus gesünder, den Salat nicht zu salzen und auch nicht zu überwürzen.

Um die richtig dicken Möhrenschalen zu verwenden, schneiden wir sie klein, das Gleiche tun wir mit dem Möhren-Grün. Ich möchte hier noch mal ausdrücklich darauf hinbweisen, dass wir keinen Abfall verwenden, sondern, die gesäuberte Möhre wird einfach dick geschält, damit wir keine Frostschäden im rohen Essen haben. Möhren, die so aussehen, als wenn die durchgefroren waren, verwenden wir auch nur noch gekocht.

Doch das nimmt der Möhre nichts. Sie schmeckt trotzdem ganz hervorragend in Eintöpfen und in anderen Gemüsegerichten. Nachfolgend ein sehr einfaches Rezept, das man auf vielerlei Art und Weise variieren kann:

Möhren-Kartoffelsuppe

Zutaten

  • die Aussenschale von 2 kg Möhren und das gehackte Möhren-Grün oder Petersilie
  • 1 kg kleingeschnittene Kartoffeln
  • 2 gehackte Zwiebeln
  • 2 EL Butter oder bio-Maisöl
  • 100 g gehackter Sellerie
  • 100 g gehackte Petersilienwurzeln oder mehr Sellerie
  • 2 EL gehackter Liebstöckel oder Petersilie
  • Salz oder Bouillon
  • ca. 2 l Wasser
  • 200 g grüne Blätter, beispielsweise von Broccoli, Kohlrabi,. Chinakohl, nachgewachsem Weisskohl oder Wirsingkohl

Zubereitung

  • Einfach alle Zutaten in einen Topf tun und kochen, bis sie gar sind,
  • dann stampfen
  • und schliesslich noch ein bisschen weiterkochen, bis die Konsistenz perfekt ist.
KOHL - 48 kreative Rezepte für Frühstück, Snacks und Menüs

Wer nach einfachen Rezepten sucht, denen man sowohl das Innere der Möhren, als auch die Möhrenschalen beimischen kann, dem gefällt vielleicht dieses Buch:

KOHL – 48 kreative Rezepte für Frühstück, Salate, Snacks und Menüs

Credits

all blog-pictures and book-cover-design: NVP

17 thoughts on “Frostschäden an Möhren – mit Rezepten für leckeren Rohkostsalat und Suppe und warum ich im Winter eigene Möhren habe ¤ Carrots damaged by frost, how to cope with it – with recipes

    • Vielleicht ist sowas heutzutage nicht mehr so bekannt, weil ja Otto Normalverbraucher kein Bauer mehr ist. Aber früher wurde alles in Mieten gelagert, auch in Deutschland. Manche haben ihr Wurzelgemüse auch in die Erde eingegraben. In Schweden gab es früher beispielsweise Erdkeller im Wald. Das sind so kleine Bunker ähnliche Häuschen gewesen, die kaum aus dem Boden geschaut haben und das wurde beispielsweise das Fleisch aufbewahrt. Das war damals deren Kühlschrank.

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  1. Das klingt toll, liebe Liv…
    DANKE für´s Teilen dieser interessanten Möglichkeit…
    Schade, leider wachsen auf unserem Boden die Möhren eher nicht so gut… doch Wilde Rauke hatten wir den ganzen Winter über… 2 mal hat mein lieber Mann sogar einfach etwas Schnee zur Seite gemacht und darunter die Rauke geerntet… Das durften wir in diesem Jahr das erste Mal so erleben… freuten uns und waren darüber wirklich sehr dankbar…

    Liebste Grüße
    Elke

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    • Hallo liebe Elke, das ist ja toll, dass ihr wilde Rauke habt, die schmeckt sicher sehr gut und ist auch schön zum Würzen. Toll, wenn man solche kleinen Inseln mit essbarem Grün im Winter hat! Das ist auch gut für den Vitamin K-Bedarf. Ich weiss nicht, ob du das auch gelesen hast, Vitamin K soll angeblich zu einem milderen Verlauf bei SARS CoV-2 beitragen. Also da ist die Rauke sicher mehr als nur lecker, sie kann u.U. auch dazu beitragen, dass man gesünder ist.
      Bezüglich Möhren anbauen: Ja, das ist ein Problem, dass nicht jeder Boden für alles geeignet ist. Aber theoretisch kann man dann, wenn man Lust und Zeit hat, stattdessen auf einem Hochbeet anbauen. Wir haben gute Erfahrungen damit und werden auf diese Art unseren Gartenabfall und Kompost los.
      ganz liebe Grüsse von Liv

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      • Hallo liebe Liv und noch ein kleiner Guten Abend-Gruß hier für dich…

        DANKE für deine liebe Antwort und in der Tat ist es wunderschön, diese Rauke im eigenen Gärtchen zu wissen und sie mit all ihren Kräften und Gaben genießen zu dürfen… Wir wissen das sehr zu schätzen.. In der Tat ist sie sehr gesund…. wir lassen uns intuitiv immer wieder zu dem Leiten, was bei uns am Besten wächst… und da wächst so einiges… oft auch ganz einfach so… 😉 Nun, die Möhren sind es wohl dann eher nicht…
        Der Tipp mit dem Hochbeet… ist sicherlich eine Variante… passt allerdings nicht so in unser kleines Beet für vielerlei Gemüse-Sorten… mein lieber Mann ist da der Experte beim Anbau… ich bei der Verarbeitung… 😉 Im Winter lieben wir die Gemüsesuppen in allen Varianten… lach, allerdings ohne Rezept… alles ” Marke Eigenkreation” 😉

        DANKE für dich und dein Sein…

        Hab du nun eine gesegnete Nachtruhe, liebe Liv und
        sei von Herzen gegrüßt…
        Elke

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    • Hallo liebe Elke, ja, wenn dein Mann das macht, dann bist du da ja fein raus dem Schneider, ha ha ha. Ist doch der reinste Luxus, den Mann das machen zu lassen! Bei uns machen die Kinder und ich alles im Garten, da mein Mann ja ausserhalb des Hauses arbeitet, auch wenn das momentan zum Glück online ist. Doch die Arbeit ist deshalb nicht weniger geworden, und der rest der Familie muss eben zusehen, dass wir ihn unterstützen, wo er sich schon so abmüht und fast rund um die Uhr arbeitet.
      Aber gut, dass du mich ans Hochbeet erinnerst, ich wollte schon seit mehreren Monaten darüber schreiben, wie wir es anlegten. Hoffendlich komme ich demnächst endlich mal dazu.
      Toll, dass ihr auch Gemüsesuppen liebt. Wir auch! Was sind denn da so deine Lieblingssuppen?
      ganz liebe Grüsse zurück von Liv

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      • Hallo liebe Liv,
        nun, wir sind Beide bereits zu Hause und können unseren Tag selbst einteilen… eben alles, was so anliegt… auch Gemüsesuppen kochen… 😉
        In diesem Winter war unser “Renner” die Knollensellerie-Suppe…
        Zum Knollensellerie gesellten sich dann Möhren, eine Büchse Gemüse-Mais und eine Zwiebel.. als Grünzugabe etwas Spinat… das Ganze mit Gemüsebrühe aufgekocht… lecker gewürzt… mit Basenkräutern und aus dem Garten getrocknetem Rosmarin… Als Krönung… gaben wir vor dem Essen noch Kososmilch dazu…
        Lach, meine Freundin hat früher oft bei meinen “Kreationen” gesagt… “Passt das?” 🤔
        Wir zwei haben uns dann immer köstlich amüsiert… “JA, bei UNS passt das! “😍

        Liebste Grüße
        Elke

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    • Hallo liebe Elke, das ist ja wirklich toll, dass ihr beide zuhause seid. Ganz besonders in dieser Zeit, hilft das natürlich gewaltig, wenn man nicht gezwungen ist, ausserhalb des Hauses zur Arbeit zu gehen.
      Danke für das interessante Rezept. Das ist wirklich was Besonderes. Du wirst lachen, früher mochte ich gar keinen Sellerie, doch inzwischen ist das schon fast mein Lieblingsgemüse geworden, wobei ich den stangensellerie hauptsächlich für Salate nehme und den Knollensellerie, wie du, für Suppen. Kann mir gut vorstelælen, dass deine Suppe sehr lecker ist. Ich nehme dieser Tage auch gerne Petersilienwurzel zur Hilfe, um einen noch stärkeren Geschmack zu bekommen. Benutzt du sie auch manchmal?
      ganz liebe Grüsse zurückj und einen schönen Abend wünscht dir Liv

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      • Herzlich(t)e Grüße in deinen Abend, liebe Liv…
        in der Tat ist es WUNDER-voll, dass mein Mann und ich JETZT zu Hause SIND… Mehr als nur einmal täglich sagen wir uns auch immer wieder wie DANKBAR, WIR SIND…
        Ist ja schön, dass dir meine Suppen-Kreation gefällt… und wie du, mochte ich Sellerie früher überhaupt nicht… wenn, dann den Stangen-Sellerie…

        Doch als ich über einen langen Zeitraum täglich für meine Mama gekocht habe, da “musste” ich mir einfach was einfallen lassen…. Der Speiseplan sollte schon etwas abwechslungsreich sein… na und da hab ich mir einfach was ausgedacht… man nehme, was man hat… 😉

        Und nein, Petersilienwurzel habe ich so noch nicht verwendet… eine gute Idee, DANKE… muss mal schauen ob ich beim nächsten Einkauf welche sehe…

        Nun wünsche auch ich dir einen angenehmen Abend… bei uns war es heute ein herrliches Wetter… es waren 18 Grad!!!! Kaum zu glauben, dass wir laut Kalender noch im FEBRUAR sind…

        Liebste Grüße
        Elke

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    • Hallo liebe Elke,
      Wir hatten einen schönen Abend gehabt und haben ein paar Spiele gespielt – und zwar nicht auf dem PC – sondern auf die altmodische Art. Das trägt sehr zur familiären Gemütlichkeit bei. Ist eben hyggelig, wie man hier so schön sagt.
      Ja, also das mit der Petersilienwurzel hab ich jetzt im letzten Jahr vermehrt gemacht, weil man eben ganz andere Bedingungen hatte und beispielsweise war es jetzt auf einmal schwer für uns, an Bouillon heranzukommen, weil wir nur bio nehmen und selbst da war alles einfach nur teuer Mist, weil es bestensfalls fast nur Salz enthielt und kaum Gemüse. Da haben wir uns dann überlegt, wie eine wirklich gute Brühe aussehen sollte und Petersilienwurzel und Liebstöckel sind neben Sellerie und Möhren sehr geschmacksintensiv.
      Vielleicht interessiert dich ja dieser Beitrag:
      https://newvisionspublications.wordpress.com/2020/07/24/rezept-was-gehort-in-eine-gute-instant-bruhe-gemusebruhe-und-huhnerbruhe-selber-machen-%c2%a4-recipe-how-to-make-your-own-bouillon-chicken-stock-etc-what-ingredients-are-essential/
      Petersilienwurzel ist da aber nicht erwähnt, weil ich gedacht habe, die meisten Leute wollen es nicht zu kompliziert. Doch selbst tue ich sie gerne hinein.
      Ansonsten kannst du auch viele Rezepte hier finden, wenn du mal was suchen solltest:
      https://newvisionspublications.wordpress.com/selbermachen/
      Ja, da könnt ihr wirklich dankbar sein, dass ihr beide zuhause bleiben könnt! In dieser Zeit ist es wirklich ein Segen. Deine Mutter… wohnt sie nocvh bei euch oder lebt sie nicht mehr?
      Einen schönen Nachmittag wünscht dir Liv

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      • Dankeschön, liebe Liv…
        da werde ich doch sehr gerne bei passender Gelegenheit mal in die beiden Links von dir hinein schauen… DANKE für den Hinweis darauf!
        Nein, liebe Liv, meine Mama – wie ich sie erst in die letzten Jahren gerne nannte – hat sich vor nun mehr fast 5 Jahren bereits von uns verabschiedet… sie ist sozusagen über die “Regenbogenbrücke” gegangen…
        Doch tief im Herzen ist in mir… und sehr viel HEIL-SAMEs durfte da – besonders in ihren letzten Lebensjahren – mit uns Beiden noch geschehen… ich war und bin darüber zutiefst DANKBAR…

        Hab du und deine Familie ein reich gesegnetes Wochenende, liebe Liv…

        In liebevoller Verbundenheit
        Elke

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    • Guten Abend, liebe Elke. Es ist Samstag und und der wocvhenendliche Stress ist mal wieder über uns, denn an Wochenenden muss immer alles gemacht werden, was man unter der Woche nicht schafft.
      Gut, dass, deine Mutter und du zueinander gefunden habt. So etwas ist wunderschön. War sie vorher nicht anwesend oder war sie nicht besonders nett zu dir oder gab es andere Umstände, die euch trennten? Es ist ja immer sehr schön und wie du auch schon selbst geschrieben hast, wirklich sehr heilmsam, wenn man sich dann irgendwann wieder findet und dann auch ion der Lage ist, mit der anderen Person eine gute gute Beziehung zu haben. Das ist sozusagen der grösste Wunschtraum aller verlassenen, misshandelten und verstossenen Kinder oder auch aller Waisen, doch leider geht dieser Traum nur für ganz wenige in Erfüllung, denn meistens gab es einen ganz gravierenden Grund für die Trennung, und solange dieser nicht aus der Welt geschafft und die wirklichen Probleme addressiert werden, kann es meist kein Happy Ending geben. Darum ist es wirklich wundervoll, dass es für euch geklappt hat.
      Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Wochenende.
      Wir haben u.a. eine Menge Gartenarbeit gemacht. Das hat das wetter glücklicherweise schon ermöglicht, aber bald soll wieder Frost kommen.
      ganz liebe Grüsse und einen schönen Abend wünscht dir Liv

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      • Einen schönen und erholsamen Sonntag für dich, liebe Liv,

        in der Tat haben wir ein schönes Wochenende… für uns ist ja gefühlt mehr oder weniger immer „Wochenende“… da kommt es eher auf eine Tageszeit oder auch Wochentag-Planung nicht mehr drauf an… Wir wissen das SEHR zu schätzen und sind täglich DANKBAR dafür…

        Was meine Mama betrifft, liebe Liv… nun, du hast recht… es ist wirklich der größte Wunschtraum aller Kinder und Menschen überhaupt, sich mit den Eltern auszusöhnen sag ich mal…

        Die Generation meiner Eltern und auch deren Eltern, waren alle die „Kriegs-Kinder-Generationen“ die ihr inneres Trauma in und mit sich getragen haben und vielfach auch noch tragen… Ist nun eines ihrer Kinder innerlich soweit bereit, all das – früher für sie Geschehene – für sich selbst als auch für deren Vorfahren sozusagen innerlich aufzuarbeiten, zu vergeben, verzeihen und dennoch die Eltern – die ja auch „Opfer“ ihrer Generation waren – zutiefst zu lieben… steht einer HEIL-SAMEn Beziehung und innerer Verbindung nichts mehr im Wege…

        Wir SIND ja ALLE EIN GANZES… das, liebe Liv, ist wahrlich(t) ein weites Feld… ein Bewusstseinsfeld… und das ist auch das, was ich wohl behüte und pflege… 😉

        EIN HEIL-SAMES Rezept für das es wahrlich(t) keinerlei Vorschrift gibt…
        DAS IST LEBEN… 😊

        Sei ganz lieb gegrüßt in den Sonntag und
        DANKE für DEIN DA SEIN…

        Herzlichst
        Elke

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    • Guten Abend, liebe Elke,
      Ich hoffe, du hattest einen schönen Sonntag.
      Bei uns ist am Wochenede nicht viel mit Erholung. Es war ein sehr arbeitssamer Sonntag, darum komme ich auch erst jetzt dazu, etwas am PC zu schreiben. Gartenarbeit, Brot backen und so viel anderes… und auch jetzt kann ich noch nicht ins Bett… ein oder zwei Stunden Arbeit habe ich noch vor mir.
      Morgen sind die Winterferien wieder vorbei, doch glücklicherweise kann mein Mann jetzt noch von zu Hause aus arbeiten. Hoffen wir, dass das noch eine Weile anhält.
      Ja, das wünschen sich alle Kinder, dass ihnen irgendwann ihre Eltern mal wohlgesonnen sind, und viele gehen auch sehr weit, versuchen immer wieder alles, sehen über alles hinweg, nur um immer wieder enttäuscht zu werden, denn es gibt leider sehr viele Eltern, die einfach nur alles kaputtmachen und ihren Kindern endlos wehtun.
      Mein Mann und ich haben im Laufe der Jahre über viele unterschiedliche Schulen mit unendlich vielen Eltern und Kindern zu tun gehabt und es ist einfach unglaublich, was manche Eltern ihren Kindern antun, oder auch wenn man die Situation jetzt sieht, wie viele Eltern schicken lieber ihre Kinder ausser Haus, wo sie sich den Tod holen können, als dass sie sich zu Hause um sie kümmern?! Die Schulen und Kindergärten müssen absolut offen bleiben, auch für Eltern, die das gar nicht brauchen.
      Egal, wie schlimm die Eltern sagen, dass ihre Kinder angeblich sind, unsere Erfahrung ist, man kann sie eigentlich immer dazu bringen, mitzumachen, sich zu benehmen und etwas Gutes zu tun, nur gegen die Eltern ist kein Kraut gewachsen; die meisten sind einfach nicht gewillt, sich um ihre Kinder zu kümmern und ihnen akzeptable Lebensumstände zu geben – und dabei verlangen wir gar nichts besonderes, sondern lediglich, dass sie sich ans Gesetz halten – doch wenn man mal genau hinschaut, verstossen die meisten dagegen.
      Das resultiert dann natürlich in Generationen, die total traumatisiert sind, und die das dann letztendlich wieder an die nächsten Generationen weitergeben, weil viel zu wenige sich zusammen nehmen, um all dieser unnötigen Tragik endlich mal ein Ende zu machen.
      Man kann sich vielleicht nicht dagegen wehren, was die Eltern mit einem machen, doch man kann immer wieder neu anfangen und vor allem dafür sorgen, dass die eigenen Kinder glücklich sind und nicht auch noch traumatisiert werden! Doch viel zu wenige sind gewillt, das zu tun.
      Was die Kriegskinder betrifft… nun ich weiss nicht. Manche sind sicher unschuldig traumatisiert worden, doch fast alle, die kannte, waren leider überhaupt nicht unschuldig, sondern haben immer wieder und wieder schlechte Dinge getan. Sie haben so viele Chancen gehabt, bessere Menschen zu werden – und haben trotzdem immer wieder gewählt, Schlechtes zu tun. Irgendwann haben sie dann kein Mitleid mehr verdient, denn sie haben immer immer wieder und wieder Schlechtes verschuldet.
      Daher kann ich nur sagen, für sowas habe ich überhaupt kein Verständnis und habe auch gar keinen Respekt für solche Menschen, die nie versuchen, gut zu werden, und lediglich darauf setzen, dass andere ihnen alles verzeihen müssen, dazu habe ich zu viele gesehen, die unter ihnen gelitten haben und deshalb viel zu früih gestorbnen sind..
      Aber ich habe auch jene gekannt, die besser gehandelt haben, und die anständige Menschen gewesen waren. Es ist also durchaus möglich gewesen, ein besserer Mensch zu sein nund Gutes zu tun, auch wenn es nicht einfach war.
      Aber das ist eben eine Wahl, die jeder für sich selbst trifft.
      Doch zurück zu dir, es ist wunderschön, dass du die Situation zum Guten wenden konntest. Soetwas gibt Hoffnung und tragt auch zum Allgemeinwohl bei, denn es macht die Weltein Stückchen besser, auch für die kommenden Generationen.
      Das ist auf jeden Fall eine sehr gute und lobenswerte Initiative von dir!
      Und dass du dann auch noch so gut für sie gesorgt hast… das ist sicher mehr, als man erwarten kann, jedenfalls ist es das oft. Ironischerweise sieht man es sehr, serh häufig, dass die Kinder alles vergeben können, während viele Eltern selbst noch bis über den Tod hinaus versuchen, ihre Kinder zu bestrafen und ihnen schaden. Bei uns hier in Dänemark war auch gerade wieder so ein Fall, wo der Vater zu erst die Kinder bis zum geht nicht mehr misshandelt und entwürdigt hatte – und zwar ein ganzes Leben lang – und dann als er endlich starb, war das Testament der absolute Hammer, das noch einmal illustrierte, wie boshaft der Vater gewesen war und den Kindern auf alle Ewigkeit wehtut – und wenn man dann in die Augen der beiden Kinder blickt, die zwar schon längst erwachsen sind und doch schon wieder so unendlich leiden müssen… wie gesagt, ich habe überhaupt kein Verständnis für Leute, die anderen so wehtun und ihr ganzes Leben lang im Grunde überhaupt nichts Gutes getan haben.
      Viele Kinder verspüren dann trotzdem den Drang zu helfen und zu vergeben -.wie auch diese beiden Männer – doch wie man sieht, das ist dann völlig unangebracht, weil der Täter einfach keine Einsicht zeigt und immer so weiter macht.
      Vergeben ist gut und sehr, sehr lobenswert, doch obwohl jedes Opfer mit sich selbst ins Reine kommen und irgendwie irgendwann einen Schlussstrich darunter ziehen und dann ja auch im eigenem Rahmen vergeben muss, sobvald der Täter erfährt, dass ighm alles vergeben ist, ohne dass er selbst Reue verspürt und ohne dass er sich entschieden hat, zumindest in der Gegenwart aufzuhören, Schlechtes zu tun, wird dabei nichts Gutes herauskommen.
      Vergebung funktioniert nur, wenn der Schuldige erkennt, dass, das, was er tat nicht in ordnung ist, es ihm leid tut und er vorhat, in Zukunft statt des schlechten Taten gute zu vollbringen.
      Dann ist Vergebung wirklich ein Segen und es kann isch auch alles zum guten weden, wie bei Euch.
      Nun, es ist spät… ich muss zusehen, dass ich noch mit meiner Arbeit fertig werde
      ganz liebe Grüse und morgen einen schönen Tag wünsche ich dir

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      • Lernen wir also wieder zu LEBEN, liebe Liv,
        das, was wir alle sind… LIEBE…

        Die Selbst-Verantwortung für unser eigenes LEBEN zu übernehmen… können wir auf niemanden anderen (mehr) übertragen…

        Wir können immer nur bei uns selbst anfangen…

        Das zu erkennen, war mein allererster Schritt, um aus dem Täter/Opfer Kreislauf auszusteigen… Nun.. und alles beginnt mit dem ersten Schritt…

        Leben wir also genau das vor, was wir uns selbst von anderen wünschen…

        Ich wünsche dir von ganzem Herzen einen wundervollen Start in deine neue Woche und
        in den Monat März…

        DANKE, DASS DU DA BIST…

        Liebe Grüße
        Elke

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  2. Hallo liebe Elke, da hast du absolut recht, das sind sehr weise Worte und das ist ifür das Opfer mit Sicherheit das auch das beste – als erster Schritt, wie du auch ganz richtig schreibst, um eben aus der Opferrolle herauszukommen.
    Auch dass man das anderen vorleben soll, wie man selbst meint, dass der Mensch sein sollte, das ist genrell eine gute Idee, nicht nur für Opfer, sondern für uns alle, denn das erschafft eine bessere Welt für die Gemeinschaft und für den einzelnen ein besseres Karma.
    Doch es macht nicht automatisch alle Täter besser und es hält sie auch nicht davon ab, weiterhin Fruchtbares zu tun.
    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe auch immer so gedacht wie du, doch jetzt habe ich über die Jahrzehnte hinweg gesehen, wie sich die unterschiedlichen Schicksale vielrn Menschen entwickelten, und ich frage mich so manches mal, ob ich richtig gehandelt habe, oder ob es nicht letztendlich nur zu egoistisch von mir war, einfach zu sagen, solange ich mein eigenes Leben rein halte und mich vorbildlich benehme, ist es in Ordnung.
    Das ist zwar alles schön und gut und auch sehr vorbildlich und auch absolut notwendig, doch ich denke, ich hätte auch mehr tun müssen, um den einen oder anderen davon abzuhalten, immer so weiterzumachen.
    Denn wenn man das nicht tut, wird sich das Unrecht bis íns Unendliche fortsetzen und immer mehr Leute werden geschädigt.
    Darum haben wir seit einigen Jahren unsere Strategie geändert, und obwohl wir uns auch lieber nur auf uns konzentrieren und es auch immer noch so machen wie du, darüber hinaus haben wir gesehen, dass es notwenig ist, bestimmte Schritte einzuleiten, um Leute zu stoppen, die ihren Mitmenschen Schlechtes antun.
    Beispielsweise hat mein Mann eine Position in einer Gewerkschaft und sitzt auch in verschiedenen Vorständen, und ich organisiere auch so einiges, das ich im Grunde lieber nicht tun würde, weil ich mich auch lieber nur mit dem Positiven und Schönen beschäftigen würde, doch wenn man das nicht tut, wird dem Destruktiven nie Einhalt geboten, weil bestimmte Leute nie in ihre Schranken gewiesen werden.
    Letztendlich haben wir hier in unserer Familie die Verantwortung für sehr viele Leute ausserhalb unserer Familie, also können wir da nicht wegsehen, sondern müssen nicht nur mit gutem Beispiel vorrangehehen, sondern müssen auch dafür sorgen, dass Gerechtigkeit herrscht. Ansonsten bekommt man sowieso einen riesigen Aufstand, weil die Leute unglücklich sind, sich benachteiligt fühlen und dann rebellieren.
    Ich bin heute zwar immer noch gewillt, zuerst eine gütliche Regelung zu erwirken, doch wenn destruktive Leute das nicht respektieren, dann sind wir, je nach Fall, auch durchaus gewillt, rechliche Schritte einzuleiten oder Anzeige zu erstatten, denn ich kann das nicht länger mit meinem Gewissen vereinbaren, dass ich nicht genug getan habe, um Leid und Unrecht zu vermeiden.
    ganz liebe Grüsse sendet dir Liv, die dir auch einen wunderschönen Tag wünscht

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