REZEPT: selbstgemachte Reibekuchen / Kartoffelpuffer ¤ Recipe for homemade rösti (potato-pancakes)

DEUTSCH

Den deutschen Text findet man unter dem englischen

ENGLISH

It’s very easy to make potato-pancakes or rösti

and the great thing about them is, you can either use them for a savory meal or even as a dessert – served with applesauce or a nice jam.

RECIPE: Rösti or potato-pancakes

Ingredients

  • 2½ kg potatoes
  • 2 onions
  • 250 g potato starch
  • ½ teaspoon white pepper
  • 1 tablespoon salt
  • 6 eggs
  • 500 g flour
  • oil for frying

Method of preparation

  • Grate potatoes and onions or chop both in a blender etc.
  • Pour into a large pot, pan or bowl and mix with all the other ingredients.
  • Warm up the oil in a frying pan and add spoons full of dough,
  • which you fry gently from both sides.

In the picture below you can see how we served the rösti with organic Greek yogurt, peas, cucumber, coleslaw and ketchup.

This was very delicious and also not too unhealthy.

For desert we had the same rösti with applesauce, which was the perfect way to finish off.

DEUTSCH

Nachdem mir sowohl Monika als auch Rosie ihre eigenen, unterschiedlichen und sehr leckeren Rezepte gegeben hatten, dachte ich, ich versuche es mal selbst, um zu sehen, was dabei heraus kommt.

Es war nämlich lange her, seit ich das letzte Mal so etwas gemacht und gegessen hatte.

Jetzt heissen sie ja vielerorts Reibekuchen – da die Meisten die Kartoffeln wohl reiben. Früher hatte man ja keine andere Wahl, als die Kartoffeln auf diese Art zu zerkleinern.

Doch ich mache das lieber in der Küchenmaschine, nachdem ich sie sowieso schon für Kohlsalate benutzt habe.

Das spart Zeit und Abwasch.

Auch ansonsten ist die Herstellung unkompliziert und schnell.

Jetzt kann man solche Kartoffelpfannkuchen auf unterschiedliche Art herstellen – mit, ohne und mit reichlich Bindemittel (Stärke).

Unheimlich toll fand meine Familie bei unserem Rezept, dass die Reibekuchen eigentlich wie gekaufte schmeckten.

Ich würde sagen, das liegt vorwiegend am Pfeffer und daran, dass ich die Kartoffeln mit reichlich Kartoffelstärke und Mehl gebunden habe, was dafür sorgt, dass sie auch sehr gut zusammenhalten, wenn man sie bäckt.

REZEPT: Einfache Reibekuchen

Zutaten

  • 2½ kg Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 250 g Kartoffelstärke
  • ½ TL weisser Pfeffer
  • 1 gehäufter EL Salz
  • 6 Eier
  • 500 g Mehl
  • Öl zum Ausbacken

Zubereitung

Die Zubereitung ist herzlich einfach:

  • Man reibt oder hackt die Kartoffeln und die Zwiebeln,
  • vermengt diese mit den restlichen Zutaten in einem gr. Topf oder in einer Schüssel,
  • und brät dann die Kartoffelpuffer, Reibekuchen oder Rösti, indem man mit einem EL den Teig in die Pfanne mit dem erhitzten Öl gibt.

Das Resultat ist einfach und lecker.

Wir haben die Rösti zunächst mit Salat und griechischem Joghurt als Hauptmahlzeit genossen und dann zum Nachtisch noch mit Apfelmus/Marmelade ein weiteres mal.

Sie waren einfach so lecker; wir konnten nicht aufhören zu essen.

TIPP

Wenn man sie nicht zu scharf brät (also nicht zu dunkel werden lässt), kann man die Röstis auch einfrieren und dann später entweder im Ofen aufbacken oder in der Pfanne braten, bis sie gut durchgewärmt sind.

Auf diese Art kann man immer frische Rösti/Reibekuchen daheim haben.

So ein Essen passt gut zum stürmischen dänischen Maiwetter, denn auch in diesem Jahr ist der Frühling nicht ganz so frühlingshaft, wie man es gerne hätte, und an der Küste stürmt es teilweise ganz schön…

Trotzdem hat auch der dänische Mai seine lieblichen Seiten, auch in Jahren, wo er etwas kälter ausfällt.

Was wir sonst noch so alles an rustikalen, gesunden Gerichten hier bei uns auf dem Lande essen, kann man in diesem Rezeptbuch erfahren:

Zuhause im Hafen – ein etwas anderes Kochbuch

Zuhause im Hafen

Credits

blog-pictures, blog-text and cover-design: NVP

42 thoughts on “REZEPT: selbstgemachte Reibekuchen / Kartoffelpuffer ¤ Recipe for homemade rösti (potato-pancakes)

  1. Liebe Liv, nun weiß ich, was es heute mittag zum Mittag gibt. Vielen Dank für die schöne Idee. Jetzt merke ich erst, das ich Hunger habe. Hab wohl noch nicht gefrühstückt. Ich wünsche Dir schöne Pfingsttage, Susanne

    Liked by 2 people

  2. Guten Morgen Liv, Deine Reibekuchen sehen lecker aus. Das ist eine gute Idee. Denn zu diesem kalten Maiwetter passen sie gut. In Düsseldorf nennt man sie “Riefkooke”, dazu Apfelmus. Früher gab es bei uns Schwarzbrot mit Butter dazu. Heute werden die Reibekuchen gerne auch mit geräuchertem Lachs gegessen. Mit Altbier dazu, das hat Tradition. Wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Pfingstwochenende. Liebe Grüße Sylvia

    Liked by 4 people

    • Guten Morgen liebe Sylvia,
      Das ist ja ein Ding, dass man sie bei Euch auch mit Schwarzbrot isst, das hätte ich nicht gedacht. Aber bei uns war es früher auch so, zu allem wurde Roggenvollkornbrot gegessen, denn das war sozusagen die Grundlage hier in Dänemark. Aber hab ich dich richtig verstanden – man würde die Reibekuchen mit Lachs essen und dann ein Bier dazu trinken? Da hätte ich dann doch eher auf Riesling oder sowas getippt…
      Aber mit Apfelmus kenne und liebe ich sie auch. Es gibt auch Leute, die sie einfach nur mit Zucker essen. Das war wohl ganz früher so Mode, als man nichts hatte.
      Ich wünsche dir auch ein frohes Pfingstwochenende, das du ja sicher in deinem wunderschönen Garten verbringen wirst, nicht wahr?
      ganz liebe Grüsse zurück von Liv

      Liked by 1 person

  3. Ausgesprochen lecker sehen deine Reibekuchen aus, liebe Liv, ein feines Rezept! Ich liebe sie, ich könnte sie pausenlos futtern, lach, und ich las gerade beim Kommentar von Sylvia, Schwarzbrot mit Butter dazu, ja, das ist auch eine feine Beilage, genauso wie Apfelmus oder eben auch Lachs, letzteres hab ich auch schon dabei gemacht!
    Ich weiß nicht, wie es dir mit dem kölnischen Dialekt geht, aber da gibt es ein ganz feines Lied von den Bläck Fööss, den Rievkooche-Walzer, lach, der Text steht drunter bei “mehr ansehen”!

    Viel Spaß, hihihihi, und ich wünsche dir eine gute Nacht mit ganz lieben Grüßen
    Monika.

    Liked by 3 people

    • Guten Morgen liebe Monika,
      Ja, das ist schon ein Ding, mit dem Schwarzbrot und auch dein Lied von Bläck Fööss. Hab herzlichen Dank dafür. Aber die sind auch generell sehr witzig. Das weiss ich, denn beim Karnevallsfernsehen hat man Untertitel, also kann auch ich das verstehen, was ich sonst kaum verstehen würde, nämlich den Dialekt, aber danke auch für den Text-Hinweis hier beim Video. Du hast recht, den brauche ich! Toll, wenn Leute einen so guten und erdnahen Sinn für Humor haben.
      Sag mal Monika, wie ist denn nun dein Rezept anders als meins oder ist es überhaupt anders? Du hast vielleicht weniger Mehl drin und kein Kartoffelmehl?
      Kann mich dran erinnern, die Rosie hatte nichts von beidem drin, aber das habe ioh mich nicht getraut zu machen, obwohl es gesünder ist, aber bei meiner Pfanne hätte das einfach nicht richtig zusammengehalten und wäre mir aussen verbrannt und innen nicht gar geworden. Es kommt eben immer sehr darauf an, was für eine Pfanne man hat und wie gut die Kartoffeln sind. Ich habe schon immer Probleme gehabt, die richtige Pfanne zu finden. Ich hatte teilweise richtig teure Pfannen, die auch nichts taugten und dann nahm ich die billigsten, da brennt nichts an, aber da bin ich mir nicht sicher, wie gesund das ist, denn sowohl Beschichtung, als auch Aluminium können austreten und das Essen verunreinigen.
      Jetzt nehme ich ich meist meine Edelstahlpfannen, denn die haben einen guten Deckel und sind sehr praktisch, aber dann brate ich alles in reichlich Fett und das ist auch nicht ideal… seufz.
      ganz liebe Grusse zurück und auch dir wünsche ich so richtig schöne Pfingsttage mit hoffendlich gutem Wetter auf Balkonien.
      ganz liebe Grüsse von Liv

      Liked by 1 person

      • Guten Abend, liebe Liv,
        ja, in meinem Rezept ist weniger Mehl, und auch kein Kartoffelmehl, mit den Eiern und der Kartoffelstärke von den geriebenen Kartoffeln hält das normalerweise prima zusammen. Und da Reibekuchen ja flach sind, klappt das eigentlich auch mit der Bräunung und trotzdem gar von innen. Stimmt, von der Karoffelqualität hängt es auch bissel ab. Edelstahlpfannen sind bestimmt gut, setzen aber eben auch gerne an, da brauchst du mehr Fett, ich hab Emaille-Pfannen, da klappt das eigentlich prima auch mit weniger Fett. Mußt du bloß nach dem anbraten immer bissel vom Pfannenboden lösen.
        Derzeit denkt das Wetter gar nicht dran, schön zu werden, lach, also werden es wohl verregnete Pfingsttage! Schade! Euch wünsche ich auch richtig schöne Tage und ein frohes Pfingstfest, ganz liebe Grüße
        Monika.

        Liked by 1 person

    • Guten Morgen liebe Monika,
      Gut zu wissen, was der Unterschied mit dme Rezept war.
      Ja, meine Kartoffeln sind zur zeit recht mies, da ioch keine aus Ägypten will und spanische bieten sie noch nicht an. unsere eigenen werden dieses Jahr auch später kommen, denn das wetter war ja so kalt, dass man sie erst spät in den Boden tun konnte.
      Es werden also noch 1½ bis 2 Monate vergehen, bevor wir uns an denen erfreuen können. Gespannt bin ich auf die blauen und die roten Kartoffeln. Es ist das erst mal, dass wir diese haben.
      Ja, richtig altmodische Emaille-Pfannen scheinen das Beste zu sein. Wir haben davon noch eine, doch die nehme ich eigentlich nur für Eierkuchen/Pfannkuchen. Mit der Edelstahlpfanne war das hier aber sehr praktisch, denn sie hat einen guten Deckel und lässt sich gut reinigen. Docvh wie gesagt, da ist eben mehr Fett dabei.
      Gestern hat es bei uns auch wieder gegossen, obwohl eigentlich zunächst kein Regen angesagt gewesen war…
      Ein bisschen mehr Sonnenschein könnten wir wirklich gebrauchen… doch zumindest muss man nicht giessen. Bei den vielen Beeten ist das dann doch wieder zeditsparend und das ist gut. Doch die Pflanzen möchten auch gerne etwas Wärme und Sonne haben…
      wünsche dir eine schönen Pfingstsonntag, ohne Regen

      Liked by 1 person

      • Cley next the Sea legt in East Anglia an der Ostküste Englands. Wenn du es auf der Karte finden möchtest, es liegt etwa halbwegs zwischen Wells next the Sea und Cromer etwa auf 53 Grad N und 1 Grad E.

        Liked by 1 person

      • Wir lebten vorher viele Jahre in Montreal, da ich an der McGill University lehrte und davor in New York City und in Vermont wohnte. Aber wir wollten nach Europa zurück und zugleich schön am Meer wohnen. Wir wurden von Freunden hierher eingeladen und fanden es so toll, dass wir blieben.
        Dann nehme ich an, hat dein Mann an der UEA in Norwich studierte. Norwich ist unsere Landeshauptstadt, die ich sehr angenehm finde. Sie wurde vor ein paar Jahren von der Unesco zur Literary City of the World kreiert, da fast alle erfolgreichen engl. Autoren der letzten Jahre vom Institut für kreatives Schreiben der UEA ausgebildet wurden. Ich glaube, das ist immer noch weltführend.
        Ist dein Mann Engländer oder wie kam er an die UEA?

        Liked by 1 person

    • Das ist echt komisch; jedes mal wenn ich antworten will,geht was schief. Hoffen wir, dass es jetzt klappt.
      Literary City of the World – das wusste ich nicht. Aber früher hatte die UEA ein Blatt verschickt; heute kommt alles per E-Mail und somit ist es auf einem anderem PC, in einem anderen Büro. Muss mal meinen Mann fragen. Es ist aber lange her, seit der dort war (Ende der 70er Jahre). Er lebt schon mehr als 40 Jahre in DK. Ja, die meisten in meiner Familie sind Engländer.
      Hab jetzt mal genau geschaut wo ihr wohnt; überrascht hat mich zunächst der niederländische Einflusss, aber wenn man dann die historischen Handelsbeziehungen bedenkt und auf die Lage schaut, ist das kein Wunder.
      Schön, dass ihr so viel Küste habt.
      Wir wohnen ja auf einer Insel, aber haben trotzdem noch so 1½ km zur Küste. Doch es ist so windig, als würde man direkt daneben leben, denn wir sind hier ein bisschen höher. Sind zwar nur knappe 20 Meter, doch für DK ist das eine Höhenlage. Früher hatten wir direkt am Meer gelebt, doch da hatten wir Probleme mit Hochwasser und vor allem nicht genügend Land. Wohnt ihr direkt am Meer?
      Was hast du denn gelehrt und was macht Ihr heute?

      Liked by 1 person

      • Liebe Liv,
        ich war assistent professor und Stipendiat des Canada Council spezialisiert auf die Liguistik von Symbolsprachen, stieg jedoch nach zehn Jahren aus dem Uni-Betrieb aus, da ich professioneller Autor wurde. Seit vielen Jahren privatisiere ich, lese viel und pflege unsere umfangreiche Bibliothek, was mein Hobby ist. In meinem Erststudium habe ich Nordistik, Alt-Germanistik und Philosophie studiert.
        Meine Frau ist eine erfolgreiche Wildlife Fotografin.
        Naja, wir wohnen nicht direkt am Meer. Es sind etwa 15 min. Fußweg durch die Marschen zum offenen Meer. Übrigens liegen wir nur 10 m über NN.
        Und was machen du und dein Mann so?
        Ehrlich gesagt, eigentlich genießen wir einfach das Leben, bloggen ein wenig, lesen viel, pfegen des Müiggangs und reisen ab und an hauptsächlich nach Schottland bes. den Orkneys.
        Naja, um deine Neugier zu befriedigen, du kannst vieles über mich auf Wikipedia nachlesen 😉

        Liked by 1 person

    • Das klingt spannend, was ihr alles macht! Es ist schön, wenn Menschen einen tiefsinningen Ansatz zum Leben haben und gleichzeitig das Leben und die Natur lieben und geniessen.
      Wir haben uns auch über die Jahrzehnte hinweg sehr viel mit Psycholigie und Philosophie beschäftigt. Aus dem einfachen Grunde, weil wenn man nicht weiss, wer man selbst ist und wie die Psyche funktioniert, sich weder selbst versteht, noch so richtig weiss, wie man mit anderen und dem Leben umgehen soll.
      Eine grosse Bibliothek haben wir auch, doch das Wort “pflegen” ist hier leider nicht so angebracht; vieles steht in doppelten Reihen in den Regalen, denn der Raum ist viel zu klein. Somit sind die Bücher auch über andere Räume verteilt und das ist absolut nicht ideal, besonders wenn man viel schreibt und mal schnell etwas finden muss.
      Mein Mann hatte zunächst Englisch unterrichtet, dann war er Manager in einem Telekommunikationskonzern, doch um die Jahrtausendwende wurde alles zu korrupt für uns, da war die Geschäftswelt kein Ort mehr, wo wir uns wohlfühlten. Schliesslich arbeitete er dann wieder als Lehrer, allerdings unterrichtet er heute vorwiegend Mathematik und ist er jetzt sehr in der Gewerkschaft engagiert, denn ansonsten wird bald kaum mehr was an Menschenrechten übrig sein, wenn man nicht versucht, sie zumindest an gewissen Stellen durchzusetzen.
      Genauso ergeht es uns im privaten Bereich. Unser Hof ist ein Familienprojekt, an dem wir alle arbeiten. Wir geben nicht nur den Gebäuden nach und nach neues Leben, wir haben die Gärten auf Ökologie und Selbstversorgung umgestellt, um zu sehen, wie weit man dies mit einfachen, zeitsparenden und teilweise auch mit neuen Methoden so arrangieren kann, dass jeder es schaffen könnte, der einen solchen Lebensstil wünscht. Wir haben früher gesehen, dass Spenden an NGOs nicht den grossen Unterschied machen, denn oftmals werden davon vorwiegend Gehälter und andere Unkosten gezahlt, doch wenn ich innerhalb weniger Stunden 500 Bäumchen pflanzen kann, dann ist das etwas, das bleibt und das auch in der Zukuft die CO2-Bilanze positiv beinflussen wird. In diesem Sinne ist unser Brombeerhof nicht nur unser Zuhause und unserer Arbeitsplatz, sondern vorwiegend auch eine Versuchstätte, wo wir beweisen, dass man mit einfachen Mitteln sehr schnell zu einem natürlichen, selbsterhaltenden Leben zurückfinden kann, das viele unserer heutigen gesellschaftlichen Probleme lösen würde, und dass sich auch die geschädigte Natur sehr schnell wieder erholen kann, wenn man sie nur nicht ständig schädigt. Dieses Blog haben wir natürlich teilweise, um auf unsere Bücher aufmerksam zu machen, doch hauptsächlich wollen wir zeigen, dass “Back to Basics” immer noch machbar ist und dass es ein Lebensstil ist, den fast jeder realisieren kann und der unheimlich viel Hygge und Lebensfreude mit sich bringt.
      Mit der Symbolik der Farben kann ich übrigens auch etwas anfangen, denn eigentlich bin ich Künstlerin. Noch wichtiger ist sie aber für mich bei Einrichtungsprojekten, denn da bestimmt man ja sozusagen den Gemütszustand der Menschen, die sich in den Räumen aufhalten werden. Beim Interior Design ist sie somit ein extrem wichtiges Werkzeug. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ich Bücher von dir habe, doch ob ich die finden kann… das ist eine andere Sache…
      Wie beziehungsweise wo habt ihr euch eigentlich kennengelernt? Ihr wohnt ja schon sehr lange in Cley, oder? Und zuvor… wie ich von deinem Kommentar ableiten kann… da ward ihr dann auch in den USA zusammen?

      Liked by 1 person

      • Wir haben uns durch meine Bücher über Schlaf und Traum kennengelernt. Zum ersten Mal persönlich getroffen haben wir uns in Deutschland während einer Vortragstournee von mir.
        Ich wohne bereits seit über 40 Jahren in Cley. Das war zwar mein festes Zuhause, aber ich war oft auch für längere Zeit woanders.
        Wir haben vier Bibliothekszimmer in unserem Haus und Dina achtet stets sehr darauf, dass Bücher nicht vor Büchern in unseren Regalen stehen. Wir verwalten unsere Bibliothek mit einem Bibliotheksprogramm.
        Dann wünsche ich euch viel Glück mit “Back to Basics”. Ich lebte einige Zeit in einer Landkommune zusammen mit Robert Houriet, der “Getting Back Together” schrieb und mich anregte “Landkommunen in Nordamerika” zu schreiben – eine Jugendsünde 😉 aber ein Bestseller damals.

        Liked by 1 person

    • Hallo lieber Klausbernd,
      Entschuldige bitte, dass du so lange auf eine Antwort warten musstest. Zum einen habe ich einen neuen PC bekommen, zum anderen ist es jetzt tatsaechlich so, das in den Gaerten so viel Artbeit ist, dass wir zu dieser Jahreszeit dort voll ausgelastet sind und wir abends einfach nur noch muede in die Betten fallen. Danke fuer deine guten Wuensche bezuegl. Back to Basics – doch das geht schon ganz gut. Wir machen das ja schon eine ganze Weile. Im Grunde leben wir schon seit Jahrzehnten umweltbewusst und diesen Hof haben wir seit 15 Jahren. Zuvor hatten wir einen kleineren Hof, und davor wohnten wir direkt am Wasser. Doch da hatten wir nicht genug Land und als mein Mann dann in einem anderen Teil DKs eine bessere Stelle angeboten bekam, schlugen wir zu.
      Doch es anderen zu vermitteln, dass sie das oekologische, umweltbewustere Leben auch rselbst elativ unkompliziert durchfuehren koennen, das ist nicht so einfach! Es scheint mir, dass es sehr viele gibt, die es gerne tun wuerden, die aber an der praktischen Durchfuehrung scheitern oder schon an der Erkenntnis, dass es fuer Otto Normalverbraucher durchaus moeglich ist, ohne dass man gleich Aussteiger werden und in eine Kommune ziehen muss. Das ist sozusagen das, woran ich zu knabbern habe: Wie macht man es ganz normalen Leuten klar, dass es realistisch ist, dass sie hier und jetzt die Natur retten und viel gruener leben koennen, ohne dass es mehr Geld und Zeit kostet?!
      Das ist wirklich schoen, dass ihr euch ueber deine Buecher kennen gelernt habt. Das ist immer das Beste, wenn man das ueber wahre Interessen tut; dann hat man eine wirklich solide Basis in der Beziehung. Bei meinem Mann und mir war das auch ueber Philosophie und Psychologie, dass wir uns naeher kamen, und ich denke, deshalb sind wir auch schon seit 4 Jahrzehnten zusammen. Bei unseren Kindern ist es genauso. Sie haben hier bei uns auf dem Anwesen ihr Haus und ihre Whg – aber nicht nur der angenehmen Lebensumstaende wegen, sondern hauptsachlich weil wir eine sehr tiefgehende Beziehung haben – und das ruehrt, genau wie bei euch und wie bei meinem Mann und mir, eben vom Philosophischen und vom Psychologischem her.
      Das ist auch so eine Sache, die mich beschaeftigt haelt: Wie kann man anderen vermitteln, dass mehrere Generationen auf eine Art und Weise zusammenleben koennen, die erfuellend ist und wo jeder sich selbst verwirklichen kann? Da geht Otto Normalverbraucher doch auch davon aus, dass das nicht moeglich ist und dass so etwas entweder bedeutet, dass einer alles dominieren und die anderen alles einstecken muessen oder dass man es lediglich aus oekonomischen Gruenden tut.
      Das ist schoen, dass ihr eure Bibliothek so gut organisiert habt. Ja, bei uns ist das schade, dass wir noch nicht so weit sind, dass wir sie optimal nutzen koennen. Doch man kann nicht alles auf einmal haben und somit sind bei uns die Buecher noch so lange auf mehrere Zimmer verteilt und stehen auch in 2 Reihen, bis wir endlich dazu kommen, eine weitere Scheune auszubauen. Dann will ich auch eine richtige, gr. Bibliothek haben, wo alles optimal organisiert ist, zumal wir auch ganz viele alte Buecher haben. Manche von denen sind zwar wertlos, aber andere sind richtige Schaetze. Es ist also schade, denn man an die nicht so richtig rankommt oder wenn die gar kaputtgehen koennten. Denn viele der alten Buecher sind nicht nur wunderschoen anzusehen, man muss sie auch ganz vorsichtig behandeln. Ich hatte mal so eine Zeit, wo ich alles Interessante aufgekauft hatte, wenn entweder die Bibliotheken Ausverkauf hatten oder wenn ich sonst irgendwo etwas Gutes sah… doch dann wurde es irgendwann zu viel und jetzt warte ich eben geduldig, bis ich endlich eine richtig gr. Bibliothek habe…
      Wie ist es bei Euch so; habt Ihr auch schoenes Sommerwetter? Habt Ihr auch einen Garten?
      Noch was, was mir gerade einfaellt: Die UEA-Mails habe ich inzwischen beim Aufraeumen der PCs gefunden; jedoch bislang nur dass sie runtergeladen und auf einem anderen PC drauf sind… Ach ja, das Administrative kann einem auch beschaeftigt halten…

      Liked by 1 person

      • Dear Liv,
        habe herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.
        Wir sind wegen dieses Bilderbuchwetters seit einiger Zeit voll mit Gartenarbeit, Terrassensäuberung und ähnlichen Arbeiten zugange.
        Ich lebte einige Zeit in einer Landkommune in Vermont, aber das Lebensgeld kam durch Veröffentlichungen herein. Dort lebten alles erfolgreiche Autoren, aber wir betrieben auch Gartenbau und produzierten Ahornsirup, den wir in New Yorl City vermarkteten.
        Wir sortierten gerade unsere Bibliothek aus und alle Bücher, die in einem bedauernswerten Zustand sind oder uns nicht mehr interessierten, sortierten wir aus. So schufen wir Platz für neue.
        Mit herzlichen Grüßen von der sonnig warmen Küste
        Klausbernd 🙂

        Liked by 1 person

    • Guten Morgen lieber Klausbernd,
      Da du gerade mit “Dear Liv…” anfingst, sprecht ihr auch im tägl. Leben Englisch? Oder eher Deutsch oder gar Norwegisch?
      Ich muss zugeben, im tägl. Leben spreche ich nur sehr, sehr selten Deutsch, so selten, dass ich gar nicht mehr so richtig weiss, wie alles heisst, und u.a. dieses Blog und das Fernsehen dazu benutze, die Sprache nicht ganz zu vergessen.
      Ja, das war mir schon klar, dass ihr nicht als Bauern gelebt habt… bei uns ist das auch so, obwohl wir versuchen, Selbstversorgung anzustreben, so ist es eher eine idealistische Sache. Das Geld kommt bei uns auch woanders her – und ja Bücher sind so wie früher ein gutes Sparbuch war, da hat man dann noch laufende Einnahmen, wenn ansonsten nichts mehr ist.
      Bezügl. Bauern: Wenn man hier in DK einen Hof hat, bekam man früher immer die Zeitungen der Bauernverbände und somit wurde einem der Wandel der Lage der Bauern sehr deutlich, und das ist einer der Gründe, warum wir letztendlich versucht haben, auf Selbstversorgung umzustellen. Wir haben gesehen, was nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf globaler, geschieht und wie die Höfe ausgeschlachtet werden. Heutzutage musste du als Bauer Grossgrundbezitzer sein oder die Wirtschaft wird von Investoren “betrieben”, was das Schlimmste überhaupt und in DK glücklicherweise noch nicht so verbreitet ist wie anderswo.
      Irgendwann habe ich mich einfach geschämt, dass ich nichts dagegen tue, und wir haben gedacht, dass wir zumindest für unseren Hof eine Umkehr machen wollten, so dass er wieder seinem ursprünglichen Zweck dient.
      Ahornsirup ist ganz was feines! Toll, dass ihr das gemacht habt. Ein paar Ahornbäumchen haben wir hier auch, doch in Skandinavien ist es ja eher so, dass man die Birken anzapft. Wir haben auch überlegt, ob wir das machen, doch das ist auch ein Projekt für die Zukunft.
      Schön, dass ihr auch so tolles Wetter habt und dass ihr es hervorragend für Garten, Terrasse etc. nutzen könnt! Für Euch ist es sicher wie für uns: Wir geniessen in vollen Zügen, dass es endlich mal so richtig schön warm ist. Doch ich glaube, in Deutschland und südl. und östl. davon leiden die Menschen eher darunter.
      Schön, dass ihr Eure Bibliothek up-to-date haltet. Sind das alles Fachbücher aus bestimmten Bereichen oder eher ein breit gefächertes Sortiment? Ich muss sagen, bei mir ist es nicht unbedingt so, dass ich Bücher aussortiere, die nicht mehr ordentlich aussehen. Es kommt darauf an, welchen Wert das Buch für uns hat. Teilweise behalten wir auch zerflederte Exemplare, wenn sie es wert sind. Doch generell ist Ausmisten natürlich eine gute Idee.
      Um noch mal auf Kommune, Landwirtschaft, Ökologie und Ideologie zurückzukommen: Weisst du, was ich eigentlich vorhatte, war eine Homeschooling-Community hier in DK zu gründen, denn wie du ja sicher weisst, besteht in Deutschland nach wie vor Schulpflicht, was Viele davon träumen lässt, nach Skandinavien zu ziehen. Doch ich habe u.a. auch zwei Bücher darüber geschrieben und aus den Briefen/Mails der Leute kann ich eher ableiten, dass alle alles gratis haben wollen und hauptsächlich nur gegen die Schule sind, als dass sie selbst ihre eigenen Ideen über Unterricht verwirklichen wollen. Obwohl ich hier Land, Gebäude, und sogar den Segen von unterschiedl. Politikern bekommen könnte, habe ich meine Zweifel daran, wieweit es wirklich Eltern gibt, die breit sind, für ein solches Leben zu arbeiten, zu bezahlen und ja, auch tatsächlich täglich ihre Kinder zu unterrichten – in welcher Form auch immer. Mich würde dein Input zu diesem Thema interessieren. Kennst du Beispiele, wo die Leute wirklich gewillt waren, nicht nur PR-Artbeit zumachen und auf Freiheit und Rechte zu pochen, sondern wirklich auf längere Sicht, Arbeit, Geld und Widmung zu investieren, so dass die Kinder etwas lernten und auch die Wirtschaft rund lief, so dass nicht nur einige Wenige die ganze Arbeit machten, während die Meisten nur kurz mal ihre alternative Phase in Gesellschaft ausleben konnten? Bei den Kommunen und sogar bei unterschiedlichen Rudolf-Steiner-Projekten, die ich kenne, ist es meist leider so, dass die Leuete kommen und gehen und nur einige Wenige mit der Gesamtverantwortung dasitzen und dann oft nicht nur ihre ganzen finanziellen Mittel, sondern auch ihr Leben investieren.

      Liked by 1 person

      • Liebe Liv,
        sooo viele Fragen …
        Zur ersten, wir sprechen 3/4 unserer Kommunikation Deutsch und 1/4 Englisch und seltener kommt bei mir ein schwedischer Ausdruck dazwischen, bei Dina ein norwegischer. Da Dina über 30 Jahre lang in Deutschland arbeitete, spricht sie – nach eigenen Aussagen – besser Deutsch als Norwegisch.
        Ich komme aus anthroposophischer Umgebung, hatte von 17-20 eine anthroposophische Psychoanalytikerin, da meine Mutter glaubte, dies gehöre zu einer gediegenen Bildung. Ich hatte auch durch eine Geliebte engen Kontakt zum inneren Kreis der Antroposophen, wo ich mich stets sehr angenehm gefühlt habe. Dennoch würde ich Kinder nie und nimmer auf eine Waldorf-Schule oder andere private Schule schicken. Ich halte viel vom staatlichen Unterricht. Fachwissen ist ja nichts, was schwierig zu lernen ist, sondern das wesentliche einer Schule ist zu lehren, sich in der Gesellschaft einfügen zu können. Es geht um soziale Fähigkeiten, die man nur in einer staatlichen Schule lernt. Außerdem, so habe ich es zumindest erlebt, ist das Niveau an zumindest staatlichen deutschen, schwedischen und finnischen Schulen, die ich erlebt habe, hoch. Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, befriedigen wahrscheinlich damit ihren Dünkel und ihre Eitelkeit. Ich war auf ‘normalen’ deutschen Schulen bis auf die letzten Jahre, wo ich auf eine Schule für mathematisch Hochbegabte wechselte. Während meines Studiums unterrichtete ich auch für einige Zeit an einer Waldorf-Schule. Ich halte viel von Rudolf Steiner, aber diese künstliche Welt der Waldorf-Schule schien mir nicht die Kinder zu fördern. Ich war auch in der damaligen freien Schule in Gladsaxe/DK und in Summerhill/UK eingeladen, da ich damals über freie Schulen schreiben & Sendungen machen wollte. In Summerhill hat es mir am bestens gefallen. Dort wehte nicht der versteckte elitäre Wind, der die Kinder der Wirklichkeit entfremdete. Später hatte ich eine Freundin, die in Summerhill gewesen war und die eine große soziale Intelligenz besaß. Aber grundsätzlich, finde ich, befriedigen solche Schulen die Eitelkeit der Eltern und schaden den Kindern. M.E. müssen diese lernen mit Mobbing z.B. selbst umgehen zu können und sich anderen Kindern gegenüber, auch aus anderen Schichten, durchsetzen zu können.
        Bei den Steiner-Schulen beschwerten sich die Eltern am meisten über die erwartete Mitarbeit und machten sie nur zähneknirschend.
        In unserere Bibliothek haben wir folgende große Kategorien:
        deutsche, englische, skandinavische Romane
        Philosophie
        Nautische Literatur und Piraterie, speziell weibliche Piraterie
        Arktis und Expeditionsgeschichte
        Kunstbücher
        und Hanne baut gerade eine große Sammlung Naturbücher auf.
        So, nun weißt du alles 😉
        Dann mach es ‘mal gut
        Klausbernd 🙂

        Like

    • Hallo Klausbernd,
      da ist wohl ein Missverständnis aufgetreten. Ich habe nicht vor, eine Privatschule zu gründen, sondern eine Homeschooling Community – eine Art Öko-Dorf also, wo jeder sein Eigenes hat und auch seine eigenen Kinder unterrichtet, und wo doch eine Gemeinschaft besteht, in der man sich u.a. Hilfe holen oder gemeinsame Projekte durchführen kann.
      Es besteht ein Riesenunterschied zw. Homeschooling und Privatschule.
      Bezügl. Privatschulen ist das in DK anders geregelt als in anderen Ländern. Hier werden Privatschulen meistens ins Leben gerufen, wenn die örtliche Dorfschule geschlossen wird. Das System ist fast perfekt – mit einer Ausnahme: Der Elternvorstand bestimmt alles, und das hat sehr viele Schulen kaputtgemacht und so manchen Rektor in den Ruin getrieben. Wenn diese eine Sache nicht wäre, wäre das dänische System perfekt, denn der Staat finanziert die Privatschulen zwar nicht vollständig, aber sehr grosszügig. Somit ist es auch kein Eitelkeits-Ding der Eltern, ihre Kinder dorthin zu schicken. Meist ist es so, dass es der kürzeste Schulweg ist und dass die Kinder dort einfach viel glücklicher sind, weil es dort kleine Klassen, viel Natur und eine angenehme Umgebung gibt.
      Beim staatlichen Schulsystem gehen unsere Meinungen auseinander. Die staatlichen dänischen Schulen sind zwar besser als die deutschen, trotzdem würde ich mein Kind nicht mehr auf eine solche Schule schicken. Wir haben mit unserem jüngsten Kind sehr viele Jahre lang Homeschooling gemacht, und das hat sich, obwohl es ein Versucxh war, als optimal erwiesen, obwohl wir eigentlich der Sache zunächst erst einmal sehr kritisch gegenüber standen. Doch es ist natürlich nichts für jedermann. Man muss den Unterricht auch durchführen, und viele Eltern, die es gerne tun würden, verstehen nicht, dass es keine Befreiung vom Unterricht ist, sondern dass die Kinder letztendlich viel mehr lernen, da es ein Lebenstil wird und ihnen viel Freude bereitet. Ich gebe dir Recht, der Stoff selbst ist nicht schwer zu erlernen, allerdings gibt es zu wenige Lehrer, die verstehen, wo die Lernbarrieren der Kinder liegen und wie man diese überwindet. Daher wird auf staatlichen Schulen extrem viel Zeit verschwendet, zumal Frontalunterricht da auch nicht gerade förderlich ist. Unsere Erfahrung war, dass man beim Homeschooling das staatliche Pensum in einem Zehntel oder zumindest in einem Fünftel der Zeit durchgearbeitet hat und sich dann weiteren Aufgaben widmen kann – aber hauptsächlich ist es einfach wunderschön, auf diese Weise die schönsten Jahre mit den Kindern nicht zu verpassen und sie mit gemeinsamen Aktivitäten voll auszunutzen.
      Homeschooling kann also ein wahrer Segen und eine unglaubliche Bereicherung sein – ganz besonders für das Familienleben. Es ist aber eine Kathastrophe, wenn Leute lediglich vor Problemen fliehen, ohne den Willen zu haben, hier wirklich etwas besseres zu erschaffen und den Kindern eine solide Bildung zu geben. In diesem Falle würde ich dir absolut Recht geben, da sind sie im staatlichen System besser aufgehoben, denn solche Eltern taugen auch nichts bei Privatschulen. Denn – wie immer! – sind es ja nicht die Kinder, die das Problem darstellen, sondern die Eltern, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder erziehen sollen und – wie du auch schreibst – eben nicht die Mitarbeit zeigen, die ihnen abverlangt wird. Du ahnst es jetzt vielleicht, wir haben nicht nur unsere Kinder auf verschiedenen Privatschulen gehabt, die letztendlich auch nicht so waren, wie wir es uns erhofft hatten, wir haben auch viele Jahre lang selbst an Privatschulen unterrichtet. Was deine Beurteilung der Privatschulen betrifft, so ist es schon wahr, es gibt einige, die sind auch hier so, wie du es beschreibst, doch leider trifft das auch auf einige staatliche Schulen zu, wo die Schüler ausschliesslich aus bestimmten Kreisen stammen und wo eine unglaublich Arroganz herrscht. Das hat sich jetzt so weit zugespirtzt, dass von politischer Seite nun entschieden wurde, dass einige Schüler in Zukunft zwangsversetzt werden – und zwar dem elterlichen Einkommen nach – um die Klassen optimaler zusammenzustellen und damit Gymnasien in Randgebieten nicht schliessen müssen. Ob das nun eine so gute Idee ist – ich weiss es nicht – aber zumindest ist es ein interessanter Ansatz.
      Allerdings würde ich dir Recht geben, was das Bverufsleben der Leher betrifft, denn auf staatlichen Schulen hat man in der Regel weitaus bessere Arbeitsbedingungen als auf Privatschulen, wo die Eltern viel zu viel bestimmen und dies immer von irgend jemandem missbraucht wird, sei es, um der Schule Produkte zu verkaufen, die sie nicht braucht oder um bessere Noten für das eigene Kind herauszuschlagen. Man würde weitaus besser fahren, wenn die Verantwortung beim Rektor und bei einem gemischten Vorstand liegen würde, wie es ja auch bei den staatlichen Schulen ist. Das funktioniert weitaus besser und schützt vor Korruption.

      Liked by 1 person

      • Auch was Bullying/Mobbing/Schikane betrifft, sind wir unterschiedlicher Meinungen, denn ich habe noch nie gesehen, dass ein Kind, das sich schliesslich gegen Bullies behauptete, letztendlich das Problem wirklich überwunden hatte. Es hatte sich in der Regel lediglich dem Gruppenzwang gebeugt und das gleiche Spiel gespielt wie die anderen Bullies auch. So erwirbt man keine soziale Kompetenz sondern Persönlichkeitsstörungen.
        Um jetzt noch mal darauf zurückzukommen, was ich wirklich von dir wissen wollte, es war lediglich, ob du in irgendeiner Kommune es je erlebt hast, dass die Arbeit in der Praxis tatsächlich fair verteilt war und die meisten Leute auch mitgearbeitet haben, denn was ich immer erlebt hatte, war eher, dass es stets ein paar gab, die sich völlig abgerackert haben – und das über viele Jahre hinweg – während die Meisten nur die Stimmung und die Freiheit geniessen wollten, ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen und ohne richtig mitanzupacken. Somit stellt sich natürlich die Frage, ob solche Projekte letztendlich eine Utopie sind, weil sie auf den Rücken sehr weniger Leute ausgetragen werden, die wirklich an die Sache glauben, während die Mehrzahl eigentlich keinen Exchange für das geben möchte, was es dort erhält.

        Like

    • Guten Morgen liebe Rosie,
      das klingt auch sehr lecker. Hast du das gleiche Rezept genommen oder irgendwie variiert?
      Tastsikiquark ist auch sehr lecker du machst mir jetzt richtig Hunger.
      Zum Glück hab ich etwas ähnliches angerührt, aber mit Skyr, weil ich weder Quark noch griechischen Johgurt habe. (In DK gibt es keinen anständigen Quark, nur diese grässlichen 0,3% Fett-Varianten, schüttel…, ihr wisst ja gar nicht, wie gut ihr es habt, dass ihr Quark in allen Variationen kaufen könnt! Ich muss mir den immer zusammenrühren und selbst dann kann ich nicht immer Quark bekommen).
      ich wünsche dir einen schönen Pflingstsonntag

      Liked by 1 person

    • Ach, wie schön, dass du solche gemütlichen Erinnerungen an deine Kindheit hast!
      Bei mir hingen immer die Schatten des zweiten Weltkrieges über alles in der Kindheit. schön war lediglich die Umgebung in der Vorstadt, die weitaus ländlicher war, als vieles auf dem Lande. Doch Kartoffeln mit Quark, Leinöl und manchmal auch Hering assen auch meine Grosseltern. Bei uns hier in DK ist es heuer eher Skyr oder griechischer Joghurt, mit dem ich eine saure Sahne-Sauce mache, mit vielen Kräuter, Möhren, Zwiebeln und Gufrken drin. Das ist zwar auch lecker und Leinöl gibt es glücklicherweise auch, doch richtige Quark wie ihr ihn habt, und ganz besonders Schichtkäse wären eine ganz besondere Delikatesse.
      Aber sag, da du jetzt von deiner Kindheit redest… war deine Familie nicht auch während WWII geflüchtet? Da muss doch auch so einiges schwer gewesen sein…

      Liked by 1 person

      • Ja, das stimmt, es war alles nicht einfach. Meine Großeltern und Eltern mussten ihre Heimat im Osten aufgeben und hatten, so lange sie lebten, immer Heimweh nach Zuhause. Da waren Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl bei meiner Oma immer so ein Sehnsuchtsessen…
        Ich wurde allerdings schon hier geboren.

        Liked by 1 person

  4. Skyr habe ich auch schon des öfteren gekauft, er schmeckt mir ebenfalls sehr gut. Ja, es ist schön, dass es hier in den Supermärkten so viele Quark- und Joghurt-Varianten gibt, so hat man immer eine große Auswahl. Manchmal kaufe ich auch Schichtkäse als Variante.
    Sonnige Grüße von Rosie

    Liked by 1 person

    • Hallo liebe Rosie,
      entschuldige bitte die grosse Verspaetung. Ich habe einen neuen PC und noch dazu haelt der garten uns so beschaeftigt, dass ich in diesen Tagen eigentlich gar nichts anderes mehr mache. Das ist sicher bei dir aehnlich, nehme ich an. Obwohl… du bist auch im Sommer sehr gut darin, im Internet zu sein und kontakt zu halten. Ich bin das leider nicht. Bei mir gibt es ein Sommerleben und ein Winterleben. in meinem Winterleben bin ich jeden Tag auf den Blogs, in meinem Sommerleben komme ich leider sehr selten dazu und muss mir richtig Zeit dafuer nehmen, sonst wird das nichts.
      Ach ja, euer Quark-Angebot! Da kann man schon wirklich neidisch werden! Und Schichtkaese noch dazu! Musst du mir immer so Hunger machen?! Es ist schon so lange her, seit ich Schichtkaese gegessen habe, und der ist immer sooo lecker. Neue Kartoffeln, Schichtkaese oder einen guten Quark, Leinoel und Salat – was braucht der Mensch mehr? Auch wenn das frueher als arme-Leute-Essen verpoent war, weil alle meinten, man muesse unbedingt zu jeder Mahlzeit Fleisch essen und wehe wenn du das nicht tatest – fuer mich war das immer das Allerleckerste und ich koennte es jeden Tag essen ohne dass es mir zu langweilig werden wuerde. Der Schichtkaese ist ja noch ein wenig delikater als der Quark und wirklich etwas ganz besonderes finde ich.
      Wie ergeht es dir in diesen Tagen? Laeuft in Sachen Kunst und Garten bei dir alles so wie du es dir wuenschst und ist das Wetter auch so einigermassen?
      ganz liebe Gruesse von Liv

      Liked by 1 person

      • Genau so ist es, liebe Liv:
        Neue Kartoffeln, Quark, dazu Leinöl und knackiger Salat….das ist einfach herrlich. Das mochte ich schon als Kind sehr gern, denn damals liebte ich es, mit meiner kleinen Schwester bei der Oma in der gemütlichen Wohnküche am Holztisch zu sitzen und genau dieses Gericht von geblümten Tellern zu essen.
        Liebe Grüße aus der Abendsonne….von Rosie

        Liked by 1 person

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s