Kritik, Kommentare und Bewertungen

Mittlerweile gibt es im Internet unendlich viele Seiten, die einen auffordern, eine Bewertung abzugeben.

Firmen, Künstler, Autoren und Behandler erhoffen sich, auf diese Art gratis Reklame zu bekommen, die sich schliesslich in höhere Einnahmen manisfestieren soll.

DOCH FUNKTIONIERT DAS WIRKLICH SO?

Neulich sah ich die Überschrift eines amerikanischen Jourmnalisten, der ein bestimmtes Portal “A Million Dollar Bully” nannte und da liegt er gar nicht mal so verkehrt, denn nach eingehenden Nachforschung fand ich ebenfalls heraus, dass bei diesen Bewertung (oder Rezensionen) es eigentlich nur einen Gewinner gibt – und zwar die Internet-Plattform, auf der dies geschieht.

Für jene, die bewertet werden ist es kein guter Deal und auch für den Kunden nicht, der sich ja erhofft, ehrliche, neutrale Informationen zu erhalten, die ihm seine Kaufentscheidung erleichtern sollen.

Warum dies oft so ist wird nachfolgend behandelt:

KEINE WERTVOLLEN BEWERTUNEN ERWARTEN

Kein Mensch und keine Firma kann damit rechnen, gute Rezensionen (oder Bewertungen) zu erhalten, wenn er/sie lediglich ein gutes Produkt produziert oder eine einwandfreie Dienstleistung anbietet, da die Motivation der Menschen, die Rezensionen schreiben (oder Kommentare abgeben), nur all zu oft fragwürdig ist.

Somit sind solche Rezensionen für Verbraucher ein sehr schlechter Service, da sie den tatsächlichen Stand der Dinge kaum reflektieren.

Sie zeigen lediglich, wer Freunde hat und wer es sich aus irgendeinem Grunde mit ein paar Leuten verscherzt hat.

DER GRUND

… warum dies so ist, ist einfach jener: Der Mensch hat für jede Tat ein Motiv.

Das ist auch bei netten Menschen so, die nur helfen wollen. Sie tun, was sie tun, weil sie die Welt verbessern wollen oder ihr eigenes Schicksal positiv beienflussen möchten.

Es gibt übrigens eine “Friends”-Episode in der dieser Umstand sehr liebenswürdig und auf die lustige Art beleuchtet wird.

Es sind also nicht nur bittere, verbissene Menschen, die so denken, oder gar manipulierend handeln.

Zwar verbinden wir in der Regel nur Negatives mit dem Wort “Manipilation”, doch in Wirklichkeit muss es nichts destruktives beinhalten. “Manipulation” bedeutet lediglich, dass der Mensch versucht, seine Umgebung zu beinflussen. Ob dieser Einfluss nun positiv oder negativ ausfällt, ist eine ganz andere Frage.

Der Grund, warum niemand es mag, von anderen manipuliert zu werden, liegt zum einen daran, dass die Meisten nicht in ihrem eigenen Wirkungsbereich eingeschränkt werden möchten und zum anderen wissen wir auch alle, dass es bei der Manipulstion nur all zu oft nicht mit redlichen Miteln zugeht. Doch im Grunde kann eine Manipulation auch etwas Positives bewirken. Es ist eben ales eine Frage der persönlichen Etik.

KRITIKER-TYPEN

Früher gab es Literaturkritiker, die sich nahezu als „Literatur-Päpste“ sahen.

Heute ist es jedermann und sein Nachbar, der sich dazu berufen fühlt, nicht nur überall seine Meinung zu äußern, sondern auch „ordentlich Dampf abzulassen“.

Wenn man sich beispielsweise sehr viele Buchrezensionen durchliest, wird man überraschend häufig festtellen, dass irgend eine emotionelle Treibkraft dahinter steckt, die den Rezensenten treibt.

WOHER KOMMEN ALLE DIESE STARKEN GEFÜHLE? 

Doch wohl kaum von einem einzigen Buch!

Es sind nur traumatische Erfahrungen, die solch extreme Emotionen auslösen können und den Wunsch, einem Produkt, einer Firma oder einem Menschen zu schaden.

Umgekehrt kann man sich auch manchmal fragen, wo in aller Welt so manche positive Bewertung herkommt.

Wenn zum Beispiel ein Autohaus reihenweise strahlende Autokäufer auf seiner Internetseite zeigt, die dann auch alle noch extrem positive Bewertungen abgeben, so geschieht das sicher nicht, weil sie dies aus eigener Initiative tun, sondern weil sie entweder dazu genötigt oder überrumpelt wurden oder weil eine Belohnung dahinter steckt.

Und das ist eben genau die unglaubliche Tragik, die diese globale Bewertungs-Welle ausgegelöst hat: Die Leute tun weitaus mehr, um gute Bewertungen aus ihren Kunden herauszupressen, als dass sie sich darum kümmern, gute Produkte herzustellen oder einen guten Service zu leisten. Auch hat dies einen Markt erschaffen, auf dem man Bewertungen und andere Dienste kaufen kann, die die Internetpräsenz einer Firma oder einer Einzelperson grundlegend verändern können. Wer es sich also leisten kann, der beschäftigt die richtigen IT-Experten, Rechtsanwälte oder kauft sich auf andere Art, was er braucht, damit er und sein Produkt gut dastehen.

WIE MAN NEGATIVE KRITIK VERMEIDET

Um keine negative Kritik zu bekommen, reicht es leider nicht aus, etwas Gutes zu produzieren.

Man muss aufpassen, dass sich niemand an dem, was man tut, stößt.

Und das ist leichter gesagt, als getan, denn dies kann aus den verrücktesten Gründen geschehen.

Selbstverständlich kann man nicht so weit gehen, dass man jedem Wahnsinn vorbeugt.

Dennoch… wer sich so einigermaßen an gängige Normen hält, kann sich mehr oder weniger in Sicherheit wähnen.

DIE IRONIE DES GANZEN

Jedoch ist es auch so, dass das wirklich Interessante und Innovative stets außerhalb der Norm geschieht.

In der Tat verdankt die Gesellschaft den Querdenkern und Ausgestoßenen ihren wirklich phänomenalen Fortschritt.

Der Rest der Menschheit bildet hingegen die Arbeitskraft, die diese Ideen und Initiativen der in die Tat umsetzt.

Und trotzdem hagelt es ständig destruktive Kritik, Verachtung und Verleumdung für jene, die es wagen, nicht den Kopf unten zu halten und die kein anonymes Teilchen der grauen Masse sind.

Auf der anderen Seite wird aber auch die Arbeitskraft jener, die sich nahezu aufopfern, so gut wie gar nicht gewürdigt…

ZWEI ARTEN VON KRITIK

Zunächst ist es wichtig, zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen positiv und negativ wirkender Kritik gibt.

Positive (konstruktive) Kritik ist hilfreich, indem sie den Adressenten respektvoll entgegenkommt und ihm ausschließlich konstruktive Hilfestellungen zukommen lässt, ohne ihn mit verletzenden und abwertenden Bemerkungen gleichzeitig den Boden unter den Füßen wegzuziehen.

Die Absicht des Kritikers liegt hierbei unmissverständlich darin, dem Empfänger der Kritik unter die Arme zu greifen und ihm zu helfen.

Negative (destruktive) Kritik hingegen, wird oft nicht einmal direkt geäußert, sondern schimmert bei sarkastischen, unvollständigen und verdrehten Bemerkungen auf eine zerstörend wirkende Art hindurch.

Aber selbst wenn die Aggressionen des Kritikers so direkt sind, wie sie nur sein können, weil er sich beispielsweise im Internet hinter einem Pseudonym verstecken kann, entspricht sie nie der vollständigen Wahrheit.

Es geht lediglich dem Kritisierenden darum, eigene Aggressionen loszuwerden und jemanden, der ihm aus irgendeinem Grund ein Dorn im Auge ist, ernsthaft zu schaden.

Man sollte sich, wenn man so etwas beobachtet, fragen, warum der Kritiker den Drang verspürt, sein Angriffsziel so niederzumachen, denn kein Mensch, dem es geistig gut geht, geht so auf einen anderen los. Irgendetwas muss (zu irgendeinem Zeitpunkt) geschehen sein, das dies ausgelöst.

Das braucht auch gar nichts mit dem egenen Produkt oder der Dienstleistung zu tun haben; es kann theoretisch sein, dass es sich hier um ein fürchterliches Kindheitserlebnis handelt, an das der Aggressor plötzlich erinnert wird.

Alles ist möglich, da es sich hier um starke destruktive Absichten handelt und die haben nie etwas mit einem Geschehnis in der Gegenwart zu tun, sondern stammen stets aus einer traumatischen Vergangenheit.

SCHLUSSFOLGERUNG

Wie Sie sehen, werden Sie im Leben nicht nur zu Unrecht angeprangert, ohne reine Chance auf gerechte Verteidigung zu haben, Sie müssen auch noch für etwas büßen, dass Sie gar nicht verursacht haben!

Dennoch ist es klug, sich damit auseinanderzusetzen, ohne Kontakt zu dem Aggressor aufzunehmen.

Sie sollten lediglich versuchen, herauszufinden, was den Angreifer womöglich hat rot sehen lassen.

AUF DAS THEMA KOMMT ES AN

Es gibt auch Themen oder Kategorien, von denen destruktive Leute sich angezogen fühlen.

Sobald Sie merken, dass Angriffe in bestimmten Bereichen sehr häufig geschehen oder dass bestimmte Menschen sehr destruktiv handeln, kann es eine gute Idee sein, beides zu beiden.

Es gibt genug Schönes im Leben und genügend positive Menschen, die Ihnen Gutes wollen. Halten Sie sich an diese und tun sie das, was erfolgreich ist. Man muss nicht immer und an allen Fronten kämpfen.

Wenn man hingegen mit Menschen zu tun  hat, die einem gehobenem Niveau angehören und somit stets einen zivilisierten Umgangston wählen, kann dies das Leben sehr viel einfacher und weitaus angenehmer gestalten.

ZWECK UND LOYLITÄTSVERHÄLTNIS

Bullies benutzen das Internet, um sich abzureagieren und da Kommentare und Bewertungen so gut wie nie sachlich oder neutral sind, kann man davon ausgehen, dass sie stets einen anderen Zweck verfolgen.

Höchstwahrscheinlich steht hinter einem Kommentar oder einer Rezension irgendein Loyalitätsverhältnis.

Das braucht nicht unbedingt die Loyalität zu einer Person zu sein, es kann auch die Loyalität zu einer Sache, einer Ideologie oder gar einer Vorliebe sein.

Man kann beispielsweise beobachten, wie Leute sich über völlig unwichtige Dinge, wie „Baconnaise“ in die Haare geraten.

Seien Sie sich deshalb dieses Umstandes bewusst und schreiben oder sagen Sie besser nichts, das leicht missverstanden werden oder provozierend wirken kann oder Leute zwingt eine bestimmte Seite einnehmen zu müssen.

DAMAGE CONTROL

Nehmen Sie es sich nicht zu Herzen, wenn man Ihr Produkt, Ihre Arbeit oder Ihre Firma niedermacht oder Sie persönlich angreift oder beleidigt.

Sollten solche Unverschämtheiten Ihre Ehre verletzen oder den Verkauf ihres Produktes beeinträchtigen, nehmen Sie es zurück.

Danach überarbeiten Sie es, und zwar so, dass es noch viel besser wird und auch nichts mehr drin (oder dran) ist, das jemanden verletzen oder provozieren könnte. Anschließend bringen Sie das Produkt abermals aber in einer ganz neuen Aufmachung heraus.

So ist nicht nur Ihre Ehre gerettet, Sie haben gleichzeitig ein weitaus besseres Werk erschaffen, das sich höchstwahrscheinlich auch viel besser verkaufen lassen wird, als die ursprüngliche Variante.

KEIN ÖL INS FEUER GIESSEN

Man sollte prinzipiell nie mit Kritikern diskutieren – und schon gar nicht im Internet!

Solche Menschen argumentieren meist nicht sinnvoll; sie sind lediglich darauf aus, zu zerstören und ihren Mitmenschen wehzutun.

So etwas unterbindet man in der Regel effektiv indem man ihnen keine Bedeutung beimisst und solche Leute, samt Bemerkungen, ignoriert.

 

Abschliessend möchte ich Ihnen an dieser Stelle nur nochmals versichern, dass Sie den Shitstorm nicht abbekommen, weil Sie es verdient haben, sondern weil Sie sich durch Zufall dort befinden, wo ein Bully Ihnen über den Weg laufen konnte und weil so ein Mensch sich über mehr oder weniger alles aufregt.

Dennoch sollte man tun, was man kann, um zu vermeiden, dass man missverstanden wird.

Das ist am Anfang nicht immer leicht.

Doch wenn man die obigen Tipps befolgt, wird es mit der Zeit weitaus besser.

Teile des obigen Textes sind ein Auszug aus Wie man Buchautor wird – ohne über den Tisch gezogen zu werden

Wie man Buchautor wird_Cover_1FINAL2

Mehr über destruktive Kritik und darüber, wie man mit solchen Leuten umgeht kann man auch in diesem Buch lesen:

How to Deal with Criticism

How to Deal with Criticism

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