Ein Rezept für Hefekuchen mit Pflaumen oder Äpfeln und für dänisches Gammeldaws Wienerbrød

sliced fruits on pink ceramic plate

Ich liebe Pflaumen und ganz besonders Zwetschgen sind etwas, das ich einfach total liebe. In der Saison (Spätsommer und Herbstanfang) esse ich täglich mindestens ein Kilo roh, doch alle Pflaumen kann man ja nicht so schnell verbrauchen, wie sie reif werden.

Wenn man sicxh etwas für den Winter hinüberretten möchte oder mal ein paar Pflaumen erwischt hat, die roh nicht so gut schmecken, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sie

  • einzufrieren
  • Chutney oder
  • Marmelade draus zu machen
  • oder einen leckeren Kuchen zu backen.

Für das letztere habe ich mir gestern ein ganz einfaches Rezept ausgedacht, dass ich hier teilen möchte.

Viele Hefekuchen und auch dänisches Wienerbrød der alten traditionellen Sorte, so wie es früher, vor dem historisch bedeutenden Bäckerstreik in 1850 gebacken wurde, bevor man die südländische Backweise einführte, werden oft mit Milch, statt mit Wasser, angerührt, aber ich finde, dass der Teig nicht nur besser gelingt, sondern auch delikater schmeckt, wenn er auf Wasserbasis entstanden ist. Statt Milch tun wir ein wenig Butter und 250 g Quark in der Teig. Das Resultat ist, dass er besser aufgeht und nicht ganz so schwer ist und eben auch – zumindest meiner Familie – besser schmeckt.

homemade pie with fruits

2 Hefekuchen mit Pflaumen oder/und Äpfeln

Mit dem folgenden Rezept habe ich gestern 2 kleine Backbleche gebacken, die leider jetzt schon fast weggeputzt sind. Das eine Blech war ein reiner Zwetschgenkuchen, das andere Âpfel und Pflaumen gemischt.

Zutaten:

TEIG

100 g gesalzene Butter, weich

200 g Zucker

2 Eier

250 g Quark

ca. 700 – 1000 g Mehl

2 Tassen warmes Wasser (ca.

2 Tütchen Trockenhefe oder ½ Würfel Frischhefe

BELAG

8 saure Äpfel, in kleine Halbmonde geschnitten

1½ kg Pflauem, entsteint und in Hälften geschnitten, die noch ein wenig zusammenhängen

ZUM BESTREUEN

Zimt und Kucker, optional

Zubereitung:

Zuerst ca. 400 ml Wasser (2 Tassen) im Topf erwärmen.

Dann Butter drin auflösen und warten, bis die Tempartur fast handwarm ist.

Dann Quark, Zucker und Eier unterrühren und die Hefe gut verteilen.

Schliesslich wird so viel Mehl hineingerührt, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der weder dünnflüssig ist, noch zu steif und zu solide. Er muss sich noch auf ein Blech streichen lassen, daher ist es eher ein Rührteig, als ein Knetteig. Ich habe gesternabend fast 1 kg Mehl genommen, hatte aber auch 2 etwas grösse Tassen mit Wasser.

Der Teig enthält relativ wenig Hefe, darum liess ich ihn bei ca. 18 Grad Celsius gute 6 Stunden (im Kochtopf mit Deckel) aufgehen. Danach hatte er die perfekte Konsitenz und liess sich aber gerade noch so auf das Blech streichen.

Schliesslich wurden die Kuchen mit Obst belegt, hatten noch einmal eine Stunde zum Aufgehen und wurden mit Zimt und Zucker bestreut, bevor sie bei 220 Grad Celsius ungefähr eine halbe Stunde gebacken wurden.

Leider hatten die Kuchen nur eine sehr kurze Lebenszeit, da sich die ganze Familie sofort draufgestürzt hat. Doch normalerweise kann man den Kuchen ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren und er wird dann immer noch gut schmecken, obwohl sich der Geschmack etwas verändert. Aber das ist nicht unbedingt negativ. Ich mag beides: den frischen, dampfendwarmen und den gekühlten Kuchen, der schon ein paar Tage alt ist.

Winter_auf_dem_Brombeerhof098

Nach dem gleichen Rezept kann man auch dänisches Wienerbrød der altmodischen Art (Gammeldaws Wienerbrød) backen:

Man formt einfach kleine runde Plunderstücke aus dem Teig und bestreicht sie mit einem Klecks Remonce (dafür ca. 100 g geschmolzene Butter mit 70 g Puderzucker und 50 g braunen Zucker verrühren) und belegt sie, wie auf dem obigen Foto zu sehen ist, mit dünnen Apfelscheibchen. Ca. 20 Minuten bei 220 Grad Celsius backen. Vorsicht: sehr heiss!

Kuchen backen – wie in Dänemark

Wer Interesse an traditionellen dänischen Rezepten hat, dem gefällt vielleicht an diesem Buch:

Ob Wienerbrød, Zimtschnecken, Sahnetorten (Lagkage), traditionelle Kuchen oder Kransekager, dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie genauso backen können, wie die Dänen es zu Hause auf dem Lande tun.
Zwar sind auch die Rezepte berühmter Gebäckarten mit dabei, doch der Schwerpunkt liegt auf den ganz normalen Kuchen und Torten, die bei uns daheim zwar selbstverständlich sind, die Feriengäste normalerweise aber nicht kennenlernen, weil solche Kuchen meist nur in privaten Haushalten zubereitet werden:

 

 

Bildnachweis:

  1. Foto: Lum3n.com
  2. Foto: Kaboompics
  3. Foto und Buchumschläge: NVP-Verlag

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